Honigvermarktung

  • Moie,


    In unserer Dorfbäckerei veräussere ich meinen Honig.
    Eines Tages sah ich in der gleichen Bäckerei nen Konkurrenten.
    So wie mir gekundet wurde sei es Verwandtschaft von der Bäckerei



    Wie soll ich mich verhalten? Soll ich dies hinnehmen?


    Macht man das under Imkern.


    lg mrimker

  • Wie soll ich mich verhalten? Soll ich dies hinnehmen?


    Macht man das unter Imkern?


    Hallo,


    Die hier von Dir aufgegriffene Konkurrenzsituation ist (noch) kein Problem.


    Ich habe letztlich hier geschrieben, dass ein Ex-Imkerkollege auf dem hiesigen Wochenmarkt
    mit Fäusten auf mich -als Besucher, nicht einmal als Wettbewerber- losgegangen ist. Das war seine Rache dafür, dass ich im mit meiner Präsenz auf einem Bio-Markt, der nur einmal im Jahr stattfindet, ein erhofftes Sümmchen vermasselt habe, und der "Dank" dafür, dass ich jahrelang vom Wochenmarkt weggeblieben bin, nur um seiner Herrschaft keine Konkurrenz zu machen.


    Sowas lass ich mir nicht bieten und die Anzeige folgte spontan.
    Jetzt ist der Herr noch gereizter und ich habe heute morgen eine über Nacht umgestossene Beute vorgefunden, kann aber nicht beweisen, wer es war.
    Solche Charakteriellen haben meist auch noch ihre Helfershelfer...


    Zurück zu Deinem Fall: bau Dir wie gesagt kein Problem auf, das noch keins ist.


    Falls Du weiterhin guten Honig nach bestem Gewissen produzierst, lass doch die Kunden entscheiden.
    Weiterhin kannst Du Sabi(e)nes Gedanken folgen und Dich nach anderen Verkaufsstellen umsehen.


    Imkern besteht leider nicht nur aus dem geblümten Teil einer (zur Zeit von den Medien besonders
    hochgespielten) sehr interessanten und allgemein nützlichen Tätigkeit.


    Irgendwann, und mit steigendem Erfolg, wird's knallhart. Und ich bin nicht von der Sorte die behauptet
    Konkurrenz belebe das Geschäft. Mich persönlich (61) ermüdet sie nur noch,-zusätzlich.


    Du musst lernen, mit gewissen Tatsachen zu leben, aber auch Dich zu wehren, wenn es zu bunt oder
    einfach illegal zugeht.
    Gestandene langjährige Imker(innen) haben eben diese Erfahrung.


    Zum Schluss noch ein kleiner Trick: Lass keine negativen Gedanken in Dir aufkommen.
    Du schadest damit nur Dir selbst.


    Auf die Gefahr hin, dass gespottet wird:
    Ich habe auf meinem Bienenstand sooft und soviel gebetet, dass daraus ein "heiliger" Ort geworden ist.
    Nicht einmal der böswillige Akt der letzten Nacht konnte dem Volk schaden.
    Wie durch Zufall hat es nicht in die offene Beute geregnet, wie durch Zufall war es kalt genug, dass die Bienen aus uber 30 benachbarten Beuten bis zur Entdeckung des Schadens nicht flogen. Wäre das Wetter so gewesen wie seit einem Monat, wäre nach einigen Stunden das Volk ausgeräubert gewesen.


    Glaube also an das Gute !


    Ciao, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.


  • Ich habe auf meinem Bienenstand sooft und soviel gebetet, dass daraus ein "heiliger" Ort geworden ist.
    Nicht einmal der böswillige Akt der letzten Nacht konnte dem Volk schaden.
    t


    :eek::eek:

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • :eek::eek:


    Hallo Mr.BeanE,
    Surprised or scared ? Und das gleich doppelt ?
    Ich hab meinen Standort als "heiligen" Ort unter " " gesetzt.


    Damit meine ich lediglich dass ich am Bienenstand oder schon auf dem (Fuss)weg dorthin keine negativen
    Gedanken aufkommen lasse und einen Zustand der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit anstrebe, eben bete.
    Sonst gehe ich erst gar nicht zu den Bienen und noch weniger an sie ran.
    Ausserdem ist diese Stelle, der ehemalige Schlossgarten, schon von der Geschichte her vielsagend.


    Weshalb wohl waren schon in der frühen Geschichte sogenannte => tellurische Orte <= interessant ?


    Au weia, jetzt gibt's gleich eine von (Erdstrahlenfokusierer)Henry auf die Backe.:wink:

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo Norbert,


    das mit Deinem "heiligen Ort" ist eine schöne Einstellung ... das gefällt sogar mir als Heiden sehr gut!!


    Ich versuche auch immer alles positiv zu sehen, dazu gibt es ja verschiedene Sprichworte.
    Pessimisten können niemals Probleme lösen, sie drehen sich immer nur "Kreis"!



    In diesem Sinne, einen schönen Tag!


    Jörg

  • was meinst du mit das es nicht illigal zugeht


  • Hallo !


    Moie,


    Wie soll ich mich verhalten? Soll ich dies hinnehmen?


    lg mrimker


    Gestern entdeckt:


    Im Nachbarort (3km) macht sich gerade Honigland breit,
    leider nicht weniger Regional (hier würde ich im 10km turn auf rund 30 Imker tippen) sondern eher "Überregional"*1.


    Vor etwa einem Jahr wollte dieser Edeka-Markt keinen Honig vom Imker ins Sortiemnt aufnehmen
    (ein expandierender Bekannter hat sich erkundigt) ... jetzt sind auswärtige Imker*2 da,
    machen das Geschäft und der Einzelkämpfer / Haustürimker hat das nachsehen ...


    Wie soll man sich da verhalten ???*3
    Wir sind mind. ein Dutzend Imker im betroffenen Ort und den angrenzenden Nachbarorten.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht


    *1 die Imker sind mind. 25km vom Händler entfernt
    *2 Einer dieser Imker dürfte jedem hessischen Imker ein Begriff sein: "BBK"
    *3 Hinnehmen Punkt

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • was meinst du mit dass es nicht illegal zugeht


    Entschuldige, war bis jetzt weg.


    Illegal ist z.B. einen Konkurrenten einzuschüchtern, ihm zu drohen ( Wehe Dir wenn du mir noch mal
    mit deinem Honig in die Quere kommst... dann kannst du was erleben ... wirst mal sehen was dann passiert, usw.) oder gar das Faustrecht gelten zu lassen.


    Illegal kann in der Imkerei vieles sein. Um nur bei der Vermarktung zu bleiben, z.B. Etiketten auf den Honiggläsern, die mit ihren Angaben keineswegs den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.


    Es ist gut seine Rechte zu kennen. Stellt Dir ein "liebenswerter Wander-Kollege" in der Haupttracht 50 Völker nur 50 m von den Deinen entfernt auf, kannst Du dagegen nichts machen.
    Fehlt hingegen die amtliche Bescheinigung auf seinem Stand, oder gilt die Wandergenehmigung nur für 30 Völker, so kannst Du ihm seine werte Nachbarschaft sauber vergellen. Wissen schützt !


    Gruß, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo Norbert,


    Deiner Aussage "Es ist gut seine Rechte zu kennen. Stellt Dir ein "liebenswerter Wander-Kollege" in der Haupttracht 50 Völker nur 50 m von den Deinen entfernt auf, kannst Du dagegen nichts machen." darf / muss ich für unsere Region widersprechen.
    Wanderplätze werden bei uns in der Heidetracht durch die Wanderwarte der Imkervereine im Auftrag des Landkreises und des Naturschutzparkes abgesprochen / zugeteilt. Wer ich nicht daran hält, der "darf", bei Einspruch, wieder aufladen und abwandern!


    Heidjer Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Deiner Aussage "Es ist gut seine Rechte zu kennen. Stellt Dir ein "liebenswerter Wander-Kollege" in der Haupttracht 50 Völker nur 50 m von den Deinen entfernt auf, kannst Du dagegen nichts machen." darf / muss ich für unsere Region widersprechen.
    Wanderplätze werden bei uns in der Heidetracht durch die Wanderwarte der Imkervereine im Auftrag des Landkreises und des Naturschutzparkes abgesprochen / zugeteilt. Wer ich nicht daran hält, der "darf", bei Einspruch, wieder aufladen und abwandern!


    Hallo Heidjer,
    Danke für Deinen Hinweis dass es doch nicht überall wie im wilden Westen zugeht.
    Hoffen wir, dass solche regionalen Ansätze Schule machen !


    Bei mir macht jeder was er will. Obschon die franz. Gesetzgebung vorschreibt, dass schon der Besitz der ersten respektiv einer einzigen besetzten Beute zu deklarieren ist, steht, oder besser gesagt verkommt, in der Landschaft jeden Km ein zumeist vernachlässigtes, unangemeldetes Volk.
    Im besten Fall guckt man dann einmal pro Jahr unter den Deckel, entfernt zentimeterdicke Wachsmottenreste, um nachzuschauen ob etwas Honig zu holen ist.
    Null Pflege, null Auffüttern, null Varroabekämpfung, wie vor 40 Jahren eben.
    Varroa und auch AFB werden gepflegt !
    Ist die Kiste dann eines Tages leer, wird behauptet, die Bienen seien geklaut worden !


    Was wirkt, ist eine bevorstehende Inspektion der Veterinärkontrolle "anzukündigen".
    Zumindest die grossen Imkerherren mit >5% AFB räumen dann das Feld so schnell wie sie gekommen sind.


    Schönen Tag noch, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.