Welche Frühblüher geben den meisten Nektar?

  • Hallo!


    Welche Frühblüher geben den meisten Nektar? -Und zwar meine ich nicht Löwenzahn, sondern Blüten, die im dichten Buchenwald überleben -wo sie von Mai bis Oktober keine Sonne kriegen.


    Besten Dank schon mal!


    Peter

  • Vorausgesetzt du weißt was bei dir im Flugradius so wächst, wird diese potentiel unvollständige Tabelle dir womöglich weiterhelfen: link 
    Wenn man das, so wie ich, nicht genau weiß, kann man wohl anhand der Farbe der Pollen, welche die Bienen heimbringen, bestimmen von welcher Pflanze sie stammen. Logischerweise müsste man dafür noch wissen welche Pollenfarbe zu welcher Pflanze gehört.


    edit: noch eine Tabelle: link

  • Danke Pizzajoe! Aber so richtig weitergeholfen hat das noch nicht... :( -im zweiten Link gar keine Frühblüher und im ersten steht nicht, welcher besser ist


    Ich werde wohl Wild-Krokus und Bärlauch kaufen... -scheinen beide laut Internet-Recherche gut Nektar zu bringen und breiten sich von selbst aus.


    Wie siehts eventuell noch aus mit den Exoten, die in Zwiebelform in den Baumärkten herumliegen? -Erythronium, Fritillaria, Claytonia usw.
    Oder den anderen Frühblühern wie Scharbockskraut und Buschwindröschen?


    -Ist einer von denen deutlich besser als Bärlauch oder Krokus?

  • Pestwurz ist ebenfalls sowohl ein guter Nektar- als auch Pollenspender.
    Elfenblumen bilden über Rhizome ausläufer und sollen viel Nektar bilden.


    Schlüsselblumen vermehren sich auch von selbst, genauso wie Duftveilchen, evtl. Wildtulpen, Lungenkraut, Narzissen (die Wildsorte), Scharbockskraut und Märzenbecher.
    Das sind alles teils nur mäßige Nektar- oder Pollenspender, aber was soll`s.
    Und immer schön Weidenstecklinge am Rand verteilen!


    Gärtnerische Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Und immer schön Weidenstecklinge am Rand verteilen!


    Mit den Weidenstecklingen hatte ich keinen Erfolg. Von 30 Stecklingen ist keiner angegangen, 10 haben im Wasser Wurzeln gebildet, von denen ist dann aber nur eine Pflanze tatsächlich in der Erde weiter gewachsen...


    Mit Weide-Samen hatte ich dieses Jahr deutlich mehr Erfolg, ich habe die Watte (Weidesamen sieht fast aus wie Watte) von den Bäumen (bzw. sogar vom Boden) gesammelt, eingebuddelt (in einem Blumenkasten vorgezogen) und in einer Woche hatte ich schon erste Erfolge. Jetzt sind die Bäumchen / Büsche so 50cm hoch.

  • Chris : was hast du für Stecklinge genommen?
    Die Diesjährigen langen Schosse sind nicht geeignet, das müssen schon am besten zweifingerdicke Aststücke sein, und auch lang genug (30cm und dann mehr als halb in die Erde).
    Wassertriebe werden nix, wie du gemerkt hast, weil die Wurzeln nach dem Einpflanzen nicht mit der vergleichsweise trockenen Erde zurechtkommen.
    Spezialist dafür ist Konstantin Kirsch hier im Forum, ticker den doch mal per PM an....:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich habe im Frühjahr 30cm lange Äste abgeschnitten... Ok, das waren auch nur Triebe vom letzten Jahr, gerade mal Bleistift-dick.


    Wie geschrieben, hat irgendwie nicht geklappt, aber mit dem Sämlingen komme ich sehr gut klar. Da es mir bei der Menge die ich anpflanzen will auch egal ist ob Männlein oder Weiblein, passt das bei mir.

  • @ Chris
    sicher daß diese Watte von Weiden stammt und nicht von Pappeln?


    Stecklinge gehen super an; am besten nach der Blüte schneiden und im Eimer Wasser bewurzeln lassen - das klappt nahezu 100%ig!


    Weiden sind der beste Frühjahrspollen- und Nektarspender (neben Obstgehölzen natürlich....grad Sauerkirsche...); Krokusse sind auch niocht schlecht grad Elfenkrokus verbreitet sich fantastisch auch unter schattigen Bedingungen.


    Melanie

  • sicher daß diese Watte von Weiden stammt und nicht von Pappeln?


    Bei denen die ich vom Baum gepflückt habe 100%ig, das war eine weibliche Weide. Die vom Boden 99% sicher, und nachdem sie ausgetrieben waren, war ich mir 99,99% sicher.
    (Ist manchmal doch ganz gut wenn man ländlich lebt *grins*)

  • N`Abend zusammen!


    Auch bei mir wollt alljährlich die Weide und dieses Jahr konnte ich mich überzeugen, dass diese Wolle / Watte tatsächlich Weidensamen ist.
    Mein komplett neu angelegter unddamit erdtechnisch kurzfristig brachliegender Garten war in den windstillen Ecken von dieser Substanz überzogen und wenige Wochen später war es eine wahre Augenweide, die kleinen Weiden. In Ermangelung von Vieh zu Abweiden der Weiden wurden diese von mir weidräumig entfernt. Aber Weiden waren`s und wüchsig auch.


    Gruß
    Patrick


    P.S.:
    Mit Weidenstecklingen habe ich auch bisher nie Glück gehabt, trotz Bewurzelung im Wasser. Sind in der Erde dann zu 99% eingegangen.


    P.P.S.:
    Nektarmäßig wirklich effektive Frühblüher sind in der Tat meiner Erfahrung nach die meisten Weidenarten und -sorten sowie die verschiedenen Krokusse. Auch früh und gerne genommen werdne Schneeglöckchen, die, in großen Mengen angepflanzt, reichlich besucht werden und entsprechend ergiebig sein sollten.

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Patrick Johannes () aus folgendem Grund: P.P.S.

  • Hallo Miteinander,
    schaut Euch die Trachttabellen genau an:
    Die meisten Frühblüher liefern von der Wertigkeit her mehr Pollen als Nektar.
    Auch mengenmäßig.
    Grund:
    Normalerweise verfügen die Völker über genügend Vorräte zu dieser Zeit.
    Ergänzt werden muss nur eins:
    Der weniger gut lagerfähige Pollen.
    Wenn ich Seeley richtig in Erinnerung habe, sind Bienenvölker bei der Pollenlagerung eher Minimalisten.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.