Oktober, heute , leere Beute vorgefunden

  • Hallo Zusammen,


    hier schreibt ein Ratsuchender, der auch verstehen will.


    Habe heute durch ein Nachschauen in allen Beuten, eine Beute komplett Leer vorgefunden.:-(
    Das Flüssigfutter, gekauft, war kaum reduziert. Ertrunken sind nur 3 -4 Bienen, da voller Korkscheiben.
    Varroaeinschätzung nun wohl zu spät. Aber habe so im Kopf, wenn wenige tote Bienen übrig, hoher Varroadruck, o.s.ä.
    Königin zusammen mit ein paar weiteren Bienen tot in Beute vorgefunden,. Keine Handvoll lag auf dem Boden.


    Voll traurig, wir suchen nach einer Erklärung. Einige Mögliche habe ich wohl schon oben angerissen.


    In den anderen Beuten m.E. viele Bienen, guter Verbrauch am angebotenen Futter. Sind die Tage bei dem super Wetter
    auch noch viel geflogen.


    Vielleicht habt Ihr noch ein paar Hinweise oder könnt etwas untermauern.


    VG
    Michael

  • Hallo, Michael,
    mein Beileid - ich stimme Dir aber zu, daß die wohl der "schleichende Tod", die Milbe, geholt hat. Das geht echt so nebenbei, immer wieder mal Krabbler mit Milben auf dem Rücken und flugs ist der Kasten leer. Rate Dir dringend den Befallsgrad der anderen Völker auf dem Stand zu ermitteln...ich habe da auch echte Überraschungen dieses Jahr erlebt!
    Eventuell einfach mal auf Verdacht hin eine Schwammtuchbehandlung über Nacht aber das geht natürlich erst wenn die Futterzargen runter sind...


    Da werden Dir noch viele folgen, fürchte ich...spätestens wenn dann nach Weihnachten die Kästen zur Oxalsäurebehandlung aufgemacht werden wird man so manche Überraschung vorfinden, fürchte ich...


    Grüße
    Melanie

  • Servus lux,


    die hauen ab!


    Ziemlich unkontrolliert ohne Kö.


    Bilden keine Schwarmtraube nur kleine Häufchen.


    Sammeln sich vorwiegend auf weißen Gegenständen, warum weiß ich nicht.


    Evtl. hängt das mit dem ultraviol. Licht zusammen oder hat ein spirituelle Bedeutung, gell Drohn und Henry?


    Oder ists der kollektive Suizid ala CCD.


    Gruß Simmerl

  • Meine Erklärung wäre:
    Unsere Biene kennt aus ihrer geschichtlichen Entwicklung eine derartige Bedrohung , wie die ,der Milbe, nicht. Bei massivem Milbeneinbruch reagiert sie dann panisch . Praktisch nach dem Motto: Irgendwie dem Inferno zu entkommen. Kein geordneter Rückzug mehr , nur noch Panik.


    Gruß hannes

  • Hallo !


    Hallo, Michael,


    ... einfach mal auf Verdacht hin eine Schwammtuchbehandlung über Nacht ...


    Grüße
    Melanie


    FRAU DOKTOR ...
    ... auf Verdacht hin ... so kommt man sich bei manchem Arzt auch vor ...


    In der Hoffung die Medizin ist weniger Schlimm als die Krankheit ! - Na Danke !



    @ perth74


    Mach eine halbwegs genaue Befallsermittlung !
    Nicht mit der Windel ... denn das Ergebnis ist noch nichteinmal eine Schätzung wert.


    Mach es so wie in "Varroa unter Kontrolle" Seite 7 beschrieben: Befallskontrolle mittels Bienenprobe


    oder so:


    Gesunde Bienenvölker: Varroa Befallsermittlung mittels Puderzucker
    &
    Bienenprobe mit Puderzucker (aus DieBiene)


    Handele danach ...
    ... ggf. verwende das Schadschwellenkonzept !



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • @ Knecht
    Wenn Du zitierst dann bitte schön richtig:


    "EVENTUELL einfach mal auf Verdacht hin eine Schwammtuchbehandlung über Nacht ABER das geht natürlich erst wenn die Futterzargen runter sind"


    Mit halbgaren Zitaten macht man auch aus


    "Nie wieder Krieg"


    ganz schnell eine Kriegserklärung! Bitte keine BILD-Zeitungspolemik...


    Melanie

  • Moin,


    ich will mal die Zeckereien unter Euch garnicht weiter befeuern, sondern lieber dem TO helfen.


    An eingegangenen abgeflogenen Völkern läßt sich im Nachhinein eine Varrose sehr gut diagnostizieren, auch wenn nicht eine einzige Milbe mehr vorgefunden wird. Selbst wenn keine Bienenleichen mit deformierten Flügeln mehr im Boden liegen und keine schlechtgedeckelte Brut mehr da ist. Die Milbe verrät sich durch den Kotfleck, den sie in den Zellen hinterläßt, in denen sie sich fortpflanzte.


    Dreh' also mal Deine Waben um, so daß der Oberträger unten ist, und sieh' in die Dächer der Zellen! Findest Du dort weiße Flecken, wie aus angetrocknetem Puderzucker und etwas 1mm groß, umgeben von "Trampelpfaden" und findest Du dieser Flecken viele, womöglich auch mehrere in einer Zelle, mußt Du nicht nach anderen Ursachen suchen. Dann ist die Diagnose eindeutig.


    Die Kotflecken werden in (noch) intakten Völkern weggeputzt oder überpropolisiert oder wieder überbrütet. Erst wenn die Brut zurückgeht und der Putztrieb nicht mehr ausreicht - weil niemand mehr putzt - bleiben diese Kotflecken als deutliches Indiz, ja als Beweis, sicht- und findbar. (Auch im Wabenschrank! :eek:)



    Die Schwammtuchbehandlung auf bloßen Verdacht ist durchaus gerechtfertigt, weil sie eventuell Zeit spart oder den letzten Verdunstungstag gerade noch nutzt. Sie ist dann eine Notbehandlung, die dem Imker bzw. seinen Bienen womöglich etwas Zeit verschafft. Gerade wenn keine Diagnose möglich ist (Ja - es gibt immernoch Imker, die keine Windeln einsetzen oder auf geschlossene Böden schwören oder Milben nicht von Wachsschuppen unterscheiden können.) oder Völker bereits massiv vereinigt wurden ist die Schwammtuchgranate angebracht nicht selten als Maßnahme der Ersten Hilfe die letzte Rettung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    ich bin mal hier fündig geworden: S. 4 und 5, Abb. 5a und 5b. Aber ein Foto einer Wabe mit diesen Kotanteilen drin wäre schon anschaulicher. Hat denn keiner sowas mal geknipst? (Schämen sich alle, hä? :wink:)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich habe eben (über ernstzunehmende dritte) gehört, dass mein Nachbarimker alle seine Kisten (müssen so 5-7 gewesen sein) leer vorgefunden hat!:-( Keine Biene, kein Futter, keine Toten im Kasten. Seine Erklärung sei "ausgeräubert"... die Informantin ist keine Imkerin.


    Wie ist das denn nun mit den "Varroaschwärmen"? Wo gehen die hin? Machen die die Lemmingmethode und sterben gemeinsam?


    Betteln die sich einzeln anderswo (z.B bei meinen Bienen!) ein und bringen braune Rucksäcke mit? Das würde einiges erklären:evil:


    Ich hab Angst.
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Betteln die sich einzeln anderswo (z.B bei meinen Bienen!) ein und bringen braune Rucksäcke mit? Das würde einiges erklären :evil:

    Nein, so ist das nicht. Es gibt doch keine Reinvasion. Das sind alles nur Gerüchte. Sei ganz beruhigt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder