Stechschutz für Bienen auch ausreichend für Wespen?

  • Reicht ein Stechschutz auch für Wespen?


    Hintergrund:
    Heute hab ich mich mit meinem Nachbar über Bienen unterhalten und aus dem Gespräch heraus, hat er mir in seiner Hecke ein Wespennest gezeigt. Dort gibt es noch ein heftigen Flugverkehr! Seine Frage: " kannst du mir das entfernen?" meine Antwort war: " nicht vor dem Winter, da es wohl gesetzlich verboten ist "


    Wir sind so verblieben, das ich nach dem ersten Frost noch mal auf ihn zukomme. Wespen sollten ja dann Tot sein!
    Bei Bienen macht mir ein Stich nicht viel aus aber bei Wespen muss ich das nicht haben.


    Sicherheitshalber wollte ich doch mit dem Stechschutz an die Sache gehen, bin mir aber nicht sicher ob der Bienenstechschutz auch Wespenstiche abhält?!



    Was mein ihr?


    Uwe

  • Nein, sieht es nicht - ich nehme den Stichschutz auch für die Hornissenumsiedlung; sie können aber wenn es dumm kommt selbst durch Lederhandschuhe kommen. Dagegen hilft eine Lage Latexhandschuhe drunter. Aber es ist auch alles weniger ein Thema da die bei der Nestverteidigung sehr unorganisert sind...echt kniffelige "Gegner" sind Hummeln; die kommen auch durch die Anzüge weil sie sich da energisch reinverbeissen und warten bis sich die Hose strafft...


    Grüße
    Melanie

  • @ Uwe
    Ich selbst habe noch kein Hornissennest umgesiedelt, aber die Umsiedelungsexperten empfehlen, man soll bei Hornissen zusätzlich eine Schutzbrille tragen, da sie ein reizendes Sekret auf einen spritzen und das in den Augen ziemlich brennen soll. Das brauchst du aber bei Wespen nicht. Habe dieses Jahr unerwartet ein Wespennest (Mittlere Wespe) umsiedeln müssen, da genügte mir mein Imkeranzug nebst Lederhandschuhen nebst natürlich Schleier.


    @ Melanie
    Welche Hummelart war denn so verbissen?
    Bei meinen Erdhummeln dieses Jahr bin ich mit obiger Ausrüstung (Lederhandschuhe, Imkeranzug, Schleier) immer stichfrei gefahren. Auch haben sich die Erdhummeln v.a. auf meinen Handschuh gestürzt und ihn bzw. mich in eindeutiger Pose bedroht.
    Schlechte Erfahrungen habe ich dagegen mit einem Gartenarbeitshandschuh gemacht, da stach eine Erdhummel zielgerichtet durch die einfache Naht. Aber ich hatte es verdient, was guck ich auch einfach ungefragt in ihr Nest. :p

  • Noch was: Uwe, du schreibst ja, dass dir Bienenstiche nicht viel ausmachen, du das nur bei Wespen nicht haben musst. Also ich kann nur sagen vom Gift her sind Bienenstiche schon so ziemlich das heftigste, was es hierzulande an Insektenstichen gibt. Wespengift ist wesentlich schwächer. Übrigens auch das Hornissengift. Die haben nur einen unangenehm großen Stachel.
    Also auch wenn dich ne Wespe erwischt, sollte das aushaltbar sein. ;)

  • Echt? Also ich habe bei Bienen wesentlich mehr Probleme. V.a. am Tag danach. Da spüre ich Wespenstiche (auch Hummelstiche) eigentlich gar nicht mehr. Bienenstiche schmerzen oder jucken da aber ganz schön. Und dieses Jahr hat mich ein Bienenstich sogar total ausgeknockt. Richtig mit heftiger allergischer Reaktion mit Gesichtsschwellung, Ausschlag, Schweißausbrüchen, etc., was ich sonst von Kindheit an noch nie hatte.

  • Wenn ich das bei mir vergleiche, muss icch sagen das ich Wespenstiche auch schmerzhafter finde. Diese Tage waren es gleich 3 Bienenstiche und vor etwa 3 Wochen eine Wespe. Der Wespenstich war deutlich unangenehmer für mich. Vielleicht kommt es auch darauf an wo gerade der Stachel reingesteckt wird :)

  • Ich schließ mich da an: Wespe: Nein Danke! Lieber 10 Bienenstiche als eine Wespe.


    rooman : Du bist wohl allergisch und empfindest das daher andersherum bzw. bei Deinen Schilderungen solltest Du das mal dringend abchecken lassen und zwar richtig!
    Da bietet sich der Winter an, damit Du nächstes Jahr ohne Lebensgefahr weiter imkern kannst!


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo !


    Soweit ich weiß ist Bienengift und Wespengift ähnlich stark,
    die Zusammensetzung ist aber doch recht verschieden.


    Zu bedenken ist, das eine Wespe mehrfach zusticht (stechen kann) und deshalb
    nie Ihre Giftdrüse bei einem Stich ganz entleert.
    Anders eben bei unseren Bienen, einmal zugestochen pumpt sich das ganze gebildete Gift
    in unseren Körper ob mit Biene dran oder nur Stachel mit Drüse.


    Auch interessant ist das sich im Gift der Insekten natürlich die Umgebung abbildet:
    - bei Bienen also das was sie beim Blütenbesuch mitnehmen (u.a. können da auch div. PSM mitspielen).
    - bei Wespen mit dem Bedarf an tierischem Eiweis (eben Aas) kann diesbezüglich Giftiges dabei sein.



    Selbst:
    Bienenstiche sind mir fast egal (außer vielleicht Lippe / Auge) kurz weh - dann warm - nach 2Std. weg,
    Wespenstiche sind heftiger, jucken teilweise noch drei Tage lang.
    Hört Euch mal Dr. Mühnstedt an wenn der bei Euch in der Gegend ist (wohnt 30km von uns).



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.