Gewicht Zanderbeute

  • Hallo ,


    ich möchte meine Völker jetzt nicht mehr "auseinander reißen).
    Daher möchte ich "nur" anhand des Gewichtes der kompl. Beuten (Hochboden , ein bzw. zwei-zargig und Deckel - ohne Blechdach) feststellen ob das Winterfutter ausreicht .
    Zum Einsatz kommt eine einfache Zugwaage mit der nur hinten gewogen wird/wurde (mit 2 multipliziert).
    Die Einzargigen Beuten varieren zwischen 21 und 27 kg !!
    Die Zweizargigen bei 38 - 56 kg !!!!
    Das von mir anfangs ermittelte Leergewicht (Einzargig ohne Wachs und Bienen betrug 11 kg und Zweizargig dito 17 kg) erscheint mir nachhinein sehr gering .
    Muß ich Nachfüttern oder kann ich mich beruhigt auf den Winter freuen ?
    Gruß
    Wolfgang

  • Ich habe gelernt für den Wachs pro Wabe kann man ca. 100g rechnen, bei einem Einzarger also 1kg. Für die Bienen würde ich dann auch noch einmal 1kg (oder besser 2) rechnen.
    (Ich nehme an Du hast die Rähmchen beim Leergewicht mitgewogen.)
    Dein leichtester Einzarger hat also 7kg Futter drin, und das ist wohl etwas wenig (sollte min. 14kg sein nach meinen Unterlagen).


    Die Zweizarger hätten dementsprechend 17kg oder mehr drin (sollten 18kg haben). Dortmund ist ja "relativ warm", da würde ich mal sagen das könnte gerade reichen.

  • Pro besetzter (Zander) Wabe 1 kilo Futter, sagte mir vorgestern ein erfahrener Imker. Und das meiste Futter wird erst ab Februar verbraucht, wenn du also ab Februar regelmäßig das betreffende Volk nachwiegst könntest du ggf. notfüttern.


    edit: Ergänzend möchte ich noch anmerken dass eine Notfütterung im Februar am besten durch Zuhängen einer Futterwabe erfolgen sollte, da sonst die Gefahr besteht dass die Bienen eine Tracht vermuten, ausschwärmen und erfrieren. Die Futterwabe sollte aus einem anderen Volk entnommen werde welches über genügend Vorräte verfügt.

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  • Hallo Wolfgang,


    wieg nochmal mit der Zugwaage: Vorn UND hinten bzw auch rechts und links und vergleiche nochmal. Eventuell gibt es auch Differenzen durch den Sitz des Volkes bzw der Vorräte.


    Ansonsten hier nochmal Zitat aus einem Beitrag von Henry:

    Zitat

    Epfehlung nach Schundau:


    1 Zarge (+Boden +Deckel) = 25kg
    2 Zargen (+Boden +Deckel) = 36kg


    für Futterzarge und Kletterzarge + 2kg

    Das bezieht sich aber auf Segeberger DNM.


    21 kg ist ein bisserl knapp, kommt aber auch wieder drauf an, wie diese zwei Zargen nun besetzt waren, finde ich. Volk ist nicht gleich Volk.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Also ich imkere mit folgenden Maßen:
    Hohenheimer Normalmaßbeute, Kaltbau (10 Rähmchen), Hochboden, 2 Zargen, Innendeckel, Blechhaube


    1. Volk 24 kg
    2. Volk 22 kg (jeweils von hinten gewogen)


    Eine Komplettbeute (ohne Bienen, nur mit Mittelwänden) liegt bei ca. 8-10 kg.
    Das müsste m.E. mehr als genug sein.
    :cool:

  • Hallo,
    bitte immer von zwei Seiten wiegen und addieren.
    Entweder vorne und hinten, oder links und rechts.
    Sonst kann es Überraschungen geben.
    -Uwe

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Vielen Dank für die Antworten ,


    aber wie sieht es mit dem schwersten Volk aus.
    Bei einem Gewicht von 56 kg bleiben kaum "Leerwaben" für einen guten Wintersitz , oder ?
    Ich plane im Frühjahr bei Futterknappheit in den "leichten" Völkern Futterwaben aus dem "Dicken" zu nehmen.


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo,
    bitte immer von zwei Seiten wiegen und addieren.
    Entweder vorne und hinten, oder links und rechts.
    Sonst kann es Überraschungen geben.
    -Uwe


    Habe ich mal vergelichenderweise gemacht. Ergebnis: Abweichung von 1 kg. Ich denke, bei 40 kg Gesamtgewicht ist das nicht so ausschlaggebend. das gibt keine Unterschiede von 4 oder mehr kg, wenn man nur 1 Seite wiegt.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Habe ich mal vergelichenderweise gemacht. Ergebnis: Abweichung von 1 kg. Ich denke, bei 40 kg Gesamtgewicht ist das nicht so ausschlaggebend. das gibt keine Unterschiede von 4 oder mehr kg, wenn man nur 1 Seite wiegt.


    Hi,
    größere, abweichende Ergebnisse gibt es dann, wenn das Futter überwiegend hinten eingelagert wird.
    Außerdem kommt es darauf an, wo der Boden der Beute aufliegt.
    Liegt er vollflächig auf oder auf Kanthölzern, wo eine Seite eventuell leichter zu kippen ist.
    Bei ungünstiger Konstellation kommen schon einige Kilo Abweichung zusammen. ( Physik Hebelwiirkung) :wink:
    -Uwe

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • ich möchte meine Völker jetzt nicht mehr "auseinander reißen).
    Daher möchte ich "nur" anhand des Gewichtes der kompl. Beuten (Hochboden , ein bzw. zwei-zargig und Deckel - ohne Blechdach) feststellen ob das Winterfutter ausreicht .
    Zum Einsatz kommt eine einfache Zugwaage mit der nur hinten gewogen wird/wurde (mit 2 multipliziert).


    Kennt jemand eine Bezugsquelle für Federwaagen wie in "Der Wochenendimker" auf Seite 159 (Abb 73b, rechts) zu sehen?

  • Hallo Joew!


    Ich besitze leider den Wochenendimker nicht und weiß daher auch nicht welche Waage dort abgebildet ist.


    In der heutigen Zeit werden digitale Kofferwaagen zu einem erschwinglichen Preis angeboten, welche für unseren Zweck bestens geeignet sind.


    MfG
    Honigmaul

  • Ob der Vorrat ausreichend ist, kann man durch anheben feststellen. Erscheint die Beute schwer, kann man beruhigt schlafen. Ist sie leicht, so haben deine Bienen ein Problem. Also hebe mal hinten kurz an, notiere dein Gewichtsempfinden und überprüfe im März deinen Eindruck vom Dezember. So machte es die Erfahrenen jahrhunderte lang, als es noch keine elekt. Kofferwaage gab. Wenn du nicht schreibst, lasse es sein. Machst du es so wie ich sagte, dann klappt es auch mit der Nachbarin.*


    *Für meine Freunde, das war mal eine Spülmittelwerbung.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ob der Vorrat ausreichend ist, kann man durch anheben feststellen. Erscheint die Beute schwer, kann man beruhigt schlafen. Ist sie leicht, so haben deine Bienen ein Problem. Also hebe mal hinten kurz an, notiere dein Gewichtsempfinden und überprüfe im März deinen Eindruck vom Dezember. So machte es die Erfahrenen jahrhunderte lang, als es noch keine elekt. Kofferwaage gab.


    Die abgebildete Waage eignet sich nicht nur zum wiegen, sondern auch um zB verklebte Zargen oder auch komplette Beuten anzuheben (um zB mit dem Sackkarren darunterzukommen.

    Zitat


    Wenn du nicht schreibst, lasse es sein.


    :confused: Ist das jetzt ein Insider-Spruch?

  • Ich besitze leider den Wochenendimker nicht und weiß daher auch nicht welche Waage dort abgebildet ist.


    Ich habe jetzt mal mit meinen bescheidenen Zeichenfähigkeiten eine Skizze angefertigt. Vielleicht weiß ja jemand, wie so eine Waage heißt, dann könnte man ja googele befragen, wo man das beziehen kann.


    Argh? Wie kann ich denn hier eine PDF anhängen?