Reinvasion - aber so stark?

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    Ich weiss Werner, ich weiss
    aber der Faden wurde mir langsam nervig.
    Wie sollen wir zu einem Ergebnis kommen, wenn die Bienenquäler seit Jahrzehnten mit ihren Vorgaben die Situation immer weiter verschlimmern
    Die Heuschrecken sollten nur zu denken geben.
    das waren gruselige Bilder, wie die Heuschrecken in milliardenmassen aus der Erde entschlüpften (und die Menschen tagelang in den Giiftnebeln standen)
    Gänsehautmäßig, wie die Bilder, der, mit sehr vielen Jungmilben übersäeten, Bienenlarven.
    Was muss alles noch geschehen bis ein Umdenken stattfindet ??
    Gruß
    Helmut


  • Ich werde, wenn ich es zeitlich schaffe hingehen - ist ja bei mir quasie ums Eck ...

  • Das verstehe ich nicht.....


    Weisst du was ich nicht verstehe?
    Du behauptest, du hast die behandlungsfreie Biene. Dann stellt Stephan seine Form der Nichtbehandlung (kleine Zellen) vor und du bist sogleich Feuer und Flamme, organisierst Mittelwände und willst sofort alles ausprobieren.
    Wäre ich an deiner Stelle, dann hätte ich geschrieben: Leute, das brauchen wir alles nicht denn ich hab die Biene, die ohne Behandlung über die Runden kommt.


    Scheinbar ist das aber nicht so. Stephan hat dir einen Strohhalm gezeigt und du hast ihn gierig gegriffen.


    Meine Vermutung: Dein "System" funktioniert nicht reibungslos und du hast übermäßig viel Verluste.


    Sabiene behauptet auch sie hat die einzig wahre Betriebsweise, bei der man die Bienen ohne Behandlung führen kann.
    2009/2010 hatte sie Totalverlust, das schrieb sie zumindest. Aber sie wird nicht müde, zu behaupten, ihre Betriebsweise ist die einzig Wahre und in höchsten Maße bienengerecht. Bienengerecht??? Wenn man die Völker sterben lässt?:roll:
    Schuld war angeblich giftiger Spargelpollen. Ich wohn inmitten knapp tausend Ha Spargelanbaufläche. Komisch nur, das bei uns keinerlei Probleme mit Spargel und Bienen auftreten.


    Simon Angerpointner und andere sind hin und hergerissen, ob sie mit Nichtbehandeln beginnen sollen. Das Herz sagt ja, aber offensichtlich sagt der Verstand nein. In der Zwischenzeit werden sie nicht müde, die Behandlung mit Säuren zu dramatisieren und zu verteufeln.


    Säuren, die in allen Bioverbänden zugelassen sind!


    Traurig ist die ganze Geschichte vor allem für Jungimker die solche "Erfolgsmeldungen" lesen, sich dadurch beeindrucken lassen, es auch probieren, gewaltig Schiffbruch erleiden und demotiviert die Imkerei wieder an den Nagel hängen.


    VG
    Günter

  • Servus Summsi,


    da hast Dir aber ein schönes Feindbild aufgebaut.


    Weder Bernhard noch Sabine haben je behauptet, sie hätten die resistente oder tolerante Biene aber das werden sie Dir selber flüstern.


    So wie Du aber immer argumentierst und die Chemielobby und Agroindustrielobby verteidigst, mag man schon bald glauben Du wirst von denen gefüttert.


    Was die Behandlung betrifft, überleg mal, was die letzten 30 Jahre passiert ist: Weniger Milben, mehr Behandlungen, mehr Zusammenbrüche.:confused:


    Jeder, der ein bisserl überlegt, muss begreifen, dass wir andere Wege gehen müssen.


    Den Weg, den Du gehst, mag Deinen Interessen und Bedürfnissen gerecht werden.


    Aber tu mir bitte mal einen Gefallen und hör auf, Deine Behandlungsweise, die fast mit der meinen identisch ist, zu verselbstherrlichen und als einzig wahre darzustellen.


    Gruß Simon

  • So,

    nachdem die Positionen nun eindeutig und unverückbar klar sind und wir schon ewig weit weg vom Urthema sind, werde ich das Thema heute abend schließen, außer es kommen noch wesentliche und neue Aussage zum Fredthema dazu. Zur Erinnerung: Hier geht es um Reinvasion!


    Gruß
    Werner



  • Hallo Günter,


    was man hier in den Jahr alles lesen konnten, mit Megabetriebsweise und großer Ernte, die eine Lachnummer war, Warre die Beute und die Betriebsweise, Naturbau etc...alles nur kalter Kaffee.


    Einige glaube immer noch an Märchengeschichten und was hier alles geschrieben wird, alles meist nur Unwahrheiten und wichtig tun, was zum Schluss als Desaster endet.


    Bei unseren Bienen sind Milben schon lange nicht mehr das Problem, die Milbe sind nur der Auslöser, Viren werden in Zukunft unsere Bienen weitere Probleme bereiten.


    Wenn das alles so einfach wer, warum macht das nicht jeder Berufsimker, es unterscheidet ob Hobby oder Beruf.


    Dem Günter kann man voll und ganz zustimmen, hier lesen täglich einige Anfänger, mit solchen besonderen Betriebsweisen und Behauptungen fördert man das wohl kaum ins positive.


    Ohne Behandlung hat man auf Dauer keine gesunden Bienen, egal wieviele Milben im Volk sind, trage diese Viren in sich, kann man ausmalen was man erwartet.

  • Reinvasion - aber so stark?


    Das Fragezeichen bedeutet meines Erachtens -m. E.- schon den berechtigten Zweifel. Sauber, ordentlich und korrekt behandelte Völker erfahren im Laufe des Jahres m.E. keine so starke Reinvasion, dass sie davon eingehen - einzige Ausnahme vielleicht im Nachsommer durch beräubern eines vernachlässigten, bzw. unbehandelten Bienenstandes. Der größte Fehler wird m. E. gemacht dadurch, dass man mit egal welchen Mitteln und Methoden behandelt und dann überzeugt ist, dass die Wirkung 97 % hat, obwohl dem nicht so ist. Die ganzen Messmethoden ( Puderzucker, Auswaschen usw.) lassen vielleicht gewisse Schlüsse zu, das ist aber auch schon alles. Ebenso sind die Behandlungsmethoden von so vielen Faktoren abhängig ( Aussentemperatur, Volksstärke, Dosis, Verdunstungsfläche, Konzentration, Standort, Fluglochgröße, Boden, Betriebsweise, besondere Eigenschaften des jeweiligen Volkes - Findigkeit/Räuber -, Wahl des Mittels - AS, OS, MS,
    Perizin, Thymol etc. -, die Art der Einbringung - Beträufeln, Besprühen, Verdampfen, Verdunsten etc.-, dass ein Imker eigentlich keine Möglichkeit hat hier eine abschliessende und fundierte Arbeit zu machen. Prädestiniert hierzu sind eigentlich unsere Institute.
    Aber, wer dem Imker nicht zutraut, ordnungsgemäss beim Bedampfen mit OS umzugehen, der sollte ihm auch kein Perizin an die Hand geben.


    @ Werner das brannte mir seit Eröffnen des Freds unter den Nägeln; jetzt kannste zumachen



    Salve, Bienenpeter

  • Die Standpunkte mögen klar sein,
    was mir allerdings fehlt ist der Zusammenhang zu den Abständen der einzelnen Völker. Die FU Berlin hat in Versuchsreihen nachgewiesen das je geringer der Abstand ist sich auch die Reinvasionsrate proportional erhöht. Daraus resultiert jedenfalls für mich die Frage ob es wirklich die Stöcke der Nachbarimker sind, die für die erhöhte Milbenlast verantwortlich sind oder eigene Stöcke bei denen die Behandlung nicht wie gewünscht gewirkt hat?


    Zitat

    Mit steigender Entfernung der Monitorvölker vom befallenen Bienenstand (50m - 800m) nahm der Milbeneintrag auf etwa die Hälfte ab.


    LG
    Andreas

  • Mal aus der sicht eines Anfängers, genau diese Fragen bewegen mich, wann, welches Mittel, Bedingungen, Kontrolle usw. Ich möchte einfach nur lernen, bie Bienen über den Winter zu bekommen, der Rest funktioniert einigermassen. Und darum lese ich in Foren alles was es zu lesen gibt. Die Erkenntniss ist, dass das aber wenig bringt, hier geht es oft nur um Ego, herumhacken auf anderen, Selbstdarstellung, das eigentliche Thema ist Nebensache. Ich hatte hier auch mal eine Frage gestellt, Antwort habe ich keine bekommen, war sicherlich dem hohen Niveau nicht angepasst. Ich habe keinesfalls zu richten über die Qualität dieses Forum's, wollte nur sagen, es bringt mir wenig, Anderen vieleicht mehr.
    Ich als Anfänger bin mehr verunsichert als bereichert. Ist schon schade,

  • Hallo Charly,
    ein Patentrezept gibt es nicht und die Frage wann, womit wird Dir hier mit 100% iger Sicherheit auch niemand beantworten können, da schon regionale und witterungsbedingte Unterschiede eine Rolle spielen.
    Du kannst also nur den Befallsgrad kontrollieren und das nicht nur unmittelbar nach der Honigernte. Ein kontinuierlicher Prozess bis Ende Oktober?! da Reinvasion nicht auszuschließen ist und auch nicht unterschätzt werden sollte.
    Der Startschuss für den nächsten erfolgreichen Winter fällt dann mit der abschließenden OS Behandlung im Dezember.

    LG
    Andreas

  • Traurig ist die ganze Geschichte vor allem für Jungimker die solche "Erfolgsmeldungen" lesen, sich dadurch beeindrucken lassen, es auch probieren, gewaltig Schiffbruch erleiden und demotiviert die Imkerei wieder an den Nagel hängen.


    Günter, ich geb' Dir Recht.


    Am Anfang hab' ich auch alles geglaubt, was hier mit viel Hurrageschrei propagiert wird.
    Checkerboarding, die Mär von der varroatoleranten Biene und vieles mehr.
    Wenn man aber genauer hinsieht, dann wimmelt es von Widersprüchen
    und nicht wenigen gutgläubigen Jungimkern, die auf die Nase fallen.


    Günter, im Sommer lohnt es sich wieder zu streiten, jetzt ist vorbei.
    Der Frühling bringt die Wahrheit, für Behandler und Nichtbehandler.
    (Und ausnahmsweise wünsche ich der "Gegenseite" mehr Erfolg als mir selbst.)
    Tortzdem bleibe ich beim Behandeln, ich kenne die Varroa;
    und dem Internet glaube weniger als der eigenen Erfahrung und dem eigenen Verstand.



    Wieder OT. Zeit für Werner.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Ok. Jetzt hatte jeder noch einmal die Gelegenheit sein Schlusswort zu sprechen.
    Ich mache diesen Fred hier zu, er ist total entgleist. Macht neue Freds auf die dann heißen: Reinvasion, behandeln mit was weis ich, von mir aus auch mit der Überschrift "meine Behandlungsweise ist die Beste" oder was ihr wollt.


    In diesem Sinne, frohe neue Freds.


    Gruß
    Werner