Reinvasion - aber so stark?


  • Hallo Michael!


    Bitte überleg einmal genau, wo sollten täglich bis zu 1000 Milben her kommen?


    Wenn das wirklich so wäre, dann müssten in deiner Imkerumgebung nur "Imkerstümper" angesiedelt sein. Auch wenn ein Imker verspätet behandeln sollte und dieser angenommen 10 Völker hat, welche hoch vermilbst sind und sich in jedem Volk sagen wir mal 5000 Milben befinden. 80 % der Milben sind in der Brut, da könnten 10000 Milben den Stock wechseln. Da es im Flugkreis vermutlich eine Vielzahl von Bienenvölkern geben wird, wird sich der Milbeneintrag in Grenzen halten.
    Wenn die eigene Varroabehandlung ordentlich gewirkt hat, soweit ich mitgelesen habe, behandelst du auch mit dem Nassenheider - Horizontal, was schadet da ein Milbeneintrag von 500 oder 1000? Bei der nächsten Behandlung fallen auch diese Milben. In der Zwischenzeit schlüpfen eine Vielzahl von gesunden Jungbienen.


    Beim Durchlesen der Foren kann man immer wieder feststellen, dass die "Schwammtuchbehandler" oder OS-Blockbehandler in Bezug auf Varroaschäden am meisten gefährdet sind. Ich führe das auf den sich ergebenden Rythmus zurück, da das Schwammtuch doch nur unzureichend in die Brut wirkt. Da kann es dann schon passieren, der Imker eine Varroadiagnose oder einen Schwammtuchbehandlung genau in einem solchen Zeitfenster durchführt und keine Milben fallen, da keine fallen können, da alle in der Brut sind.


    MfG
    Honigmaul

  • Ich behandle mit ApiLiveVar, mich würde mal interessieren wie es da mit Reinvsion aussieht, die Streifen liegen ja wochenlang auf, man soll ja auch alle Völker am Stand behandeln, weil ansonsten eine Flucht aus behandelten in nicht behandelte Völker zu befürchten ist. Das bedeutet, dass keine Biene von einem belastetem fremden Volk in die ALV Völker einziehen würde und damit die Gefahr einer Reinvasion gegen null geht.
    Grüsse aus Werder

  • Michael, du sprichst mir aus dem Herzen.


    Naja, aus dem Kopf gesprochen scheint es ja nicht zu sein. Wie beispielsweise anhand der an den Haaren herbeigezogenenen Rechenexempel ganz augenscheinlich zu sehen ist. 5% werden da künstlich auf "ein Drittel" hochargumentiert.


    5% Nichtbehandler .. weitere 19%, die nicht ausreichend behandeln ...kann man sagen, daß ein Drittel der Völker eine potentielle Gefahr für andere Völker darstellt.


    Wobei 5 + 19 % immer noch ein Viertel sind. Aber das ist ja nicht der einzige Bruch in der "Logik".



    Behandlungspflicht


    Es besteht überhaupt keine Pflicht, sondern es handelt sich um eine Verordnung, in der explizit eine EMPFEHLUNG ausgesprochen wird, sonst überhaupt nichts.


    Die Varroose ist ja auch keine Seuche, denn ansonsten würde die Tierseuchenkasse die Ausfälle aufgrund einer Varroose ja bezahlen und somit ausgleichen. Genau dafür ist eine Tierseuchenkasse ja da, um im Schadensfall durch eine Tierseuche den Ausfall auszugleichen. Oder willst Du der Tierseuchenkasse etwa betrügerische Absichten unterstellen, weil sie gar nicht die Absicht hat, die eingezogenen Gelder im Schadensfall auszuzahlen?



    Dazu kommt noch, daß der Nichtbehandler mehr Völker als der Durchschnitt bewirtschaften muß, weil er ja davon ausgehen muß, daß ein Großteil seiner Völker zusammenbricht.


    Wenn Du keine Ahnung von den Nichtbehandlern und ihrem Tun hast, dann solltest Du dein Nichtwissen nicht auch noch öffentlich hinausposaunen. Die Ablegerbildung - möglichst nur noch mit einer einzigen Wabe - ist doch eher die Linie der offiziellen Stellen. Ich verweise hier als Beispiel auf die Einwabenableger von Pia Aumeier. Ist es nicht gerade das erklärte Ziel der Ablegerbildung der Behandler, den Bestand möglichst jedes Jahr künstlich aufzublähen, um den kläglichen Rest über die Runden zu bringen? Ich höre jedes Jahr in den Vereinen, daß sie zehn Völker haben - und zehn Ableger jedes Jahr bilden. Teilweise noch mehr. Nach Adam Riese müßten sie in einigen Jahren Bienenmillionär sein. Stattdessen haben sie jedes Jahr die gleiche Anzahl Völker. (Verkauft werden die Jungvölker nicht nur seeeehr vereinzelt.)


    Für mich sind das vertuschte 50% Verluste. Gemeldet werden 0%.


    Des Weiteren sind es ja gerade die offiziellen Stellen, die JUNGE Königinnen und Völker propagieren. Da wird selten ein Volk älter als ein-zwei Jahre. Das sind auch versteckte Verluste. Vorweggenommener Tod.


    Und ein solches Verhalten willst Du den Nichtbehandlern vorwerfen - obwohl es genau das ist, was von offizieller Seite empfohlen wird? Und von nahezu allen konventionellen Imkern heutzutage praktiziert wird?



    Da Rücksichtnahme scheinbar ein Wort ist, daß im Wortschatz so mancher Nichtbehandler nicht vorkommt, müssen sie sich deshalb nicht wundern.


    Ich weiß nicht, wie viele Nichtbehandler Du kennst - es können aber nicht viele sein. Denn die meisten mir bekannten, machen sich mehr Gedanken und zeigen sehr viel Respekt und Rücksicht. Sie sind Nichtbehandler gerade weil sie sich Gedanken machen. Das gilt nicht für alle, Ausnahmen gibt es auf allen Seiten. Jedenfalls ist deine Aussage nicht gültig für alle und daher eine unzulässige Verallgemeinerung.


    Zur "Reinvasion" kann ich aus eigenen Beobachtungen von direkt nebeneinander stehenden behandelten und unbehandelten Völkern berichten, daß die Reinvasion eine zu geringe bis keine Auswirkung hat.


    Beispiel aus der Beobachtung: Das eine Volk Nr. 1 hatte 0-1 Milben pro Tag natürlichen Totenfall, das andere Volk Nr. 2 40-80 Milben pro Tag bis in den späten Herbst hinein. Nun rate mal, welches Volk behandelt wurde?!


    Falsch geraten - die vielen Milben kamen beim behandelten Volk vor. Ende Juli Thymol, im September Ameisensäure und Restentmilbung dann im Dezember mit Oxalsäure. Da fielen in sieben Tagen knapp 1.000 Milben. Das Volk Nr. 2 lebt, ist schwächer aber stark genug, um über den Winter zu kommen.


    Das unbehandelte Volk Nr.1 steht direkt daneben. Von Fluglochmitte bis Fluglochmitte sind es etwa einen Meter. Das Volk ist sehr stark und besetzt alle Wabengassen. Beide Völker waren lange in Brut.


    Wenn Reinvasion so eine Rolle spielen würde, wäre das unbehandelte Volk wohl ziemlich schnell betroffen gewesen, oder? Trotzdem sind die natürlichen Fallzahlen verschwindend gering. )Ameisen und andere Tiere, welche die Varroen möglicherweise verschleppen, sind auszuschließen, da die Völker unter täglicher Beobachtung stehen. Statistische Fehler sind aufgrund der tägllichen Zählung ebenfalls auszuschließen. 365 Tage im Jahr wird gezählt.)


    Der Eindruck, daß das Phänomen "Reinvasion" eher eine Reinvasion von innen ist, erhärtet sich dem wachen Beobachter. Wer sein Behandlungskonzept nicht beherrscht, der verursacht eben mehr Schaden als er Gutes anrichtet. So ist es kein Wunder, daß es die Anfänger trifft, sowie diejenigen, die ohne Konzept und ohne Kontrolle arbeiten. Und es trifft diejenigen, die aufgrund von Angst die Anzahl der Behandlungen erhöhen. Usw. usf.


    Und es ist auch rein logisch völlig ausgeschlossen, daß im Herbst zusammenbrechende Völker, also im Oktober, mit ihrer Milbenlast im ach-so-gut-gepflegten Bienenstock ankommen und dann noch großen Schaden anrichten sollen.


    Erstens gibt es zu der Zeit, in der (kaputt-behandelte!) Völker zusammenbrechen, kaum noch nennenswerte Brutflächen.


    Zweitens sind die letzten Brutzellen bereits von den Milben belegt, die schon zuvor im Bienenstock waren.


    Drittens gibt es nur noch wenige Brutzyklen, wovon einer ja 21 Tage dauert, bis zur Brutpause. Wenn Mitte Oktober Milben eintreffen, wie viele Brutzyklen gibt es dann da noch? Eben! Und die Völker brechen dann ja wohl kaum noch zusammen, oder? Die Winterbienen werden dann eh nicht ausgebrütet - die werden ja weit vorher ausgebrütet.


    Viertens würde eine solche Reinvasion mit der Winterbehandlung und Restentmilbung erfasst und im Keim erstickt werden. Für einen Behandler dürfte es keine Probleme mit einer Reinvasion geben, wenn er ein Konzept hat.


    Daß die Behandler trotzdem Probleme bekommen, liegt bestimmt nicht an den 5 % der Nichtbehandler - das ist nur eine ziemlich billige Ausrede für eigenes Unvermögen. (Ähnlich wie die Ausrede, es läge nur an den Pestiziden der Landwirtschaft alleine.)


    Wie so oft im Leben sind die meisten Probleme hausgemacht. Die Behandlungen sind eben potentiell dazu geeignet, die Bienen zu schädigen. Und genau das passiert auch. Dann sind es aber keine Reinvasionsschäden, sondern Schäden, welche aus der Behandlung herrühren. Das will erkannt sein. Denn dagegen hilft eben nicht noch mehr Behandeln, sondern gezielteres und fachgerechtes Behandeln. Und eben das Wissen um die möglichen Schäden, die sich bei den Bienen mit so einem Zeug anrichten lassen.


    Fazit: Die Schelte gegen Nichtbehandler ist sehr kurz gegriffen und vornehmlich polemischer Natur. Solche Argumente ziehen vielleicht beim Bier beim Stammtisch. Näheren Betrachtungen halten sie jedoch nicht stand und sind daher zurückzuweisen.


    Freundlicher Gruß zum Sonntag,


    Bernhard

  • Hallo VDM-Andreas,


    nach Hohenheim kann ich selbst leider nicht fahren. Schön wär, wenn Du berichten könntest wenn es dort Neuigkeiten gibt.


    Zu Summsis Ausführungen/Berechnungen sach´ ich mal besser nix ...


    Gruß Jörg


  • Die Ablegerbildung - möglichst nur noch mit einer einzigen Wabe - ist doch eher die Linie der offiziellen Stellen. Ich verweise hier als Beispiel auf die Einwabenableger von Pia Aumeier. Ist es nicht gerade das erklärte Ziel der Ablegerbildung der Behandler, den Bestand möglichst jedes Jahr künstlich aufzublähen, um den kläglichen Rest über die Runden zu bringen? Ich höre jedes Jahr in den Vereinen, daß sie zehn Völker haben - und zehn Ableger jedes Jahr bilden. Teilweise noch mehr. Nach Adam Riese müßten sie in einigen Jahren Bienenmillionär sein. Stattdessen haben sie jedes Jahr die gleiche Anzahl Völker. (Verkauft werden die Jungvölker nicht nur seeeehr vereinzelt.)


    Für mich sind das vertuschte 50% Verluste. Gemeldet werden 0%.


    Des Weiteren sind es ja gerade die offiziellen Stellen, die JUNGE Königinnen und Völker propagieren. Da wird selten ein Volk älter als ein-zwei Jahre. Das sind auch versteckte Verluste. Vorweggenommener Tod.


    Sorry, aber nach diesem Absatz fällt es mir sehr schwer zu glauben, daß du Ahnung vom imkern hast. Da ich auch Ableger mit 1-2 Brutwaben erstelle, werd ich es dir kurz erklären:
    Ich unterstell jetzt mal, daß jeder Imker weiß, daß nicht jede Königin vom Begattungsflug zurückkommt, oder daß manche Ableger aus anderen Gründen (Räuberei, Wetter etc.) kein Volk ergeben.


    Ich brauch ca. 15 Wirtschaftsvölker.
    Ich will jedes Jahr mit jungen Königinnen in den Winter gehen = 15 Ableger zum Umweiseln.
    Ich bin ein vorsichtiger Mensch, bei der Ablegerbildung könnte was schief gehen (siehe oben) = nochmal 15 Ableger.


    Geht alles gut, hab ich meine Einwinterungsstärke von 30 Völkern erreicht. Geht bei der Begattung und Volkbildung was schief, erstell ich nochmal 15 Ableger. Die überzähligen Völker werden im Frühjahr verkauft, so daß ich wieder mit 15 Völkern an den Start gehe.


    Wo du bei dieser Betriebsweise 50% Verlust siehst, ist mir total schleierhaft.
    Ein Teil meiner Ableger hat nur einen Zweck: Königinen zum Umweiseln und Bienenmasse zum Verstärken zu produzieren.
    Der andere Teil wird verkauft.
    Du schreibst: Die Völker werden selten älter als ein/zwei Jahre:roll: Meine Völker leben ewig, nur die Königinen werden nicht älter als ein/zwei Jahre. Ich glaub, das weiß auch jeder Imker, je jünger die Königin, desto erfolgreicher die Überwinterung.


    Zitat

    5% werden da künstlich auf "ein Drittel" hochargumentiert.


    Na ja, wenn man einzelne Sätze meiner Ausführung aus dem Zusammenhang gerissen darstellt, (übelste Stammtischkultur) erschließt sich der Zusammenhang vieleicht nicht sofort.


    Zitat

    Ich weiß nicht, wie viele Nichtbehandler Du kennst - es können aber nicht viele sein. Denn die meisten mir bekannten, machen sich mehr Gedanken und zeigen sehr viel Respekt und Rücksicht.


    Indem sie mit ihrer Betriebsweise den anderen Imkern Schaden zufügen?
    Ich glaub, mehr brauch ich dazu nicht zu sagen.


    Zitat

    Fazit: Die Schelte gegen Nichtbehandler ist sehr kurz gegriffen und vornehmlich polemischer Natur.


    Mit Polemik hat das nichts zu tun, sondern mit Tatsachen, die von so manchen Nichtbehandler ignoriert werden.


    Zitat

    Solche Argumente ziehen vielleicht beim Bier beim Stammtisch.


    Das hab ich in diesen Forum von dir schön desöfteren gehört. Wenn sich einer gegen aufgezwungenen Schaden seitens der Nichtbehandler wehrt, wird versucht, ihn mit deinem "Bier und Stammtischspruch" bloßzustellen.
    Ich denke, jeder der 1+1 Zusammenzählen kann, wird die Reinvasion nicht einfach vom Tisch wischen. Da kannst du noch soviel mit deinem theoretischem "Wissen" argumentieren.

  • Hallo Jörg!


    Vermutlich werde ich nicht fahren können, obgleich die anderen Themen interessant sind. Aber andere Mitglieder des Forum könnten berichten.


    Jana Reetz: Können Wassertropfen Bienen umbringen? Neues aus der Guttationsforschung.
    tina Zigelmann: Sexualpheromone der Varroamilbe - ein biologischer Ansatz für eine Bekämpfung?
    Richard Odemer: Wie wirken sich kominationseffekte von Bienenkrankheiten plus Pflanzenschutzmittel aus?


    Gruß Andreas

  • Hallo summsi,
    ich glaub hier reden wir aneinander vorbei und Nichtbehandler kann es aus unterschiedlichen Gründen geben. Wer nicht behandelt weil die Schadwelle nicht überschritten ist, sprich der Milbenbefall schwindend gering ist, dem mag ich keinen Vorwurf machen und von dem wird auch kein Schaden bei den Nachbarimkern enstehen. Es soll die Glücklichen geben, denen die Säuredusche ihrer Bienen erspart bleibt, ich gehöre leider nicht zu denen. Dann soll es auch die Behandler geben, die nach dem Schema „Varroa unter Kontrolle“ mit dem Langzeitverdunster verlassen und auf weitere Kontrollen verzichten.
    Meiner Ansicht nach ist die Nachlässigkeit des Imkers das Problem und nichts weiter. Eine Unterteilung in Behandler und Nichtbehandler vermag ich nicht wirklich erkennen, denn das Verantwortungsbewusstsein ist oftmals nicht sehr ausgeprägt.

    LG
    Andreas

  • So, jetzt sind wir wieder da, wo wir jedes Jahr mehrmals landen. Nämlich dort, wo Nichtbehandler, und es gibt erfolgreiche auch wenn mann Leuten wie Günter (ohne "h") das niemals erklären wird können, einfach an den Pranger gestellt werden. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
    Vor ein paar Monaten war es, ich hab seinen Namen nicht mehr im Kopf, der Typ mit den Importschwärmen aus Sizilien. Jetzt ist es halt Günter (ohne "h"), vielleicht sind die beiden ja ein und die selbe Person, wer weis.
    Morgen sind es Fred und Ginger. Egal wie sie heißen, sie werden sich nie für neues öffnen.
    Obwohl es ja völlig egal ist, denn ihre Behandlungsweise ist ohnehin perfekt, da keine Ausfälle und das jahrelang.


    Es gibt Institute, die nach resisdente Bienen suchen und bis jetzt nichts gefunden haben, darum gibt es einfach keine, so einfach ist das.


    Ob sich von denen schon mal jemand die Mühe gemacht hat zu beherzigen was hier immer und immer wieder geprädigt wird, weis ich nicht, ich vermute mal nicht.
    Ob die in einer einigermaßen intakten Umwelt stehen, wage ich mal zu bezweifeln, denn in D dürfte es davon nicht mehr allzu viele Flecken geben.
    Wenig Störungen. Bei solchen Untersuchungen wird meist noch viel mehr geöffnet, eben um Fortschritte zu sehen und zu kontrollieren.
    Die meisten Völker dürften einfach auf MW sitzten.
    Schwärme dürften die wenigsten zulassen, wie der Großteil der Imker.
    Eine möglichst große Völkerzahl über viele Jahre. Meist sind es einige Versuchsvölker und ein paar Kontrollvölker.


    Die Leute haben sicher viel Ahnung von Imkerei, vermutlich mehr als die meisten "nicht Behandler" (inzwischen hasse ich diesen Ausdruck) aber manchmal ist es von Vorteil nicht studiert zu haben, um vielleicht weniger eingeschränkt denken zu können.
    Das beste Beispiel sind die Einbrüche in unserem Wirtschaftssystem. 2008 sah keiner der EXPERTEN den Börsen und Wirtschaftscrash, dabei war jedem Menschen mit Hausverstand klar, das sowas kommen musste. Auch jetzt wird wieder alles schön geredet, wieder von den Experten. Und wieder wirds krachen und zwar bald. Einfach weil diese Leute BWL oder was weis ich studiert haben und sie dadurch genau vorgegeben kriegen, wie sie zu denken und zu berechnen haben. Und alles was nicht ins System und ihre Tabellen und Diagramme passt, darf nicht sein.


    Nicht anders ist es bei unserem Problem.



    Noch ein paar Gedanken zum Abschluss:
    Es gab bis vor 100 Jahren so gut wie keine Medikamente, und das galt für jede Krankheit oder Parasiten, den es je gegeben hat.


    Es gab z.B. die Tollwut, die Pest es gab Würmer, Cholara und was weis ich noch alles. Es gab immer bei jeder Epidemie eine mehr oder weniger große Anzahl an Toten. Das das schlimm ist braucht nicht diskutiert zu werden. Das es sich aber ganz natürlich regelt, wenn man die Natur lässt, ist auch unumstritten. Irgend wann waren nur noch Individuen übrig, denen die Krankheitserreger oder Parasiten (aus welchem Grund auch immer), nichts anhaben konnten. Sie waren resisdent.
    Aus diesen starken, gesunden Individuen, die sich wieder mit eben solchen vermehrten entwickelten sich schließlich resisdente "Rassen".


    Bei der Tierzucht war die Auswahl der stärksten und widerstandsfähigsten die einzige Möglichkeit zu gesunden Tieren zu kommen. Alles schwache wurde aussortiert (aufgegessen). Wir tun genau das Gegenteil. Wir päppeln Schwächlinge mit allen Mitteln auf und vermeintlich starke Völker können nur mit Medikamenten stark erhalnten werden. Dazu kommt noch die verarmung der Gene (Reinzucht).


    Erst im letzten Jahrhundert ist der Mensch so weit gekommen, das er so ziemlich jeder Krankheit mehr oder weniger gut mit Medikamenten Herr werden kann. Das in den meinsten Fällen nur darum geht die Symtome zu bekämpfen, nicht aber den Auslöser, muss wohl nicht diskutiert werden.
    Genau das machen wir bei den Bienen.


    Bei unseren Bienen ist es so, das die was weiß ich wie viele Millionen Jahre ohne uns überlebt hat. Und da gab es mit Sicherheit auch die eine oder andere Krankheit. Mir braucht keiner Erzählen, das die mit der Varroa nicht zurecht kommen könnte. Es gibt in jeder Region mehr oder weniger Völker, die die nötigen Gene mitbringen. Man muss sich nur die Mühe machen, sie zu finden. Das das einfach oder angenehm ist, wenn der Rest eingeht, behaupte ich nicht.


    Ich sags nicht zum ersten mal: Kein Wunder das die, die es wagen, das im Verborgenen machen. Ich persönlich würde mich nie irgend jemandem mit einer solchen Thematik anvertrauen, aus Angst vor "Lynchjustiz".
    Und noch was, ich hab keine resisdente Biene und behaupte auch nicht das ich die finden werde, oder das ich genau weis wie man sie am besten findet. Ich habe ein paar Fakten aufgezählt, die sich immer und immer wieder bei den Erfolgreichen wiederholen und das fällt auf. Und diese "Eckpunkte" werden einfach stur ignoriert.



    Noch was wichtiges: Das sind nur meine (einfach gestrickten) Gedanken zu der Thematik, ich bin kein "Experte". Jedem (vor allem Anfänger) sollte klar sein, das einfach Bienen in den Garten stellen und nichts machen und auf resisdente Bienen zu hoffen, nicht klappen wird.


    Günter (ohne "h"):
    Bitte mach Dir nicht die Mühe auf meinen Beitrag zu antworten, ich hab das hauptsächlich für Leute geschrieben, die sich mit der Matherie vielleicht noch nicht so ausführlich befasst haben.
    Und wir beide und auch andere werden uns auch nach noch so vielen Unterhaltungen nicht einig werden, da wir beide von dem was wir sagen und vertreten überzeugt sind.


    Ich habs inzwischen einfach so dermaßen satt, ich kanns gar nicht ausdrücken. :-(

  • hallo Günther,


    Das in den meinsten Fällen nur darum geht die Symtome zu bekämpfen, nicht aber den Auslöser, muss wohl nicht diskutiert werden.
    Genau das machen wir bei den Bienen.


    Bei unseren Bienen ist es so, das die was weiß ich wie viele Millionen Jahre ohne uns überlebt hat. Und da gab es mit Sicherheit auch die eine oder andere Krankheit. Mir braucht keiner Erzählen, das die mit der Varroa nicht zurecht kommen könnte.


    vollkommen deiner Meinung -
    Michael Bush hat das doch ausgetestet.
    Ich bin jetzt der Überzeugung daß WIR, die Imker, lernen müssen die Bienen richtig zu führen. Die Bienen können es.
    In Kürze ist die Übersetzung von Eriks Studie fertig und da kommen die Komentare von einigen, die da sehr viel wissen und zu sagen haben über das Thema der resistenten Bienen, zu Worte.


    liebe grüße
    Stephan


    http://www.resistentebienen.lapalmamiel.com/


  • Freue mich schon Stephan, wo findet man dann die Übersetzung, hier oder auf Deinen Seiten. DANKE

  • Ich will jedes Jahr mit jungen Königinnen in den Winter gehen...


    Warum willst Du das? Und wozu braucht es 30 eingewinterte Völker, wenn Du nur 15 Völker benötigst?


    Erkläre es doch mal einen Unwissenden wie mir, warum das notwendig ist oder weshalb es dein erklärter Wille ist.


    Danke für jede ernst gemeinte Antwort.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo,


    wenn man hier ein Thema tief fährt, wird gemeckert was das Zeug hält.
    Mal abgesehen vom Nichtbehandeln, unterscheidet sich in erster Linie wo die Bienen stehen und wie viele in der Umgebung und ob Hobbyimker oder Großimker.


    Ein Imker der nicht behandelt, macht die Katze nicht fett.
    Jetzt erkläre ich mal wie das das gemeint ist.
    In einen Umkreis von 10-15 Km, gibt es sagen wir mal 30 Imker, diese behandelt alle wie sie es für richtig halten, der eine so der andere so, diese Imker haben jeder ca. 10 Völker das Mal genommen kommt ein nettes Summchen raus.


    300 Völker aus diesen Völkern kann so einiges an Milben in die Umgebung gestreut werden.


    Bienen verhalten sich im Sommer anders und suchen immer nach Nahrung, fliegen dafür weiter und finden erkrankte Völker mit Milben, Viren und daraus entsteht der Niedergang.


    Das an warmen Tagen viele Milben eingetragen werden ist wissenschaftlich belegt, da gibt es mehre Möglichkeiten, siehe was hier geschrieben wurden, und auch das Bienenistitut Mayen hat da Forschung betrieben.


    Es gibt Regionen mit mehr und weniger Bienen, mal gibt es keine oder viele Verluste.
    Was hier immer außer acht gelassen wird, sind Viren, die für unsere Bienen eine sehr große Gefahr sind und noch werden.


    Schlimm ist, die Imker haben kein System, das sind aber meist nur Hobbyimker, die nicht wollen und die Lage nicht erkennen.


    Beispiel, die ältere Generation hat wenige Völker, 5-8 Vermehrung und Jungvolkbildung Fehlanzeige, man hört meist ich will keine Bienen mehr, solche Imker haben jedes oder fast jedes Jahr Totalschaden.


    Jungvölkeraufbau macht arbeit, diese auf frischen Wabenbau zu setzen kostet Geld, wenn die Imker so denken dann sage ich bald gute Nacht.


    Der Wabenbau solcher Imker sieht auch entsprechend danach aus.


    Ich imkere jetzt schon über 25 Jahre ich habe noch nie Schäden bei Bienen erlebt die durch Spritzmittel etc.... verursacht wurden.


    Das ist aber hier immer wieder ein großes Thema, ohne genauen Hindergrund.


    Gibt es viele Verluste, werden im kommenden Jahr Kunstschwärme aus dem Ausland importiert, das hier einigen nicht klar ist, das man damit unbekannte Viren und anders Zeug einschleppt was unseren Bienen noch mehr zusetzt.


    Wer nicht mit seinen Bienen vernünftig arbeitet und was macht, braucht sich nicht wundern das man Verluste hat.

    Mfg Bienenmichel

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Michael2 ()