Monsanto spielt Bienenretter

  • Da RNAi an der genetischen Information selbst erst mal nichts ändert (sofern man die RNAi-codierenden Gene nicht anrühert oder einfügt) ist das Ergebnis kein "GVO" im klassischen Sinne.


    Der Punkt ist für mich an dieser stelle, dass man zwar verstanden hat wie man was erreichen kann - aber was es hinten raus für Seiteneffekte hat merkt man erst irgendwann und dann ist wieder das große Staunen da.
    Das nervt mich - erst tut man so als ob man die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und nichts passieren kann, das alles super toll sicher ist und man genau weiß an welchen Reglern man drehen muss damit hinten ein ganz bestimmter Effekt raus kommt ( genau so wie in Star Trek) nur das die Realität gezeigt hat und zeigt, dass bei genau so einer Einstellung eben nicht alles so super genau kalkulierbar, regelbar und überhaupt beherrschbar ist.
    Naja Hauptsache dann ein Produkt vorstellen damit der Aktienkurs steigt.
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Wenn ein Wirtschaftsunternehmen einen Wirksoff gegen eine Krankheit entwickelt hat, ist es notwendig den Erreger der Krankheit zu verbreiten. Nur so ist eine Gewinnmaximierung möglich.

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen


  • Vielleicht wollte Monsanto das unter anderem auch besitzen als Persilschein bei der weiteren Bienenproblematik im Nebenschauplatz.


    Wäre auch nicht das erste Patent, das einer Firma nutzt, indem sie es nicht nutzt...

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter

  • Aber natürlich entbindet das nicht von argumentierter Kritik.

    Wieso denn Kritik?


    Bis vor paar Minuten hat die Remebee-Firma keiner hier wahrgenommen und halbwegs gewußt geschweige denn verstanden worum es geht und nun ist Monsanto im Spiel und deshalb soll argumentativ kritisiert werden. Wer möchte denn bitte mal zu argumentativer Anerkennung aufrufen?


    Ich glaube in Manchem ist bereits die Wahrnehmung tendenziös gestört.


    Denkt doch nur einen Momemt darüber nach, wie es wäre, mit dem Verfahren z.B. das Bt-Gen in 810 tot zu legen und die Fischermühle oder eine Anti-Gen.org hätte das entdeckt und würde das als Gießpulver gegen Spendenbescheinigung versenden. Ach wie wär das toll. Monsanto mit RNAi ans Knie pissen! Oder Amflora entstärken!


    Ich wage mir ja vorzustellen, wie das denn wäre, der Varroa die Erzeugung eines lebenswichtigen Proteins abzuschalten, werde das jedoch erst mal argumentativ kritisieren und nich etwa vorschnell gutheißen, wenn das Produkt dazu einen Dritten irgendwie bereichert. (außer natürlich die Diakonie)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry, menno. Ich meinte ja gerade, dass Kritik nicht pauschal in den Raum gestellt, sondern eben auch begründet werden sollte.


    Völlig unabhängig von der Tatsache, dass Wahrnehmung immer in mehr oder minder großem Maße selektiv erfolgt - das ist ein Thema für sich..

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Wenn ein Wirtschaftsunternehmen einen Wirksoff gegen eine Krankheit entwickelt hat, ist es notwendig den Erreger der Krankheit zu verbreiten. Nur so ist eine Gewinnmaximierung möglich.


    Hm aber wenn man mit Verschwörungstheorien anfängt braucht man eigentlich nicht weiter diskutieren.

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    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Henry, menno. Ich meinte ja gerade, dass Kritik nicht pauschal in den Raum gestellt, sondern eben auch begründet werden sollte.

    Und ich meine, daß man sich jeder Kritik - ja jeder Bewertung - zu Dingen zu enthalten hat, die man nicht ansatzweise versteht.


    Dieses reflexhafte Suchen nach Kritikpunkten geht mit sowas von auf den Senkel und breitet sich dennoch hier und in der Gesellschaft aus. Ich denke, es gibt wohl inzwischen mehr Dagegen-Vereine als Pro-Clubs. Das Forum hier ist jedenfalls eines mit Dafür-Ausrichtung: Für Imkerei, für Bienen und deren Gesundheit und für eine bienische Umwelt. Und folglich auch für die Suche nach Möglichkeiten das zu erreichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Zitat

    ...One of our biggest frustrations has been defusing the expectation for ‘a cure’ for CCD. The answer, when it comes, will be a knowledge-based enterprise, not a product-based enterprise. The answer will be messy.
    ...The answer will include management decisions like lower-density apiaries, integrated pest management adoption, selective breeding programs, as well as new technologies like RNAi and marker-assisted breeding.


    Quelle: Zitat von Keith Delaplane in: Reese (2011) Honing in on bee colony collapse disorder. Western Farm Press, Feb. 17, 2011


    Zum Stichwort RNAi und CCD passendes Zitat von Keith Delaplane - meiner Meinung nach geht´s ohne die "new technologies".



    Zitat

    Our long-term goal is to restore large and diverse populations of managed bee pollinators across the United States to sustain natural and agricultural plant communities.
    QUELLE


    Gruß Molle



    P.S.: Wer Keith Delaplane heute noch löchern will, kann das auf der kostenlosen Konferenz in der Knights of Columbus Hall, Leicester, MA tun.
    Sein ersten Vortrag "The Superorganism and Why it Matters - An overview of a theory that considers the colony, not the individual bee, as the unit of natural selection ad how Superorganism theory helps beekeepers understand what they see in colonies and better mange them for health and productivity." hat er schon zwischen 9 und 10 abgehakt, doch nach´m Essen ab 13:15 Uhr kommt er nochmal mit "New Ideas about Honey Bee Breeding. If the honey bee in fact lives as a Superorganism, how then does the Superorganism use genetics to solve its problems and how can beekeepers use this knowledge?".

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von molle ()

  • Hm aber wenn man mit Verschwörungstheorien anfängt braucht man eigentlich nicht weiter diskutieren.


    Zumal: http://www.spiegel.de/wissensc…nik/0,1518,789022,00.html

    Viele Grüße
    Marcus


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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honig () aus folgendem Grund: Link korrigiert

  • Und ich meine, daß man sich jeder Kritik - ja jeder Bewertung - zu Dingen zu enthalten hat, die man nicht ansatzweise versteht.


    Das Problem bei Themen wie GVO ist hierbei aber, dass diese nicht rein monodisziplinär, etwa rein naturwissenschaftlich, zu diskutieren sind, weil man ddurchaus durch verschiedene Brillen auf das jeweils anders anders ausgeleuchtete Feld gucken kann. Warum soll etwa ein Sozialökonom nicht eine dezidiert begründbare sozialökonomische Einschätzung der GVO-Folgen vornehmen können, oder ein Psychologe, Betriebs- oder Landwirt? Ich sehe überhaupt nicht ein, warum hier nur die Bewertung eines GVO-Spezialisten relevant oder äußerbar sein soll.


    Überheblichkeit hilft keiner Disziplin weiter. Aber das alles münze ich mehr auf das Thema GVO-Landwirtschaft im klassisch diskutierten Sinne. Neue Entwickungen wie die dieses Themas sollte man sich in der Tat ruhig auch mal neu ansehen.

    Viele Grüße
    Marcus


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  • Und ich meine, daß man sich jeder Kritik - ja jeder Bewertung - zu Dingen zu enthalten hat, die man nicht ansatzweise versteht.


    Dann sollte aber auch jeder die Finger von etwas lassen, bei denen er die Folgen nicht ansatzweise abschätzen kann. (Gentechnik, Atomkraft, ...)


    Und so lange bis das nicht geschieht, bin ich gegen diese Dinge, auch wenn ich es nicht ganz oder ansatzweise verstehe!!!

  • ...Ich habe auch versucht von der Web-Site irgendwie zu erfahren, was das RemebeePro ™ (oder auch ohne Pro) so wirklich konkret ist und bin nicht weiter gekommen...


    Steht in Bernhards Link auf scientificbeekeeping.com:
    Doppelsträngige, langkettige (ca. 800 Basenpaare) RNA - Kopien (dsRNA) der Viren (bei RemebeePro: IAPV, DWV, BQCV, KBV).


    In Zuckerlösung an Bienen verfüttert, wird die dsRNA in die Darmzellen aufgenommen und dort in kürzere dsRNA (ca. 25 Basenpaare) zerlegt, die dann die antivirale Immunantwort der Zellen auslösen. Funktionsweise wie vorbeugende Impfung bei uns.
    Übertragung der Immunreaktion innerhalb des Körpers auf andere Zellen und wahrscheinlich über Trophallaxisnetzwerk im ganzen Volk.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • ...


    Tja jetzt versteht der Drohn diese Aussage:


    Zitat aus unterem Link:


    "Wie werden Sie das Forschungsvorhaben in den kommenden Jahren finanzieren?


    Wir haben mit unserem erfolgreichen Ansatz die Suche nach Investoren und strategischen Partnern aufgenommen. Es sollte ein Partner aus der Pharmaindustrie sein, da der Impfstoff weltweit verkauft werden soll. Auch die BIOPRO mit Dr. Ralf Kindervater hilft sehr, dass wir die richtigen Partner ansprechen. Momentan sieht es ganz gut aus."



    http://www.bio-pro.de/standort/aktuelle_forschung_in_bw/portraet/index.html?lang=de&artikelid=/artikel/04591/index.html


    Danke
    sagt