Hornissen ???

  • Ja Sabi(e)ne das könnte natürlich ein Grund sein. Wahrscheinlich haben die sich in höhere Lagen zurückgezogen, da ist nur Wald und dort hätten sie Ruhe.
    Aber trotzdem frage ich mich wiso es dann so viele Wespen gibt auch in tieferen Lagen - die ernähren die Brut ja auch von Insekten oder täusche ich mich da? Vielleicht sind die "normalen" Wespen (gemeine oder deutsche Wespe) einfach härter im Nehmen was Insektiziede angeht.
    Ich hoffe ich kriege auch mal wieder eine dieser imposanten Tiere zu Gesicht:Biene:


    Grüße
    Hannes

  • N`Abend!


    sabi(e)ne : Den Neid kann ich gut nachvollziehen, etwas so Eindrucksvolles habe ich seit langer Zeit nicht mehr erlebt, alleine der sound der Tiere beim Fliegen ist schon gänsehautwürdig. Ich hoffe meine Fotos sind was geworden...


    biene hans : Ich denke mal die intensive Verfolgung der Hornisse in den letzten Jahrzehnten aufgrund ihres respekt- und leider bei vielen Menschen auch oft angsteinflößenden Erscheinungsbildes (optisch wie akustisch) hat dazu beigetragen, dass diese Spezies verhältnismäßig selten war / ist. Mein persönlicher Eindruck ist allerdings, dass die Hornisse nhier bei uns zumindest seit einigen Jahren wieder gaaaanz langsam mehr werden.
    Dazu benötigen sie natürlich weiterhin Schutz, ausreichend Behaussungen in denen sie nicht stören und eine halbwegs brauchbare Umwelt.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich denke mal die intensive Verfolgung der Hornisse in den letzten Jahrzehnten aufgrund ihres respekt- und leider bei vielen Menschen auch oft angsteinflößenden Erscheinungsbildes (optisch wie akustisch)...


    Als ich so die Runde fragte bei Bekannten ob sie denn Hornissen in letzter Zeit sahen kam von fast allen die gleichen hohlen, uralten Vorurteile zum Vorschein: "was Hornissen? die sind ja so gefährlich! ein Stich kann ein Kind töten und drei Stiche ein Pferd...usw" solche Aussagen kamen auch von Imkern!
    Doch wenn man sagt die fressen Wespen und sind lammfromm und belästigen dich auch nicht beim Picknick im Freien dann schaut die Sache plötzlich ganz anders aus.
    Da hilft nur Aufklärung und vielleicht bastle ich übern Winter auch ein paar Hornissenkästen und hänge die in die Gegend, schaden kanns nicht.


    Grüße,
    Hannes

  • Zitat

    alleine der sound der Tiere beim Fliegen ist schon gänsehautwürdig.


    Da krieg ich doch glatt musikalische Visionen von Schlagzeug, E-Bass, Cello, a la "Another one bites the dust", was dann langsam zu Bienensound und Schmetterlingsflug übergeht, um im Finale die Botschaft zu transportieren "Wir sind alle in Gefahr, TUT endlich was!"....:lol:
    Sorry für OT :oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin, moin,


    also ich habe hier in der Nachbarschaft eigentlich jedes Jahr irgendwo ein Nest und sehe jedes Jahr welche. Wespen allerdings auch, an einen klaren Antagonismus glaube ich da nicht. Auf jeden Fall sind es schöne Tiere, und den Bienen haben sie bis jetzt keinen Schaden getan, wenn auch einzelne Bienchen wegefangen... Ein kleiner Nachschwarm kriegte jede Nacht Hornissenbesuch, man sah auf der Windel die Beine und Flügel von 3 oder 4 Bienen pro Nacht, immer an der selben Stelle. >2000 Varroen in der ersten Behandlung und zur Halbzeit der zweiten um 400 sind sicher problematischer, aber ich hoffe, auch das werden sie überstehen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo zusammen,


    ich hatte in diesem Sommer reichlich Gelegenheit Hornissen und Wespen am Bienenstand zu beobachten.
    Wann immer ich da war, flogen 2-3 Hornissen gleichzeitig um die Kästen und fingen Bienen, und zwar schon deutlich mehr als "hier und da mal eine".
    Wenn sie eine Biene hatten, ging´s kurz ins Gesträuch, Biene zerlegen, aufmümmeln (dabei dachte ich, die bringen die Beute ins Nest um die Brut zu füttern) und ab zur nächsten Jagdrunde.


    Also entweder hab ich doofe Bienen, oder besonders geschickte Hornissen im Garten.
    Ich konnte aber nie beobachten, das eine Hornisse sich eine Wespe fing, obwohl es davon hier mehr als genug gab und noch gibt.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • :wink: Heike, auch deren Brut hat keine Zähne zum Fleisch kauen, die müssen das schon vorverdaut kriegen....


    Und wenn's bei dir mehr Bienen als Wespen als Opfer sind, würd ich mal die Fluglochgröße/Breite hinterfragen.
    Meine Bienis mit den Winz-Fluglöchern landen ziemlich schnell und punktgenau und sind drin, da haben die Hornissen eher keine Chance.


    Und mit den Wespen war es dieses Jahr hier nicht so wild, meist waren irgendwelche Raupen und Falter von Eichen und Weiden die Opfer. Die Erlen hatten dieses Jahr auch eine Raupenplage, da waren auch viele Wespen unterwegs, die aufpassen mußten, daß sie nicht selbst Futter wurden.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    ich hatte eher das Gefühl, daß gerade die eingeengten Fluglöcher ein Problem waren. In dem zeitweilig davor herrschenden Stau hatten die Hornissen besonders schnell eine Biene zu packen.


    Gruß, Heike


    P.S. Wie meinst Du das, das die Wespen bei der Raupenplage aufpassen mußten, nicht selbst Futter zu werden?

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Daß die jagenden Wespen beim Fertigmachen der Beute wie Flügel und Beine abbbeißen bei den Faltern und Zerlegen der Raupen (und dabei ruhig sitzend) dann selbst von Hornissen erwischt wurden.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich denke Hornissen fliegen sich auf eine Nahrungsquelle ebenso ein wie Bienen, ich hab ihnen zugesehen wie die ein Nest mit Erdwespen ausgeräubert haben, die wurden immer weniger bis schließlich irgendwann kein Flugbetrieb mehr war. An den Bienenkästen hab ich trotz Hornissennest am Giebel und Fluglöcher über die ganze Beutenbreite keine räubern sehen.
    Gruß Hermann

  • Hach, immertragende Pflaumenbäume müßte es geben. Da ist man beim Pflücken nie allein im Baum und kann Hornissen, Wespen und Bienen in schönster Eintracht beieinander bestaunen. :-D


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)