Winterfutter, wie schwer muss ein Volk sein

  • Hallo
    Ich wollte gerne mal wissen, wie schwer ein Volk im Zander auf 2 Magzinen schwer sein muss wenn man es eingefutter hat.
    Ich futter mit Sirup und dort wo ich den Sirup kaufe, sagt mir das ein Liter zirka einem Klio enspricht.

  • Kann Dir keiner beantworten - hängt doch vom Beutensystem und -gewicht ab; zudem schwankt Holz ja auch recht stark im Gewicht.
    Ich füttere 14 Apiinvert ein; viele aber empfehlen 20 kg, grad in frischeren Lagen als in der Großstadt. Also immer rein mit dem guten Zeug; besser im Frühjahr entnehmen als verhungerte Völker ausräumen-müssen...


    Grüße
    Melanie

  • ... Also immer rein mit dem guten Zeug; besser im Frühjahr entnehmen als verhungerte Völker ausräumen-müssen...


    ...


    Sehe ich nicht ganz so. Die Bienen lagern das gute Zeugs ein, bis die letzte Zelle voll ist. Die Folge ist, dass sie zu wenig Winterbienen erbrüten und wenn es kalt wird keinen Platz haben die Winterkugel zu bilden. In der Winterkugel darf kein Futter sein, dieses nimmt zu viel Energie auf.


    Gruß
    Werner

  • Leere Tara-Beute mit ausgebauten Waben zusammenstellen und wiegen. Etwa 3kg Bienen dazurechnen. Großzügigen Winterbedarf addieren. Je nach Standort 14-18kg.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Sehe ich nicht ganz so. Die Bienen lagern das gute Zeugs ein, bis die letzte Zelle voll ist. Die Folge ist, dass sie zu wenig Winterbienen erbrüten und wenn es kalt wird keinen Platz haben die Winterkugel zu bilden. In der Winterkugel darf kein Futter sein, dieses nimmt zu viel Energie auf.


    Gruß
    Werner


    Vorbild sollte doch die Natur selber sein.
    Wer fragt hier nach wie viel Futter eingelagert wird,das muss das Volk selber wissen>kann es auch in der Regel noch.
    Menschliche Eingriffe durch Züchtung,wie schwerwiegend sind sie?:confused:

    Gruß Bruno *Was wir wissen,ist ein Tropfen;was wir nicht wissen,ein Ozean.* (Newton)

  • Zitat

    Ich wollte gerne mal wissen, wie schwer ein Volk im Zander auf 2 Magzinen schwer sein muss wenn man es eingefutter hat.
    Ich futter mit Sirup und dort wo ich den Sirup kaufe, sagt mir das ein Liter zirka einem Klio enspricht.

    Das hat man mit der Zeit im Griff. Eine Beute muss schwer sein aber noch mit einer Hand anhebbar. Ein Liter Honig würde mehr wiegen als 1 kg und so dürfte es auch bei Sirup sein. Wiege doch mal selber.


    Rechne auch mal selber. in einem 20 l Kanister sind 28 kg Sirup.


    Remstalimker


    Lösung:
    20 l wiegen 28 kg
    1 l wiegt 28 kg : 20 = 1,4 kg

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wer fragt hier nach wie viel Futter eingelagert wird,das muss das Volk selber wissen>kann es auch ...

    Der Werner hat da schon völlig Recht. Ein überfüttertes Volk geht entweder an Platz- oder Bienenmangel ein oder kommt im Frühjahr nicht in die Gänge, weil es die Kiste nicht warm kriegt. Genau in der Futtermenge liegt auch das Problem der einzargigen oder einräumigen Überwinterung. Viele die so knapp überwintern füttern ganz planmäßig im Frühjahr nach, um die Kisten nicht im Herbst komplett zuzufüttern.


    Die Natur bietet spät auch keine Trachten mehr. Bringt der Sommer nochmal ordentlich Tracht und damit Enge, geht halt noch ein Schwarm ab und nimmt Flugbienen und Honig mit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ein überfüttertes Volk geht entweder an Platz- oder Bienenmangel ein oder kommt im Frühjahr nicht in die Gänge, weil es die Kiste nicht warm kriegt. Genau in der Futtermenge liegt auch das Problem der einzargigen oder einräumigen Überwinterung. Viele die so knapp überwintern füttern ganz planmäßig im Frühjahr nach, um die Kisten nicht im Herbst komplett zuzufüttern.


    Dann oute ich mich mal als "Überfütterer". Bei mir sind auch noch ein paar Beuten DNM in Betrieb. Einen Ableger hab' ich letztes Jahr langsam und gleichmäßig aufgefüttert, damit Platz für die Brut bleibt, und dann Mitte September noch mal ein Stoß Futter, bis er angefangen hat mit warreanischem Stabilbau. So dann überwintert und das Volk war dieses Jahr top.:daumen:
    Und weil das so gut geklappt hat lief es dieses Jahr wieder so.
    (Nur bei einzargigen Ablegern auf DNM, bei Zweizargern und größeren Maßen ist ja Raum für Brut und Futter.)


    Die Zellen sind damit ja auch nicht ganz zu. Den leichtesten Ableger hab' ich am Wochenende durchgesehen, der hatte noch 5 halbe Waben Brut, Platz der später offen ist.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Hallo Bruno,


    Henry hat bereits alles gesagt.


    Ich möchte es nur um folgenden Gedanken ergänzen: In der Natur gibt es um diese Jahreszeit nicht mehr endlos Futter. Der Imker kann aber immer wieder einen Kübel aufsetzten (außer er lebt in einer Gegend, wo Zucker rationiert ist:p) Sirup macht es dem Imker noch einfacher. Kanister hoch, einfüllen fertig. Ich habe zwei Winter gebraucht um diesen Fehler zu bemerken. Ich habe zwei zweizargige Kisten abgeräumt, keine Bienen aber 20 volle Rähmchen Futter.


    Gruß
    Werner

  • Einer meiner Drei Ableger (Ursprünglich ein kleiner Schwarm mit einer Drei Jahre alten Königin) habe ich leider überfüttert. Ich mache mir jetzt den Gedanken dieses Volk mit einen anderen Ableger zu vereinigen, was meint ihr?

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

  • Nimm' doch einfach Randwaben raus und gib paar leere bebrütete in die Mitte. Haste keine Waben mehr - mußte halt 's Futter wieder ausschleudern. Ist der Schwarm groß genug kannste auch leere Waben untersetzen. Raum zum Brüten und Warten muß halt da sein für etwa 10.001 Bienen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Winterfutter, wie schwer muss ein Volk sein .



    Mein Pate sagte immer. Ein leeren Baurahmen seitlich außen reinhängen, und so lange füttern, bis die Bienen anfangen auszubauen und Futter lagern. Dann ist genügend da.
    Mfg.papa