• Warum können sich nicht ein paar Leute zusammentun? Einige wenige Vereine, die einen Schleuderraum oder eine Leihschleuder haben, soll es ja geben...


    Unsere umliegenden Vereine haben das auch nicht, aber nen Haufen Anfänger aus diversen Kursen. Deshalb habe ich jetzt vor, mir einen Schleuderraum einzurichten (leider nicht im "Guido-Format" :-( ), der hätte dann einen Zugang von außen und dort können auch andere Imker schleudern. Warum denn nicht?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Im Nachbarort mietet ein Kollege für wenig Geld das Kelterhaus des Obst-und Gartenbauvereins.
    Tipptop gefliest, Abfluss im Boden, einschließlich Dampferzeuger alles da. Nur die Schleuder muss er leider immer noch hinwuchten.

  • Liebe "Imkergemeinde", ich suche nach einer Möglichkeit, in einem Zelt zukünftig zu schleudern, da bei uns im Haus die Räumlichkeiten recht begrenzt sind. Ein Problem sehe ich aber in der Dichtigkeit bezüglich Mäusen oder auch Ameisen.
    Gibt es da Erfahrungen von Euch?
    Grüße, Björn


    Hallo Björn . Schleudern im Zelt ist wegen der Hygienevorschriften nicht mehr erlaubt . Gestattet sind nur noch Geflieste Räume mit fließend warmes und kaltes Wasser usw.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Björn . Schleudern im Zelt ist wegen der Hygienevorschriften nicht mehr erlaubt . Gestattet sind nur noch Geflieste Räume mit fließend warmes und kaltes Wasser usw.


    Gruß Josef


    Gefliester Raum mit Wasseranschluss = Küche. Soll es meinen Informationen nach in fast jedem deutschen Haushalt geben.


    Bei den Anforderungen an den Schleuderraum sollte man es aber auch nicht übertreiben, der Raum muss keineswegs zwingend gefliest sein. Was sichergestellt sein muss, ist eine ordentliche Hygiene. Dazu gehören ausreichende Einrichtungen zur ordentlichen Reinigung von Gerätschaften und Imker und ein Raum, bei dem gewährleistet ist, dass keine fremden Stoffe versehentlich in den Honig gelangen. Gefliest ist natürlich optimal, jede andere Oberfläche an Fußboden und Wänden, die sich ordentlich reinigen lässt geht aber auch. Eine Garage (natürlich ohne Auto, Winterreifen oder andere Schmutzträger und vor dem Schleudern entsprechend gereinigt) ist da durchaus keine schlechte Alternative. In einem Zelt wäre mir der Aufwand für eine ordentliche Hygiene und die erforderliche Bienendichtheit zu hoch.


  • Habe keine Lust wegen 4 Völkern alles vom Garten in ein geliehenes Auto zu packen um 10 Kilometer weit zu fahren um genau dann dort zu schleudern wo einmal im Jahr immer alle gleichzeitg schleudern wollen .. :wink:


    Lieber habe ich einen an der Waffel und leiste mir für 400 Alpentaler ein genügendes, hygienisch einwandfreies Schleuderchen.
    Die Küche bleibt dann - im Gegensatz zum externen Schleuderraum - nicht für 360 Tage im Jahr leer, sondern ist ein bis zweimal im Jahr noch wichtiger als sonst.
    Einzig Katze hat dann keinen Zugang. Sie erträgts mit Gelassenheit. :-D


    PS: meine Küche ist nicht gefliesst sondern hat einen geölten, sauberen Eichenparkett. Mache ich mich nun strafbar ? :p :wink:

  • Ja!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Fliesen sind leichter zu erkennen als Genpollen :wink: Es erleichtert das Gewissen ungemein, wenn man so sauber arbeitet.


    Wo wir es hinbringen mit diesen Auflagen in der Imkerei? Frag die Milchbauern, die haben es schon hinter sich.


    Damit ich nicht missverstanden werden, sauberes Arbeiten muss sein!


    Gruß
    Werner

  • @ Olivier :
    Hallo Olivier, meine Situation ist ähnlich wie Deine : Ich habe mir auch eine eigene neue Schleuder geleistet, es wiederstrebt mir zudem, die Waben in ein Auto zu packen und sie dann durch die Gegend zu fahren, viel Zeit in der Koordination mit anderen Imkern/in Wartezeit zu verliern (außerdem dauert es ja doch einige Zeit, bis der gesamte Honig aus der Schleuder gelaufen ist) während ich zwei Jahre die Erfahrung gemacht habe, dass das Schleudern zu Hause (in einem bodengefließten Raum, welchen ich nächstes Jahr aber leider nicht mehr nutzen kann, da ihn meine Frau dringend für ihre Ausbildung braucht) etwas so Ruhiges und - ich will sagen - auch Idyllisches hat.
    Die Küche ist wegen unserer beiden kleinen Kinder und dem Hund und seinen Haaren auch kein Thema, dass die Zeltlösung nicht optimal ist, sehe ich auch ein, also denke ich an einen Bauwagen, ein Baumarkt-Gartenhäuschen (Ausstellungsstück) oder an eine selbstgemauerte Hütte von etwa 10qm.
    Mal schauen - das Thema scheint aber doch für Viele interessant zu sein, wenn ich die vielen Beiträge sehe.
    Viele Grüße
    Björn

  • Hallo!


    Das ist alles hauptsächlich eine Frage der Menge: wer 4 Völklein im Garten hält, schleudert nicht für den Verkauf sondern produziert Honig für den Eigenbedarf. Den kann man schleudern, oder pressen oder abtropfen lassen oder ... wo und wie man will. Ich habe einige Jahre lang im Kleingarten unter offenem Himmel geschleudert. Abends nach Sonnenuntergang mit einer Gaslaterne am Laternenpfahl. Für die Schleuder und zum Abstellen der Zargen hatte ich mir im Gras eine kleine Fläche (1 x 3m) sauber betoniert. Eine Gartenhütte hatte ich dort auch, aber zum Schleudern im Sommer fand ich die frische Abendluft draußen besser. Einmal hatte ich über 50 Mückenstiche kassiert.


    Wenn meine Völkerzahl jedoch deutlich höher liegt und ich ein Lebensmittel zum Verkauf produzieren will, werden Arbeits- und Lagerflächen benötigt und müssen auch finanziert werden. So einfach ist das.


    Gruß vom Sammler

  • Also mit vier "Völklein" hatte ich einmal knapp drei Zentner geimkert, das machte 410 g am Tag - ich liebe Honig, aber ganz allein hat meine Familie das dann doch nicht bewältigen können :-).
    Natürlich müssen geeignete Flächen/Räume für die kommerzielle Produzierung vorhanden sein,eine gewisse Hygiene und Sauberkeit sind uns allen ein Anliegen, das bestreitet doch keiner, keiner jammert darüber. Und dass der Blick häufig so einseitig nur auf die imkerliche Hygiene und in viel zu geringem Ausmaße z.B. auf den Dreck, der täglich auf die Felder gespritzt werden darf, gerichtet wird, muss doch bei dieser Gelegenheit erwähnt werden können!
    Es gibt aber auch Kleinstimkereien mit bis zu zehn Völkern(so wie ich), welche improvisieren müssen und es ist doch sehr erstrebenswert, wenn auch diese wichtigen Kleinimker und Kleinunternehmer mit begrenzten finanziellen Mitteln die Bienenvorkommen erhöhen, damit Naturschutz betreiben und finanziell überleben können, sie haben überdies einen viel unmittelbareren Kontakt zu den Endkunden: wie oft thematisiere ich bei den häufigen Fragen nach dem Bienensterben die Themen Biologische Landwirtschaft, Verantwortung des Konsumenten oder des Kleingärtners, die poltische Ebene,etc.,etc..
    Und da gibt´s ja auch die bekannten Regelungen mit der Privatküche,etc. die kennen wir ja alle. Aber so einfach ist das eben nicht immer für jeden persönlich, da muss man schon nach Lösungen suchen. Da die Möglichkeit im eigenen Haus zu schleudern aber nächstes Jahr für mich persönlich nicht mehr besteht, habe ich ja diese Frage ins Forum gestellt und bin insgesamt auch mit der Resonanz (mit Ausnahme einiger weniger etwas grob anmutender Formulierungen) zufrieden, das gibt Denkanstöße - darum vernetzen wir ImkerInnen uns doch.
    Mit imkerlichen Grüßen
    Björn

  • Noch eine Möglichkeit:


    PKW-Anhänger mit Aufbau versehen und darin schleudern.
    Könnten sich auch mehrere zusammentun.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.