DN-Waben in 1.5 DN-Zarge?

  • Hallihallo,


    ich habe folgendes Problem:


    in meine neuen 1.5 DN-Zargen habe ich Mittelwände von K...mann eingelötet. Die wurden nur schlecht ausgebaut und sind teilweise ganz wellig. Zunächst hatte ich vermutet, ich sei zu doof, die großen MW richtig einzulöten und hätte den Kunstschwarm zur Besetzung der Zarge falsch gebildet :-(


    Jetzt hab ich im Bienenjournal gelesen, dass es wohl Schwierigkeiten mit gepanschtem Wachs gab und diese MW schlecht bestiftet werden und teilweise durch die Wärme im Stock aufweichen und zusammenrutschen. Genau solches ist bei mir zu beobachten. Ich scheine also etwas von dem gepanschten Wachs abbekommen zu haben. :evil:.


    Mal ganz abgesehen von etwaigen Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Lieferanten habe ich ein praktisches Problem: Ich habe keine vernünftigen Waben. Sicher, in einigen ist Futter eingelagert und Brut angelegt. Aber nicht ausreichend für eine ordentliche Überwinterung. Als Anfänger, zudem im ersten Jahr mit 1.5er Maß, habe ich keine ausgebauten 1.5-DN-Waben, die ich dort hineinhängen könnte. Also habe ich in der Not "normale" DN-Waben reingehängt, die auch bestiftet und mit Futter gefüllt wurden. Jetzt sind in der Zarge also große und kleine Waben gemischt.


    Kann das gutgehen? Sollte ich die sortieren, also die kleinen und die großen Waben jeweils nebeneinander? Oder mit DN-Waben auffüllen und die Bienen dazu bewegen, das Futter umzutragen und nicht mehr die großen Waben zu bestiften (wie?), so dass später alles auf DN hängt und in eine neue Zarge umgehängt werden kann? Neue Mittelwände werden jetzt ja wohl nicht mehr ausgebaut.


    Was ratet ihr mir?


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

  • N`Abend, Ralf!


    Ich würde die Bienen auf den Waben auf denen sie jetzt sitzen, einwintern, sprich behandeln, sofern noch nicht geschehen und dann langsam auffüttern.


    Im Frühjahr würde ich dann auf die 1,5er Zarge eine ebensolche mit passenden Rähmchen und MW`s drin aufsetzen. Die Bienen sollten diese dann bei passender Tracht, Wetter und Volksstärke innerhalb einer Woche zum Großteil ausgebaut haben. Kann auch länger dauern, je nach Zusammenspiel der o.g. Parameter.
    Danach ein AsG unter die obere Zarge legen, wenn die Königin sicher oben ist. Unten die Brut auslaufen lassen und die Waben entweder einschmelzen oder anderweitig verwenden. Gleichzeitig den 1. HR (mindestens, besser direkt 2) aufsetzen über wiederum AsG.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Ralf,
    vollständiges Einverständnis mit Patrick. Aber mit welchen Mittelwänden willst du im Frühjahr starten? Versuche es doch einmal mit Anfangsstreifen und Steckdrahtung, dann hast du auch keinen Ärger mit Mittelwänden. Der Ablauf ist dann etwas anders als durch Patrick beschrieben (sonst bekommst du ohne Mittelwände nur viel Drohnenbau):
    - Die DNM-Waben müssen an den Rand.
    - Erweitert wird über Einfügung von Baurahmen mit Anfangsstreifen und Steckdrahtung im Brutnest und entsprechender Entnahme von Randwaben.
    So wirst du die Waben mit dem falschen Maß los. Falls du mehr wissen willst, über PN.
    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,


    auch Dir erstmal herzlichen Dank für die Antwort. :p_flower01:


    Als Mittelwände wollte ich eigentlich meine bewährten von Hammann nehmen. DN einlöten und die Bienen das untere Drittel selbst weiterbauen lassen. Längerfristig schwebt mir Naturbau vor.


    Mal "für Dreijährige und Geschäftsführer" wie mein früherer Chef zu sagen pflegte: was ist "Steckdrahtung"? So was wie diese Mäander-Dinger? Ich habe fertig (horizontal) gedrahtete (modifizierte) Rähmchen vom Bienenweber. Wie befestigt man da die Anfangsstreifen? Ist ja ein bisschen Abstand bis zum ersten Draht. (Deshalb die Idee :u_idea_bulb02: mit den DN-Wänden, die kann ich wenigstens gut einlöten).


    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf (mit "f" ;-) )