Lebensdauer einer Brutwabe

  • Hallo liebe junge und erfahrene Imker,


    wie kennzeichnet Ihr die Waben im Brutraum? (Datum Jahr + Monat ....)


    Wie lange dürfen diese Waben in der Beute bleiben?


    Wann ist es am besten sie auszutauhen?


    Wie reinigt Ihr diese alte Rähmchen?


    (ich habe sie bisher weggeworfen, z.T. zusammen mit altem Wachs,
    oder ist es möglich das alte Wachs z.B. für Kerzen zu verwenden?)


    LG :p_flower01:

  • Hallo 123Sonne
    Nun ich schreibe jeweils das Datum mit einem Filzstift oder Kugelschreiber oben aufs Rähmchen, dann sieht man beim öffnen gleich wies ausschaut.Jahr genügt eigentlich, sie werden mit jeder bebrütung dunkler bis sie dann schwarz sind. Ich würde sie höchstens drei Jahre im Brutraum lassen und dann werden sie entsorgt, es gibt Imker die schmeissen sie nach zwei Jahren raus. Das heisst Rähmchen in den Dampfwachsschmelzer und holz wird im Cheminee verbrannt. Ich würde sie nicht noch länger verwenden aus Hygienischen Gründen und die Rähmchen kriegt man ja Spottbillig (auch in der Schweiz) Drohnenrahmen werde ch wohl vier oder fünf jahre verwenden. Am besten Tauschst du sie im Frühjahr aus wenn die unterste Zarge leer ist, einfach Zarge unten wegnehmen und eine neue mit Mittelwänden oben drauf. oder auch unter dem Jahr immer mal wider alte ganz an den Rand raus bis Brutfrei dann neue rein.
    Gruss aus der Schweiz

  • Danke für die Antwort Stef,


    bisher habe ich nur auf Dronenwabe ein D 
    mit einem wasserfestem Edding geschrieben (was mit der Zeit unleserlichwurde)
    ein Kugelschreiber ist evt. besser.


    Ich habe noch einige dunkle alte Waben (ich weiß nicht wie alt?),
    die ich vor einem Jahr mit dem Volk bekommen.


    Sie werden die letzte Zeit von den Bienen gemieden,
    sie lagern dort zwar Pollen ein , aber kein Winterfutter mehr.


    Kann ich sie jetzt noch austauschen?


    LG

  • Das "Einhängdatum" von Waben notiere ich nicht und werde es auch nicht notieren. Bei meinen Notizen zum Volk schreibe ich zwar, wann ich eine Wabe zugehangen habe, aber hier weiß ich nicht welche es war.


    Bei der Wabenerneuerung gehe ich wie im Lehrgang gezeigt vor (siehe Monatsbetrachtung Aug von Pia Aumeier, ab "Station 2"):


    Waben in einer Zarge stammen alle aus dem gleichen Jahr; im unteren, zweigeteilten (jaja, kein Dadant) Brutraum die älteren Waben, obendrauf die jüngeren. Im Herbst jeweils kommt obendrauf eine Zarge mit Waben aus dem ehemaligen Honigraum, das Brutnest wandert hoch. Danach kann man dann die unterste Zarge entfernen und die alten Waben werden im Dampfschmelzer eingeschmolzen.


    So sind die (Brut-)Waben jeweils maximal 2 Jahre alt.


    Ob ich alte Rähmchen säubere und erneut verwende oder verbrenne und neue kaufe, muss ich noch testen. Im Augenblick tendiere ich schon zum neu kaufen.

    Gruß, Chris

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Omni () aus folgendem Grund: Waben sind evtl. älter als 2 Jahre, aber nicht als Brutwabe

  • Hallo Sonne,
    ich imkere ja noch nicht so lange, aber um das altern der Waben zu beobachten, habe ich mir angewöhnt vorm Einhängen der MW einen Strich in Jahresfarbe mit Edding auf den Oberträger zu machen. Das hat außerdem den Vorteil, dass man die Waben nicht falschrum wieder einhängt, wenn alle Striche auf einer Seite der Kiste sind. Genaues Datum machtm.E. keinen Sinn, da jedes Volk anders baut. Wenn Du regelmäßig reinschaust merkst du schon, wer gut oder zögerlich baut.
    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • wie kennzeichnet Ihr die Waben im Brutraum? (Datum Jahr + Monat ....):


    Gar nicht.
    Bzw. manche (Wachsqualität) mit einer Reißzwecke in Jahresfarbe (Farbe, wie die Königinnen gezeichnet werden).



    Wie lange dürfen diese Waben in der Beute bleiben?:


    Solange, bis ich der Meinung bin, dass sie zu dunkel sind.



    Wann ist es am besten sie auszutauschen?


    Eigentlich aller 3-5 Jahre.



    Wie reinigt Ihr diese alte Rähmchen?


    Gar nicht. Die werden verbrannt.
    Das Wachs wird natürlich vorher ausgeschmolzen und entweder zu Kerzen oder zu Mittelwänden umgearbeitet.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo,
    es gibt da in der Literatur tolle Betriebsweisen mit automatischem Wabentausch. Ob das dann in der Praxis so läuft ist mit einem Fragezeichen zu versehen. So ökonomisch mit Strichchen und Reiszwecken ist das auch nicht. Hängt die Wabe in der Mitte ist sie schon nach wenigen Monaten kohlrabenschwarz (kolkrabenschwarz?). Wurde sie am Rande vergessen und wurde zur Futterwabe, bleibt sie lange hell. Aber das ist nur bei mir so.:lol:


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:


  • Ergänzend zu dieser Anleitung:


    • 1,5%ige Natronlauge reicht vollkommen, 3-5% ist nur bei Faulbrutsporen sinnvoll.
    • Ein Spülmaschinenumbau ist sehr zu empfehlen. Motor und Heizung (Thermostat ist i.d.R. am Heizstab) direkt betreiben und die Laugenpumpe ebenfalls. Elektronik, Wasseraufbereitung etc. ist alles überflüssig und sollte raus.
    • 5 Ltr. Wasser in die Spülmaschine kippen, das Natrongranulat direkt in die trockene aufgeklappte Edelstahltür (nicht in den Waschpulverbehälter), Klappe zu - fertig. Völlig gefahrlos.
    • Motor und Heizung ein, 20 Min. warten, Motor und Heizung aus, Laugenpumpe ein ... aus -fertig.
  • Ich persönlch lasse keine Wabe älter als 2 Jahre werden. Rähmchen werden nicht markiert am Volk wird vermerkt, wann es erstellt wurde.
    Dann wird total bauerneuert und nach auslaufen der Brut kommen die in den SOWA.


    Die Rähmchen werden grob gereinigt und kommen dann wieder in das Volk. Der Aufwand mit Natron und Spülmaschine ist mir einfach zu groß. Ich kann mir nicht vorstellen, das das Holzrähmchen ein Krankheitsherd ist. Wenn ich schaue, wie die Rähmchen meiner alten Imkerkollegen ausschauen und die haben keine Probleme mit Krankheiten, da mach ich mir bei mir absolut keine Sorgen. Viel wichtiger ist es regelmäßig die Waben neu bauen zu lassen.


    Und das die Rähmchen spottbillig sind, kann ich nicht bestätigen. 90 cent in Teilen ist nicht grad günstig, ich bin aber auch kein Großverdiener.:roll: Alle ein oder 2 Jahre ein paar Hundert Rähmchen, das spürt man schon.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, das das Holzrähmchen ein Krankheitsherd ist.


    Naja, Deine Vorstellung in Ehren. Bei uns (Großraum Mittelfranken) wird z.B. fast in jedem Jahr irgendwo AFB festgestellt, immer in Verbindung mit Sperrbezirken. Gegen diese Sporen hilft nur wirksames desinfizieren oder verbrennen. Und in die Spülmaschine passt auch eine ganze Zarge rein.

  • Hallo,
    es gibt da in der Literatur tolle Betriebsweisen mit automatischem Wabentausch. Ob das dann in der Praxis so läuft ist mit einem Fragezeichen zu versehen. So ökonomisch mit Strichchen und Reiszwecken ist das auch nicht. Hängt die Wabe in der Mitte ist sie schon nach wenigen Monaten kohlrabenschwarz (kolkrabenschwarz?). Wurde sie am Rande vergessen und wurde zur Futterwabe, bleibt sie lange hell. Aber das ist nur bei mir so.:lol:
    Remstalimker


    Die Literatur kenne ich auch. Hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Paten darüber.


    Ich: "Und im Frühjahr nehme ich dann die untere Zarge weg und obendrauf kommen die Honigwaben vom letzten Jahr.


    Mein Pate:"Ja,ja, das hat bei mir nie funktioniert, weil im unteren Raum immer Brut drin war. Aber bei Dir kann's natürlich anders sein." :eek::wink:


    Ich lass mich dann mal überraschen.


    Gruß
    Katrin


  • Ich: "Und im Frühjahr nehme ich dann die untere Zarge weg und obendrauf kommen die Honigwaben vom letzten Jahr.


    Mein Pate:"Ja,ja, das hat bei mir nie funktioniert, weil im unteren Raum immer Brut drin war. Aber bei Dir kann's natürlich anders sein." :eek::wink:


    Ich habe es jetzt vor ein oder zwei Wochen gemacht, obendrauf einen alten Honigraum, 3 Wochen gewartet und unten war tatsächlich alles frei.