Königin per Luftpost

  • @ Lothar:
    *hm* Zur Lösung dieser Aufgabe versuche ich mich in den ein oder anderen Nachbarn von mir zu versetzen, welche die "korrekte Mülltrennung" zur ihrer Lebensaufgabe gemacht haben und komme zu folgendem Ergebnis:
    - Teeblätter: Biomüll
    - Beutel/Schnur: Restmüll
    - Klammer: Wiederverwertbarer Müll / Gelber Sack
    - Papierchen: Papiermüll


    Bisher entsorgte ich sie allerdings sämtlich über den Restmüll. :daumen:


    Und ging es hier nicht mal um Königinnen? :Biene:

  • Hallo Cyberdrohn,
    damit tun Deine Nachbarn mehr für Umwelt- und Naturschutz wie die Jäger.
    Duck und weg
    Lothar
    und: ja, es ging um Königinnen.

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Angesichts meines Vorhabens inszeniere ich gerade gedanklich verschiedenste Missgeschicks Szenarien, die sich ereignen könnten, wenn ich demnächst erstmals unbegattete Königinnen vom

    Züchter einweisele. In Begattungseinheiten im Standmaß Dadant 12er, nach Zellenbrechen nach 9 Tagen. Die Zellen breche ich erst nach dem ich den Postumschlag erhalten habe (Zustellung bei uns in der Regel in der Mittagszeit ) In diesem Faden habe ich gefunden :


    Stelle jedoch vorher sicher, dass der/die Empfänger/in diesen Umschlag gleich an einen kühlen Ort legen kann. Dann können sie abends eingeweiselt werden.


    Heidjer Wolfgang

    Wenn es summt, Päckchen nicht in den Briefkasten werfen, sondern hinter dem Haus in den Schatten.


    Gruß
    Remstalimker


    Ich weisle in MiniPlus Magazine ohne offene Brut ein und gebe erst nach einem Tag die Königinnen frei.


    Remstalimker

    Sobald ich also den Briefumschlag erhalten habe, öffnen, kühl und schattig legen. Als Erstver-

    sorgung mit Honigwasser besprühen ?

    Wenn die Königinnen da sind, würdet Ihr abends einweiseln oder am nächsten Tag ? Im neuesten

    Rundbrief der Bieneninstitute gibt es den Vorschlag, die Königin über Nacht einzuhängen und am nächsten Tag zu schauen, ob sich die Bienen leicht vom Käfig lösen lassen ( alles o.k. , weil nicht

    aggressiv ) . Ich weiß aber nicht, ob sich das nur auf begattete Königinnen bezieht.

    Noch eine Frage : Am Tag des Eintreffens hagelt und stürmt es so, dass auch mit Gartenschirm haltendem bestem Ehemann von allen nichts zu machen ist an den Beuten. Wie versorge ich dann

    die Königinnen ( drei ) adäquat ?

    Puh, hört sich für Euch sicher an, als ob ich mich in Raketentechnik einarbeiten wollte :roll:...

    Beruhigungsdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen :cool: - Danke !

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Einfach tief durchatmen und notfalls nächsten Tag einweiseln.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • So terminieren

    das die Königinnen für entweiselte Einheiten

    am 8 Tag eintreffen

    dann hat man eine Tag Zeit

    falls das Wetter nicht mitspielt

    auf jeden Fall nach 9 Tagen Zellen brechen

    falls die Königinnen sich verspäten eine neue Wabe reinhängen
    und vor dem Zusetzen wieder raus


    Gruß Uwe

  • Ich habe letztes Jahr einige Weisel mit der Zweitschlupfzelle eingeweiselt hat jedesmal funtioniert.

    Also ich war angenehm überrascht.

    -weiselloses Volk ohne offene Brut

    -Zelle vorbereiten -->mit (dünnem)Wachsdeckel versehen und kleines Loch durchs Wachs stechen

    -Königin in die Zelle reinlaufen lassen

    -die Zelle dann an einem Oberträger feststecken.

    das wars

    soll besonders bei Versandköniginnen gut gehen

    sonst habe ich meist mit einem Aufsteckkäfig eingeweiselt, ist aber arbeitsaufwändiger geht aber auch.

    ich kann nur vermuten das so gut geht weil die Weisel eben "schlüft"

    hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen.

    VG

    Martin

  • Ich weiß nicht Martin, ich bin da zwiegespalten, weil ich meine da ist viel Mystik, was da reininterpretiert wird.

    Der Schlupfvorgang einer Königin erfolgt dann doch ein wenig anders und der Pheromonhaushalt einer frisch geschlüpften Königin zu einer etwas älteren sollte auch anders sein. Und wer Bienen viel Gespühr und empfindlichen Geruchssinn nachsagt, der sollte damit ein Bienenvolk nicht mit überlisten können.

    Was aber gleich ist, das die Königin in ihrer Zelle Fühlerkontakt mit der Außenwelt aufnehmen kann und sich selbst entscheiden kann, ob sie heraus kommt oder nicht. Bei zu stürmischer Begrüßung kann sie so noch in der Zelle bleiben und muss nicht panisch über die Rähmchen flüchten, was dann natürlich wieder zu einer nicht gewünschten Reaktion des Volkes führen könnte.


    Ich meine kein wesentlichen Unterschied, zwischen einfach auf Oberträger setzten und Zweitschlupzelle bemerkt zu haben, außer das alles andere aufwendiger gegenüber dem Oberträger ist. Darum bin ich auch vom durch Flugloch einlaufen der Königin wieder weg. Das ist mir alles zuviel rumgemehre.

    Ich habe auch bisher bis auf wenige Ausnahmen keine all zu komplizierten Um-/Einweiselungen machen müssen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich war letztes Jahr bei zwei Königinnen zu spät (dürfte an fehlenden Umlarvkünsten liegen), konnte diese aber gerade noch greifen, bevor sie zu viel Schaden angerichtet haben. In der Not habe ich die offenen Weiselzellen mit einem dünnen Wachsfilm mit Löchlein wieder verschlossen, die frisch geschlüpften Königinnen wieder da rein und diese dann so in die Begattungsvölklein eingeweiselt. Kleiner Aufwand für ein gutes Gefühl. Hat bestens geklappt, aber natürlich keine weitere Aussagekraft. Ich finde die Idee pfiffig! :)

  • falls die Königinnen sich verspäten eine neue Wabe reinhängen
    und vor dem Zusetzen wieder raus


    Gruß Uwe

    Darauf wäre ich selbst nie gekommen, gelesen habe ich es auch noch nirgendwo. Vielen Dank
    allen für die Hinweise.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Zweitschlupfzelle funktioniert super, auch bei Versandköniginnen und offener Brut, da kannst du es mit auf den Oberträger setzen komplett vergessen.


    Alternativ geht ein Kunstschwarm immer und man spart sich das rumgemurkse mit dem Zellenbrechen und übersehen.

  • Sobald ich also den Briefumschlag erhalten habe, öffnen, kühl und schattig legen. Als Erstver-

    sorgung mit Honigwasser besprühen ?

    Was heißt hier "kühl"? Ich würde die bei ca. 25 Grad und 60-70% Luftfeuchte zwischenlagern...

    (Nach dem eintreffen kurz mit Wasser besprühen ist auch gut...)

  • Was heißt hier "kühl"? Ich würde die bei ca. 25 Grad und 60-70% Luftfeuchte zwischenlagern...

    (Nach dem eintreffen kurz mit Wasser besprühen ist auch gut...)

    oder n Tempo mit Wasser feucht machen und auf den Käfig legen, so das sie dran saugen können.

  • Was heißt hier "kühl"? Ich würde die bei ca. 25 Grad und 60-70% Luftfeuchte zwischenlagern...

    (Nach dem eintreffen kurz mit Wasser besprühen ist auch gut...)

    oder n Tempo mit Wasser feucht machen und auf den Käfig legen, so das sie dran saugen können.

    Solange die Umgebungsluft nicht unter 15 Grad oder über 30 Grad hat funktioniert das auch - mehr der weniger.... ;-) ...

  • robirot, FranzXR

    Danke nochmals für Eure Tipps. Jedoch werde ich Angesichts der Wetterentwicklung den Versand der Königinnen stoppen und sie dem Züchter zur freien Verfügung lassen. Die Wahrscheinlichkeit,

    dass aus meinen bereits gebildeten Begattungseinheiten für mich brauchbare Königinnen entstehen, schätze ich durchaus passabel ein . Dieses Frühjahr ( ? ) ist schon ungewöhnlich...


    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...