Brauche dringend Rat: Meine Bienen haben erst 5 Waben ausgebaut

  • Hi,


    Da ich unbedingt imkern will, habe ich am 1. Juni von einem Imker einen Ableger bekommen. Anfangs sahen sie gesund aus und entwickelt sich schnell. Leider stellte ich aber fest dass meine Bienen seit einiger Zeit mehr Honig verbrauchen als sie einbringen. Meine erste Frage an euch ist nun ob mein Volk es überhaupt über den Winter schafft. Immerhin ist es ein einzargiges Volk das nur 5 Zanderrähmchen bebaut hat. Meine andere Frage ist, wie das nun mit der Einwinterung ist. Was muss ich im Imkerladen alles besorgen wie oft und im welchen Abstand anwenden und wann und wieviel soll ich füttern.


    Ich danke euch herzlichst für eure rasche Hilfe

  • Hallo Neueinsteiger,


    ich denke, da brauchts ein paar Info´s mehr. Was hast Du bis jetzt gemacht?


    Gefüttert? Wann, was, wieviel?


    Gegen Varroa behandelt? Wann? Womit? Wie?


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)


  • Nein, leider habe ich noch nichts gemacht. Eigentlich wollte ich das mit meinem Onkel, der Imker war, besprechen und machen, aber der kommt doch erst wieder in einer Monat. Jetzt hab ich ein Problem.



    Danke und schöne Grüße

  • Mein dringender Rat:


    Lese mindestens zwei Bücher über Imkerei und/oder besuche so schnell wie möglich einen Imkerkurs bei einem Imkerverein in der Nähe.
    Suche dir einen Imkerpaten, der dich in die Imkerei praktisch einweist, frage den Imker, von dem Du den Ableger bekommen hast´, ob er dazu bereit ist oder jemanden empfehlen kann.


    Als Sofortmaßnahme:


    Füttern, füttern, füttern.


    Dazu spätabends die Folie die oben auf den Rähmchen liegen sollte ein Stück zurückziehen, dass ein Spalt von ein paar cm entsteht. Eine zweite leere Zarge aufsetzen in die ein leerer Tetrapack, ein Joghurteimer oder ein ähnliches Gefäß gestellt wird, das ausreichend mit Schwimmermaterial (Korken, Holzstücke, sauberes Stoh o.ä.) versehen ist, damit die Bienen nicht ertrinken.
    Dieses Gefäß füllst Du mit Zuckerwasser etwa 1:1.


    Der Futterbehälter sollte jetzt möglichst nicht für längere Zeit leer sein. Immer am späten Abend, wenn der Flugbetrieb eingestellt ist wird nachgefüllt.
    Auf diese Art solltest Du mindestens 10 - 15 Zucker ins Volk einfüttern.


    Etwa nach der Hälfte der Einfütterung sollte noch eine Varroabehandlung mit Ameisensäure durchgeführt werden. Da es schon recht spät im Bienenjahr ist und Du noch nicht behandelt hast würde ich mit Schwammtuch von oben (Suchfunktion hier im Forum benutzen) behandeln.

  • Jetzt hab ich ein Problem.


    Wohl eher Deine Bienen!


    Normalerweise antworte ich nicht auf Anfängerfragen, weil ich mich selbst noch als Anfänger sehe. Daher gleich meine Bitte an die Erfahrenen, meine Antwort ggf. zu korrigieren, bzw. zu ergänzen.


    Ich gebe bei der Ablegerbildung einige Futterwaben hinzu. (War das bei Deinem Ableger der Fall?) Dann füttere ich kontinuierlich 1:1 Zuckerwasser in kleinen Mengen. Das hält den Bautrieb aufrecht.


    Ob jetzt noch 1:1 angebracht ist, mögen bitte die Erfahreneren beantworten.


    Auf jeden Fall brauchen Deine Bienen Futter!
    Wie sieht es auf den Waben aus? Wieviel Brut? Sind noch Futterkränze vorhanden? Leere Zellen?
    Wenn Du zuviel Futter auf einmal gibst, schränkst Du evtl. den Platz zum Brüten ein.


    Auch die Varroabehandlung sollte jetzt sehr zügig gemacht werden. Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, womit Du behandeln wirst?


    Nochwas: aus welcher Gegend kommst Du? Vielleicht kann Dir jemand helfen, der in der Nähe ist.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Als ich meinen 5-Waben-Ableger (Zander) bekommen habe, habe ich direkt mit einer Wabe erweitert (also 6 Waben in der Zarge), die neue Wabe aber an das Brutnest (falls das nicht über alle 5 Waben geht nicht nach ganz aussen), neben die letzte Wabe ein aufgeschnittenes Tetra-Pak mit ca 400 ml 3:2 Zuckerlösung (und Stöckchen als Kletterhilfe), 3-4 Tage später war das Futter weg - direkt wieder gefüttert. Die Wabe war innerhalb einer Woche ausgebaut, dann direkt nächste Wabe rein und wieder Füttern.
    Innerhalb 3 Wochen war die Zarge mit zehn Waben voll und das Futter stand auf den Waben in einer zusätzlichen Leerzarge.


    Was ich gelernt habe ist der stete Futterfluss wichtig, damit weiter Waben ausgebaut werden.


    Noch etwas: Fülle mal das Profil (besonders interessant ist immer die ungefähre Position) aus, vielleicht liest hier jemand mit der dann sogar Hilfe anbietet und sogar bei Dir vorbeischaut.



  • Vielen Dank du hast mir schon sehr geholfen!


    Aber wie viel Zuckerwasser und wie oft soll ich füttern. Soll ich dann wenn ich die hälfte eingefüttert habe nur 1x mit 2ml pro Wabe AS behandeln.





    PS: Danke nochmal!


  • Nein, mein Ableger hat bis jetzt leider noch kein Futter oder Futterwaben bekommen. Ich komm aus Nordschwaben in Bayern, bei mir im Dorf gibt es leider keinen Imker



    Danke dir

  • Der Futterbehälter sollte jetzt möglichst nicht für längere Zeit leer sein. Immer am späten Abend, wenn der Flugbetrieb eingestellt ist wird nachgefüllt.


    Was ich gelernt habe ist der stete Futterfluss wichtig, damit weiter Waben ausgebaut werden.


    Sprich: Die Bienen sollten nicht "trockenlaufen". Jeden Abend wieder auffüllen. Wenn das Futter am nächsten Tag ganz leer ist, mehr für den nächsten Tag geben.
    Mit 300ml sollten sie auf jeden Fall erst einmal für eine Nacht beschäftigt sein.



    Wieviele Waben hast Du in der Beute? Mit Mittelwänden? Evtl. schon ausgebaut? Nur die oben erwähnten 5?
    Auf jeden Fall sollte Dein Volk für den Winter 10 ausgebaute Zanderwaben haben. sonst können sie nicht genügend Futter einlagern.

  • Hallo Neueinsteiger,


    (hast Du auch einen "richtigen" Namen?:wink:)


    gibt es denn in Deiner Umgebung einen Imkerverein? Vielleicht könnte Dir von dort jemand helfen.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Sprich: Die Bienen sollten nicht "trockenlaufen". Jeden Abend wieder auffüllen. Wenn das Futter am nächsten Tag ganz leer ist, mehr für den nächsten Tag geben.
    Mit 300ml sollten sie auf jeden Fall erst einmal für eine Nacht beschäftigt sein.



    Wieviele Waben hast Du in der Beute? Mit Mittelwänden? Evtl. schon ausgebaut? Nur die oben erwähnten 5?
    Auf jeden Fall sollte Dein Volk für den Winter 10 ausgebaute Zanderwaben haben. sonst können sie nicht genügend Futter einlagern.


    Leider sind es nur die 5 ausgebauten Waben mit Brut und wenig Honig in den restlichen 6 Rähmchen sind Mittelwände. Soll ich nun 1:1 oder 3 Zucker : 2 Wasser füttern?


    Danke euch


  • Der Imkerverein ist zwar 10 km Entfernt von mir, aber wenn ich nicht mehr so viel um die Ohren hab, geh ich mal zu denen.


    Grüße, Michi

  • Leider sind es nur die 5 ausgebauten Waben mit Brut und wenig Honig in den restlichen 6 Rähmchen sind Mittelwände. Soll ich nun 1:1 oder 3 Zucker : 2 Wasser füttern?


    Danke euch


    Bei 11 Rähmchen vermute ich bei dir Segeberger Beuten, oder?
    Also mit jetzt 5 Waben wirds sowieseo ein wenig eng, vor allem hat der arme Ableger hungern müssen. Ich würde jetzt mal eine gute Woche lang jeden Tag 2l 1:1 füttern damit der Bautrieb vielleicht noch etwas angeregt werden kann und noch etwas mehr Brut erzeugt wird. Dann eine Woche Pause einlegen und nachschauen was sich getan hat. Wenn die Massnahme erfolgreich war, 3:2 weiterfüttern und hoffen ...


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space