Elfte Wabe raus ?

  • Hallo Miteinander,


    um im nächsten Frühjahr nicht alle elf Waben in der Segeberger hoffnungslos miteinander verkittet vorzufinden, habe ich gehört, gibt es die Massnahme, auf nur 10 Waben überwintern zu lassen. - Hat jemand damit Erfahrung ? Und wann ist der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der elften Wabe ?


    Mit Dank im Voraus und freundlichen Grüssen


    Benjabien

  • Vor dem Einfüttern rausnehmen .
    Gibt mehr " Luft " zu den Außenwänden - beugt Schimmelbildung , vor allem in unterer Zarge, vor.


    Gruß hannes


    PS: Das hoffnungslose Verkitten ist aber nich so hoffnungslos.

  • Hallo Miteinander,


    um im nächsten Frühjahr nicht alle elf Waben in der Segeberger hoffnungslos miteinander verkittet vorzufinden, habe ich gehört, gibt es die Massnahme, auf nur 10 Waben überwintern zu lassen. - Hat jemand damit Erfahrung ? Und wann ist der richtige Zeitpunkt für die Entnahme der elften Wabe ?


    Ich glaube nicht dass man das Verkitten so in den Griff bekommt. Es gibt halt Völker, die kitten sehr stark. Grundsätzlich würde ich bei Überwinterung auf einer Zarge keine Wabe entfernen. Nimmt man die Wabe jetzt heraus, dann dürfte das Volk Wildbau errichten. Nimmt man sie z. B. Anfang Oktober heraus, dann dürfte sie bereits mit Winterfutter vollgetragen worden sein. Und hängt man im Frühjahr die elfte Wabe nicht früh genug ein dann könnte es je nachdem wo sich die Wintertraube befunden hat erneut Wildbau geben.


    Anders sieht es aus wenn man auf zwei Zargen überwintert. Da gibt es durchaus Empfehlungen, die beiden äußersten Waben zu entfernen.


    Grüße


    Ulrich

  • Moin, moin,


    man kann auch statt dessen ein Schied einhängen. Das hat den Vorteil, beim Ziehen keine Bienen zu rollen und nach dem Ziehen Platz zum Verschieben der Rähmchen zu bieten. Wenn man das im Oktober rausnimmt, kann man den Wabenblock zentrieren, wenn man möchte.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo,
    wichtig ist meiner Meinung nach das die Holzrähmchen der Waben zumindest nicht an beiden Seiten bis dicht an der Zarge sitzen. Ich verwende überwiegend Holzmagazine die für 12 Rähmchen gebaut sind. Die neuen Rähmchen mit Hoffmannseiten passen erst mal problemlos rein. Mit der Zeit ist kein Abstand zur Zargenwand mehr. Bei 12 Rähmchen über Winter die im Herbst schon straf sitzen hab ich es erlebt, daß im Frühjahr die Waben nicht mehr zu ziehen waren. Der Oberträger war das Teil, daß man als erstes einzeln in der Hand hatte. Mit Zange und Gewalt mußte ich dann die Seiteteile entfernen. Die Bienen und ich waren gleichermassen wenig begeistert. Wenn erstmal ein Rähmchen raus ist, läßt sich der Rest mit dem Stockmeisel problemlos lösen.
    Daher sollte vor dem Winter mindestens auf einer Seite der Hoffmannrähmchen zur Zarge etwas Luft sein.


    Das man auf mindestens 2 Zargen überwintert, außer bei Großwaben setze ich voraus. Wenn das Volk im Verhältnis zu den vorhandenen Waben zu stark ist und somit eigendlich mehr Waben möchte muß man mit Verbau rechnen.


    Grüße
    Thomas

  • Hmhm....


    und genau deswegen werde ich die Segeberger 11-Wabenquetsche, die noch bei meinem Vater steht im Frühjahr umwohnen in Dadant!


    Schön:


    Schied raus, evtl. noch eine Wabe hinter dem Schied raus und zur Seite stellen und dann in einem Brutraum gemütlich blättern. :cool::daumen:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Die 11. Wabe muss vor dem Einfüttern raus, damit kein Winterfutter darin eingelagert wird. Im Frühjahr bei einer frühen Nachschau wieder rein bzw Baurahmen einsetzen, sonst errichten die Bienen Wildbau in den vergrößerten Zwischenräumen zwischen den Rähmchen und der Zargenwand.


    Mein "Lehrmeister" und Imkerpate hat so seine ganzen Bienenvölker die in 10er DNM-Zargen saßen einzargig, d.h. auf 9 DN-Waben überwintert.
    Vorteile:
    kein Verschimmeln der Randwaben.
    deutlich weniger Probleme mit verkittetem Wabenbau, weil genug Platz zum Arbeiten ist.


    Nachteile:
    weniger Platz für Winterfütterung, deshalb frühe Nachschau und evt. zuhängen von Futterwaben oder Notfütterung auf jeden Fall durchzuführen
    wer im Frühjahr zu spät nachschaut hat entweder verhungerte Völker oder Wildbau, der nur mit großem Aufwand wieder zu entfernen ist.


  • Mein "Lehrmeister" und Imkerpate hat so seine ganzen Bienenvölker die in 10er DNM-Zargen saßen einzargig, d.h. auf 9 DN-Waben überwintert.


    Hallo Wulle,
    ich staune, 1 Magazinzarge mit offenem Boden und 9 DN Waben? Sicher waren die Völker nicht so groß?
    Grüße
    Thomas

  • Hallo


    wenn die Hoffmannrähmchen richtig sauber sind an den Stellen wo sie zusammenstoßen, haben 11 Rähmchen bequem in der Segeberger Platz, deshalb lasse ich sie auch drin. Eine Entnahme im Frühling ist ja auch noch möglich.
    Die Rähmchen sollten im Herbst an den Hofmannflanken gesäubert werden, denn da klebt manchmal bis zu 2mm Kittharz dran, dann ist auch genug Platz in der Zarge.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Wulle,
    ich staune, 1 Magazinzarge mit offenem Boden und 9 DN Waben? Sicher waren die Völker nicht so groß?
    Grüße
    Thomas


    Zur Überwinterung reicht es offenbar. Im Frühjahr brauchen diese Völker schnell eine zweite Zarge und evt. eine Notfütterung. Der Honigertrag der so überwinterten Völker war nicht geringer als bei zweizargig überwinterten Völkern.

  • Hallöle Imkers,


    also ich kann aus eigener leidvoller (Für die Bienen und für mich) Erfahrung sagen, dass ich NIEMALS mehr 11 Rähmchen über Winter im Volk lassen werde, Besonders, wenn man mit Hoffmannrähmchen imkert. DIeses Frühjahr war es eine sehr schweißtreibende und rähmchenvernichtende Arbeit die hoffnungslos verkitteten Oberseiten zu trennen.


    Reinhard- wie entfernst Du denn das Propalis von den besetzten Waben? Ich habe immer Probleme das voll besetzte Rähmchen irgendwo abzustellen und dann ordentlich festzuhalten um das Harz mit dem Meißel dann abzukratzen.