Wie siehts bei Euch aus (Varroabefall 2011)?

  • Hallo zusammen,


    nach der ersten Behandlung AS Anfang August läuft nun bei mir das Einfüttern. Ich bin teilweise sehr erschrocken über die Massen von Milben, die in den Windeln liegen. Sogar die Ableger haben teilweise immensen Milbenfall. Langsam lässt nun der Milbenfall mit Schlüpfen weiterer Brut naturgemäß wieder nach, aber es bleibt ein ungutes Gefühl.


    Hier bleibt wie immer die Frage ob nun die AS so toll gewirkt hat oder es einfach so viele sind...


    Die Entwicklung der Insekten scheint ja durch das diesjährige Klima begünstigt gewesen zu sein. Es gibt Wespen, Ohrenzwicker, Ameisen... - alles zu Hauf. Und eben auch Milben. Natürlich waren meine Bienen in diesem Jahr auch super kräftig und alle Ableger sind super stark geworden.


    Jedenfalls hab ich in den kurzen 5 Jahren Imkerei, die ich dabei bin noch nicht so ein (erschreckendes) Ergebnis auf den Windeln gehabt. Noch scheint alles in Ordnung zu sein - ich bin aber in Alarmbereitschaft... (kontrollieren - kontrollieren - kontrollieren)


    Bin ich allein mit dieser Ansicht ? Was sind Eure Erfahrungen in diesem Jahr?


    Gruß
    Christian

  • In welcher Größenordnung bewegt sich das denn bei Dir?


    Ich habe hier ein Volk bei dem nun - zum Ende der ApiLife Var Behandlung - etwa vier, oder fünf Milben pro Tag abfallen. Die anderen zeigen derzeit keinen Befall mehr an. Eine dritte Behandlung möchte ich daher eigentlich nicht machen. Leider ist es mir jetzt für Brutentnahme begleitet mit Bienenwohl etwas zu spät im Jahr. Das wird zum Winter hin sicher noch mal ungemütlich...

  • Hallo Myricin,
    ich habe mit Absicht keine Zahlen gepostet.
    Meine Völker mit meiner Betriebsweise mit meiner Tracht und meinem Wetter sind nicht vergleichbar mit deinen.
    Außerdem kann ich mich nur immer wieder wiederholen.
    Es ist nicht wichtig, was abfällt an Milben, sondern was noch drin ist.
    Daher kann ich nur noch einmal auf eine Befallskontrolle verweisen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael,


    mir ist leider nicht ganz klar warum Du derart grantig reagierst. Aber bevor hier wieder eine Horde mobbender xxx mit ihrem xxx Bashing beginnt möchte ich nur eines klarstellen: Unabhängig von Betriebsweise, Witterung, usw. haben wir alle das gleiche Problem mit der Varroamilbe. Und ich weiß, dass es kein gutes Zeichen ist, wenn die Milben direkt nach der Behandlung derart präsent sind und fühle mich derzeit reichlich unwohl diesbezüglich und bin gelinde gesagt auch mehr als verunsichert. Daher hat mich dein Beitrag gleich angesprochen, da ich offenkundig nicht alleine bin mit dem Problem.


    Das Du aber die Gelegenheit nutzt und gleich die ideologische Keule der Befallsabschätzung auspackst war mir nicht bewußt. Mir ist das egal, ob jemand seine Bienen abtötet und auswäscht, sie pudert und siebt, die Milben akribisch zählt, oder auf der Unterlage einfach grob abschätzt - meine Vorgehensweise - ich weiß nur, dass wenn auf der Unterlage welche liegen, dass auch noch reichlich welche im Volk sind. Und da ich unterstelle, dass der Abfall mit dem Befall durchaus korreliert habe ich den recht dehnbaren Begriff "der Massen" hinterfragt. Es geschah nicht in böser Absicht, sondern sollte lediglich meiner Orientierung dienen.


    Andreas

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  • bei mir sehr wenig.


    Zur Weidenblüte habe ich gezählt: 1-2 Totenfall pro Tag
    Letzte Woche wieder: 0-1 Totenfall pro Tag


    1. AS Behandlung: ca. 15 Milben bisher


    das sah bei mir letztes Jahr anders aus ..


    LG von der Förde
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Hallo, Myricin


    ich habe noch keine Milben gezählt. Während der Behandlung und eine Weile danach ist das zeitaufwändig und wohl auch nicht sinnvoll. Aber um eine Zahl zu nennen: Auf den Windeln lagen nach ein paar Tagen nach Behandlungsbeginn bei Wirtschaftsvölkern z.T. sicher über 1000 Milben. Aber wie Michael sagt: Das kann man nicht so vergleichen...


    Was mich wundert, dass in der Gegend bei uns alle im Moment scheinbar aufs M**l gefallen sind. Da traut sich keiner offen auszusprechen, dass er starken Milbenbefall hat (oder bin ich am Ende doch der Einzige). Aber das glaube ich nicht wirklich. Das Thema wird gemieden. Man könnte ja doch was falsch gemacht haben...


    Ich hatte nur den subjektiven Eindruck, dass es noch niemals so massiv bei so vielen Völkern war. Ausreisser hatte ich schon immer. Aber diesmal ist es erschreckend durchgängig...


    Die Milbenzählerei geht ja jetzt erst los - während der Einfütterung. So kann ich mir die Kandidaten notieren und vormerken auf die ich ein besonders wachsames Auge haben werde (nachbehandeln und so).


    Ich habe mir im Frühjahr mal so eine "Oxalbratpfanne" besorgt. Der Einsatz ist nicht erlaubt - ich weiß. Es gibt wohl durchaus positive Erfahrungen damit - das weiß ich aus der Imkerschaft in meiner Nähe. Leider sind unsere Institute ja nicht in der Lage den Imkern eine Lösung zu präsentieren. Und die Verbände kuschen. Aber wie sagte Ekkehart Hülsmann in Buchen auf dem Landesimkertag im März diesen Jahres (vielleicht nicht ganz wörtlich): "Ich kenne allein in Baden-Württemberg 17.000 erfolgreiche Bienenforscher!". Das hat mir Mut gemacht.


    Jedenfalls fühlt sich der Griff dieser Pfanne an, wie der einer "Notbremse" :-)


    Gruß
    Christian

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Veet ()

  • Hallo Veet,


    drei meiner Völker, ein letztjähriger Schwarm und 2 letztjährige Ableger haben auch wirklich massiven Milbenbefall!!!
    Nach der 5. AS- Behandlung mit Schwammtuch hab ich jetzt einen Milbenfall von 1-2 pro Tag. Die Völker sind aber auch "übervoll" Die Königinnen legen alle trotz AS-Behandlung. Das verunsichert mich schon und ich bin gespannt, was bei diesem Schlupf noch fällt.
    Sollte es jetzt doch noch mal mehr werden, mache ich KS und eine Milchsäurebehandlung, auch der auslaufenden Brut.


    Die anderen Völker sind nahezu unauffällig. Kaum Milbenfall. Weder vor noch nach der Behandlung. Aber ich bin in HabAchtStellung. Ist auch erst mein 2. Bienenjahr.
    Mein Pate, der Milchsäurepabst, steht bei mir auch schon in Lauerstellung.
    Er hat weit weniger Befall. Behandelt jetzt im 5. Jahr nur mit MS.


    Gruß
    Katrin

  • Hallo Andreas,


    es stand nicht in meiner Absicht, Dich in irgend einer Weise grantig anzufahren.
    Wenn das so rüberkam, dann entschuldige dies bitte. Es war mir nicht bewusst, und es war nicht meine Absicht.
    Ich wollte nur ausdrücken, dass die Befallszahl sehr unterschiedlich ist. Auch bei mir stehen Völker mit 100 gefallenen Milben neben solchen, die hatten 4000 und mehr.
    Und ich persönlich finde die Ermittlung des Befalls nicht als so schlimm an, und sie ergibt mir Sicherheit.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Bei mir ist der Befall auch sehr unterschiedlich, aber insgesamt sehr niedrig.
    Das macht micht etwas stutzig, da die Völker seit Anfang März durchgehend sehr stark sind.
    Ich hab letzte Woche noch von einigen KS gemacht, da jede Menge Bienen aus den HR in den Beuten sonst nix mehr zu tun gehabt hätten.
    Ich werde auf jeden Fall sehr aufmerksam sein.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Bei mir war der natürliche Fall Ende Juli (soweit ich das messen kann) bei 5-20 / Tag.


    Aber die Behandlung wirkt. Im Sommer werden meine Bienis etwas stichiger; kaum ist ein paar Tage der Verdunster drin, da sind sie wieder friedlich wie die Lämmchen.:daumen:

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Es scheint überwiegend das gleiche Bild zu sein:


    Milben, Milben und nochmals Milben.


    Bie den diesjährigen Ablegern und Kunstschwärmen ist der Befall nicht besonders hoch.


    Die Altvölker haben Milbenmengen, wie ich sie noch nie erlebt habe. Bei einem Volk lagen am Tag nach der Behandlung die Milben nicht nur nebeneinander sondern regelrecht aufeinander auf der Windel. Bei allen Vereinskollegen mit denen mich unterhalten habe sieht's genauso aus.


    Einziger Trost: Offensichtlich hat die Behandlung gut gewirkt.

  • Ich hör auch aus allen Ecken: Tendenziell moderater Befall, aber auf jedem Stand einige wenige Völker mit massivem Befall.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter