seltsame Situation: Königin da, Stifte da, keine Rundmaden

  • Hallo allerseits,


    habe momentan eine mir unerklärliches Problem mit einem Ableger: Königin mehrfach gesehen, jede Menge Stifte, guter Futter und Pollenvorrat - soweit alles bestens. Letzte Woche sah das auch so aus(hatte allerdings nicht alles auseinander genommen), also ging ich davon aus das diese Woche Rundmaden sowie verdeckelte Brut zu finden ist-Fehlanzeige! Dafür jede Menge Drohnen - in den anderen Völkern sind kaum noch welche. Kann aber auch keine Nachschaffungszelle finden - nicht mal einen Ansatz davon.Kann es sein das die Königin Eier legt welche nicht überlebensfähig sind oder sich nicht weiterentwickeln? Habe mit einiger Zeit Unterbrechung schon seit ca. 20 Jahren Bienen-so etwas aber noch nicht erlebt. Habt ihr schon mal ähnliches erlebt? Hat von euch jemand eine Idee was die Ursache sein kann?

  • Aber du weißt sicher dass AS die Brut schädigt und das kann hier der Fall gewesen sein.
    Wart mal ein paar Tage und schau nochmal wie dann die Brut aussieht.

    Gruß Thomas -- Wer Tipfehler findet, darf sie gerne behalten. :-)

  • Hallo Sandro!


    Ich hätte auch sofort auf die AS-Behandlung getippt. War bei meinen Ablegern auch nicht anders. Auch wenn die Verdunstungsrate in Ordnung ist, ist mit der Schädigung der offenen Brut zu rechnen. Verdeckelte Brut entwickelt sich normal weiter.


    MfG
    Honigmaul

  • hallo, noch mal den Stand der Dinge:


    habe auf euere Empfehlung noch mal etwas abgewartet, die Problematik hat sich allerdings nicht verändert, und somit habe ich die Notbremse gezogen. Königin abgedrückt und mit einem anderen Ableger vereinigt.


    Trotzdem verstehe ich die Ursache noch nicht, und würde gern wissen und verstehen woran es lag. Hattet ihr schon mal den Fall das eine Königin ev. durch die Ameisensäure so geschädigt wurde das sie zwar stiftet, aber sich die Eier nicht weiterentwickeln(auch wenn die Behandlung schon über 14 Tage zurückliegt), oder ist euch eine Krankheit diesbezüglich bekannt?

  • Bei mir kamen diesen Sommer gleich zehn von meinen Ablegern nicht recht voran. Mittelwände gegeben, wurden gut ausgebaut, gut bestiftet, aber keine bzw. kaum Brut drin aufgezogen. Ich konnte mir überhaupt keinen Reim drauf machen. Daraufhin Hinweis eines Kollegen: Deutsches Bienen Journal, Hefte August und September 2011: Gepanschtes Wachs auf dem Markt => Einbrechen ausgebauter Mittelwände, ganz lückenhafte Brutbilder. Ich habe eine Wachsanalyse meiner MWe machen lassen, Resultat: hochgradig verfälschtes Wachs. Mir ging ein Licht auf: Weisel stiftet, Bienen räumen aus. Frust, immerhin Erkenntnisgewinn. Bei Dir Ähnliches denkbar ?
    Herzlichst,
    Baudus

  • [QUOTE=Baudus;286291 Bei Dir Ähnliches denkbar ?
    [/QUOTE]
    Kann bei mir nicht der Fall sein, da es sich zum größten Teil um bereits bebrütete Waben handelt und bei keinem anderen Volk das Problem auftrat, alle haben die gleichen Mittelwände. Trotzdem danke für diesen Hinweis.

  • Ich habe dieses Jahr bei einem noch nicht behandelten Ableger gleiches Phänomen, Königin von Hochzeitsflug zurück, Stifte, aber keine entwickelten Maden, ?! Ist jetzt ne Woche her, dass ich die ersten Stifte gesehen habe und heute dann auch wieder nur schön gesetzte Stifte.

  • Eventuell nur unbegattete Eier und somit räumen die Arbeiter die Larven wieder raus... würden ja nicht in die Zelle passen die Drohnen. Sollte in einer Woche es sich nicht ändern hat die Königin eine Macke.

  • Ich habe dieses Jahr bei einem noch nicht behandelten Ableger gleiches Phänomen, Königin von Hochzeitsflug zurück, Stifte, aber keine entwickelten Maden, ?! Ist jetzt ne Woche her, dass ich die ersten Stifte gesehen habe und heute dann auch wieder nur schön gesetzte Stifte.

    Hallo Abeec, sicherlich hast Du daran gedacht, dass der Ableger einen Futterstrom braucht. Was auch eine Möglichkeit sein könnte, ist verunreinigtes Wachs. Hatte ich vor ein paar Jahren mal. Immer wieder der gleiche Zyklus: Stifte, manchmal kleine Maden, dann wieder leer. Die Ableger kamen und kamen nicht hoch. Erst im Rahmen der Diskussion über Wachsverunreinigung bin ich auf den Trichter gekommen, Naturwabenbau anzusetzen. Und siehe da, alles klappte wunderbar.

    Liebe Grüße, Ralf