Varroa - neuer Theoriegedanke zur Bekämpfung

  • Durch das Lesen (der ganzen 10 Seiten) des Freds: Varroapopulationsdynamik und Faktoren wieder mal ein Theoriegedanke zur Varroabekämpfung:


    Wenn man das ganze Jahr hinweg durch eine größere Anzahl von Drohnenrahmen, die man nicht schneidet, die Varroa zulässt - basierend auf dem Gedanken und der Theorie sie möge dann auch hauptsächlich in diesen Rahmen bleiben - könnte man die Arbeiterinnenbrut davor "schützen". Eine Sommerbehandlung dann mit OS Bedampfung / Besprühung oder Milchsäure - Behandlungen die für das Volk weitgehend nicht so hart sind wie die AS (und weniger Temperaturabhängig) und auch die Brut nicht tötet - wird die Milbe geschwächt/reduziert um eine ausreichende Anzahl von Winterbienen zu erhalten damit das Volk gut in den Winter kommt. Die Behandlungen im August und Oktober an je 2 Tagen im Abstand von ca. einer Woche. In der Brutfreien Zeit im Winter dann noch einmal eine OS Bedampfung / Beträufelung um die Milbe weitgehend aus den Völkern zu bekommen und das Volk wieder gut in das Frühjahr startet.


    Was späche dagegen? (lassen wir mal bitte weg das OS Bedampfng nicht erlaubt ist, es ist ja nur ein theoretischer Gedanke) Man spart sich den "Hammer" Ameisensäure, lässt die Völker mehr mit der Milbe leben und schädigt Brut, Bienen und evtl. Königin nicht so sehr?!

  • Hallo,


    und was ist mit den Milben IN der Drohnenbrut?
    Du mußt den Zeitpunkt abpassen, wo ihnen (ausgehend von Deinem oben geäußerten Gedanken) die Drohnenbrut noch "reicht", ein Volk wird nicht bei mehreren Drohnenrahmen auch ungewöhnlich viel Drohnenbrut heranziehen, immer nur das übliche bzw notwendige Maß.
    Mit den Drohnen geschlüpfte Milben gehen auf Reise....


    Auch nur spontane Gedanken dazu.



    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hab ich Dich richtig verstanden:


    Drohnenrahmen nicht schneiden (:daumen:)
    Im Sommer (1x) begasen, bringt gar nichts
    Im Sommer mehrmals begasen
    Im August und im Oktober AS
    Im Winter mit OS


    So ganz vestehe ich Dein Konzept nicht,bis auf das Begasen im Sommer ist das nichts neues.

  • Nein falsch! Ich meinte:


    - Drohnenbrut nicht schneiden, vielleicht sogar einen Rahmen mehr geben als sonst (rechts und links neben das Brutnest)
    - Bedampfen im August 2x und im September 2x
    - Bedampfen im Dezember 1x


    keine AS! Ich finde AS ist das schlimmst was man einem Bienenvolk antun kann! Wer nicht sieht wie seine Völker leiden der lügt! Man muss Alternativen finden und die gibt es!

  • Du gehst davon aus, was Wissenschaftler und offiziell Bienenkundige über die Varroa wissen. Aber in Wirklichkeit wissen sie nicht viel. Beobachtungen von langjährigen Imkern bringen nämlich anderes zutage, als in der offiziellen Varroapopulationsdynamik dargestellt.
    So empfiehlt Pohl z.B., die erste Drohnenbrut unbedingt zu schneiden. Er geht mathematisch an die Sache ran, denkt, die erste Milbengeneration sei somit soweit dezimiert, dass das Volk keinen Schaden mehr bis zum Herbst nehmen kann. Mathematisch vollkommen korrekt und schlüssig. Nur geht die Rechnung irgendwie nicht auf, resp. wenn man es nicht so macht, treten trotzdem nicht unbedingt mehr Probleme auf. Der Grund ist folgender: Wenn die erste Drohnenbrut in einem Naturbauvolk erscheint, ist diese oft am Rand des Brutnestes. Diese Brut hilft wärmen (auch in Mittelwandvölkern). Die Arbeit müssen somit nicht mehr die Arbeiterinnen übernehmen. Mehr Futtersaft bleibt übrig für die gesamten Larven. In mit mehr Futtersaft gefütterten Larven können sich die Varroen weniger vermehren. Und: tritt ein Kälterückschlag ein, stirbt zuerst die Drohnenbrut. (Kàlterückschläge gibt es fast immer) Die Varroen krepieren mit. Es trifft aber nicht die mühsam aufgezogenen Arbeiterinnen.
    Eins greift ins andere. Es ist furchtbar kompliziert. Aber je weniger du machst, desto besser ist es.

  • Hallo,
    bedampfen mit OS hat nur Erfolg, wenn man über den Zeitraum verdeckelter Brut im Abstand von 3 Tagen bedampft; natürlich nach der Ernte. ( 4 Tage Abstand lässt einigen Milben wieder die Möglichkeit in verdeckelter Brut zu verschwinden- eigene Erfahrung-).
    Eine weitere Bedampfung in brutloser Zeit und die Bienen gehen stark und gesund über den Sommer - ohne Drohnenbrutschneiden- eigene Erfahrung...... kein Glaubensbekenntnis des Bienenpeters

  • @ Bienenpeter: Also innerhalb von 12 Tagen 4x?


    @ Imkerei Fläming: Vergleiche mal ein Volk nach bzw. während einer AS Behandlung und nach bzw. während einer OS Behandlung. Wer das sieht ist überzeugt. Während Du bei einer AS Behandlung das Gefühl hast sie würden schreien wenn sie könnten hast Du bei der OS Behandlung das gefühl sie merkens kaum. Wobei ich grundsätzlich hoffe, dass man von den Säuren allgemein weg kommt irgendwann!