Mit RDIF Königin finden?

  • Eine Frage an Elektroniker und -Bastler, die sich mit RDIF auskennen.


    Gäbe es Zeichenplättchen für Königinnen mit RDIF-Windungen, wäre es dann möglich, mittels eines einfachen RDIF-Scanners diese zu orten?


    Die RDIF-Plättchen sind ja passiv und wären für die Königin kein Unterschied zu einem normalen Plättchen. Das RDIF-Signal wird auch nur über sehr kurze Distanzen abgegeben (wie kurz weiß ich nicht).


    Wenn es die Möglichkeit gäbe, mit dem Scanner die Signalstärke zu messen, könnte man dann von außen die Wabe bestimmen, auf der die Königin sitzt?


    Oder gibt's das vielleicht schon?


    Gruß
    Günter

  • Die Idee hatte ich auch schon mal.
    Leider lässt sich das nicht verwirklichen.
    Die Reichweite einer bezahlbaren (u. transportablen) Antenne beträgt nur wenige Zentimeter.
    Außerdem ist es nicht möglich, einen RFID-Chip anzupeilen, die Dinger sind nur passiv.

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

  • Moin,


    mit RFID's werden bereits Königinnen und Bienen in Feldversuchen beklebt. Die verwendeten Transponder sind allesamt größer als die Plättchen und es kann jeweils nur wenige cm weit - also typischerweise am Flugloch - gelesen werden. Es ist auch möglich eine Wabe mit ansitzenden Bienen zwischen zwei "Kaufhaus"-Antenne durchzuführen und dann zu wissen welche Transponder auf der Wabe gefunden wurden. Das Problem bei RFID im Biobereich ist immer die Antennenproblematik im Chip. Das Lesegerät kann nur "hören" was der aktivierte Chip sendet. Wenn dessen Antenne schon keine Aktivierungsenergie empfangen kann, sendet nichts und das Lesegerät "hört" nichts. Blöderweise senden und empfangen Trandponder in aller Regel nicht in alle Richtungen gleich und es kann sein, daß Bienen verkehrtrum an der Antenne vorbeikriechen und sich nichts regt ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die Reichweite einer bezahlbaren (u. transportablen) Antenne beträgt nur wenige Zentimeter.
    Außerdem ist es nicht möglich, einen RFID-Chip anzupeilen, die Dinger sind nur passiv.


    Das stimmt nur teilweise und hängt von der Frequenz ab, mit der die Dinger angesteuert werden (Remote Coupling-Systeme).
    Bei passiven Systemen und 125 KHz beträgt die Reichweite: bis zu 30cm, bei 13.56MHz (HF) beträgt die Reichweite: bis zu 150 cm
    Das wäre durchaus ausreichend.
    In hoher Stückzahl hergestellt würden die Plättchen kostenmäßig im Cent-Bereich liegen.


    Prof. Tautz (Uni Würzburg) hat ja auch schon damit experimentiert, allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang. Er hat 3000 Bienen mit diesen Tags versehen.
    siehe hier

  • http://de.wikipedia.org/wiki/RFID:

    Zitat

    Damit ein Tag sowohl horizontal als auch vertikal gelesen werden kann, verwendet man häufig zirkulare Polarisation. Diese reduziert zwar das Signal-Rausch-Verhältnis, dafür ist irrelevant, in welcher Orientierung das Tag auf die Ware geklebt wird.


    Henry

    Zitat

    Das Problem bei RFID im Biobereich ist immer die Antennenproblematik im Chip.


    Ich weiß zwar nicht genau was das 'zirkulare Polaristion' bedeutet aber das klingt doch so, dass die Richtcharakteristik des Tags kugelförmig ist und damit das Signal rundherum empfangen werden kann. Die Ortung müsste dann mittels Feldstärkemessung funktionieren.

  • Dir RFID-Chips senden aber nicht aktiv, sondern beeinflussen nur ein Feld, das von der Antenne erzeugt wird.

    There are 10 kinds of people. Those who understand binary and those who don't!

  • Dir RFID-Chips senden aber nicht aktiv, sondern beeinflussen nur ein Feld, das von der Antenne erzeugt wird.


    Ja, das ist mir schon klar. Dann geschieht die Beeinflussung des Feldes halt kugelförmig und ist rundherum festzustellen. Anstelle der Feldstärke muss dann ein Maß für die Stärke dieser Beeinflussung herhalten - wenn überhaupt. Entschuldige meine ungenaue Verwendung von Begriffen, ich bin Maschinenbauer und kein Elektroniker.