In 24h 6,5kg Apiinvert leergefressen???

  • Hallo,


    ich habe am Wochenende abgeschleudert und die Waben noch 2 Tage auslecken lassen. Bevor ich AS-Behandlung mache, wollte ich noch auffüttern. Habe gestern bei 2 Völkern von 5 erstmal jeweils einen Futtereimer mit 6,5kg Apiinvert mit Styrodurstückchen als Hilfe für die Bienen oben reingestellt. Leerzarge drauf, Deckel drauf. Fluglöcher waren schon eingeengt. Fertig.


    Heute komme ich zu den Bienen und bei einem der beiden Völker sitzt nicht eine einzige Biene im Apiinvert, alles noch voll bis oben hin. Die interessieren sich gar nicht dafür. Beim anderen Volk hingegen ist viel Aktivität vorm Flugloch. Keine Kämpfereien zu sehen. Beim Reinschauen hängt vom Deckel schon eine Traube Bienen in den Eimer rein und derselbe ist komplett leer. 6,5kg Apiinvert in 24h leergefressen.


    Kann das wirklich sein? Oder wurden die ausgeräubert? Wenn ja, was kann ich da tun? Und warum will das andere Volk gar nix?


    Ich danke euch schonmal für Tipps...


    Gruß,


    BienenMartin

  • Und warum will das andere Volk gar nix?
    Gruß,BienenMartin


    Moin , Moin aus Hamburg,
    hast Du die Völker vorher gewogen ?
     
    Beste Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Nein, habe ich nicht. Ich habe sie eingeengt, aber nicht mehr nachgeschaut wie viel honig noch im brutraum ist. 1.zarge ist brutraum und 2.zarge ist voll mit ausgeleckten mittelwänden.


    warum fragst du?

  • Moin;Moin aus Hamburg,
    weil man vor dem Füttern eigentlich eine Gewichtkontrolle machen sollte. Geübte per Hand und am Anfang am Besten mit einer Federwaage. Du wirst erstaunt sein, wie unterschiedlich die Bienen auf einem Stand wiegen können. Deine eingehende Frage hättest du Dir dann auch selbst beantworten können, da Dein Volk entsprechend schwerer hätte sein müssen.
    Wenn Du Volk "A" mit 10 Kg auffütterst es aber nicht schwerer wird, dafür aber das ungefütterte Volk "B" 10 KG in 24 Std zunimmt liegt hier die Vermutung nahe, das da etwas nicht richtig ist.
    Also immer mal Gewichtkontrolle :wink:


    Beste Grüße
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo, ich schließe mich hier mit einer futterbezogenen Frage einfach mal an:


    Habe bisher meinen Bienen folgende Mischung verfüttert (in Summe): 12 kg Zucker : 8 l Wasser (also 2:1), wieviel Liter Zuckerwasser das dann sind, hab ich nicht nachgemessen (hat hier jemand eine gute (Faust-)Formel zur Hand?). Beide Völker werden das in weniger als einer Woche verputzt haben. Morgen schütte ich nochmal eine Mischung 4 kg Zucker : 2 l Wasser dazu, das entspricht dann in Summe mit der bisherigen Fütterung dem Inhalt eines meiner Adamfütterer.


    Beide Völker sind aus Nachschwärmen Ende Mai entstanden, ein Volk bewohnt nun 10, eines 8 Dadant-Waben (allerdings nicht komplett ausgebaute Waben, sondern in Abhängigkeit des Alters mal größerer, mal kleinerer Wabenbau -> Naturbau). Das 10er-Volk nimmt das Futter schneller ab. Da ich diesen Bienen dieses Jahr keinen Honig entnommen habe, wundere ich mich schon über diese starke Futterabnahme, dachte eigentlich, wenn man ihnen den Honig nicht nimmt, kommen sie auch so über den Winter (geht in der Natur ja auch nicht anders), aber diese starke Futterabnahme überrascht mich doch. Oder täusche ich mich da einfach und das ist alles im grünen Bereich?
    Futternotstand sollte es an meinem Standort keinesfalls geben.


    Und noch ein Rausschmeißer: Einer meiner Fütterer scheint ein kleines Leck zu haben (ganz toll, da erst in diesem Jahr gekauft!), an diesem Leck tummeln sich immer mind. ein Dutzend Wespen, die den süßen Saft lecken. Großartige Verluste sollte das ja nicht bescheren, aber bewirkt diese dauerhafte, dichte Anwesenheit der Wespen für die Bienen negatives?
    Die Wespen sind nur an der Außenwand der Beute, nicht im Inneren. Spontan tendiere ich ja dazu, dass es den Bienen nichts macht; gestützt auch durch meine Beobachtungen über ganz normalen Flugverkehr. Oder täusche ich mich (auch hier)?


    Viele Grüße,
    danke fürs fleißige Antworten,
    CyberDrohn

  • Ich würde das Leck dichtmachen, wegen Räubereigefahr. Und ich würde den Zucker 3:2 mit Wasser mischen, 2:1 erscheint mir als zu dünn, da haben die zuviel Wasser aus dem Stock zu fächeln, und du hast weniger Zucker pro Fütterung.
    Ach ja, wie Daniel schon schrieb, Gewichtskontrolle, dann kannst du auch abschätzen, ob sie genug haben oder nicht. Bei 10er Dadant würde ich das 8-Waben-Volk auf ca 40-42 Kilogramm mästen, das größere auf 43-45.

    Allerherzlichste Grüße aus Ribbeck


    - Die Photosynthese war eine gute Idee. -

  • Ich würde das Leck dichtmachen, wegen Räubereigefahr. Und ich würde den Zucker 3:2 mit Wasser mischen, 2:1 erscheint mir als zu dünn, da haben die zuviel Wasser aus dem Stock zu fächeln, und du hast weniger Zucker pro Fütterung.


    Hm,
    seit wann ist denn eine 2:1 Mischung dünner als eine 3:2 Zucker/Wasser-Lösung.:wink:
    -Uwe

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Moin


    Kannst Du mal erklären, wie Du 2:1 hinbekommen hast? Wenn ich 3:2 anmische, krümelt schon der erste Zucker heraus, selbst wenn ich heisses Wasser nehme. Im Imkerkurs wurde auch gesagt, dicker als 3:2 wird nicht klappen. Ich will auch mehr Zucker ins Wasser bekommen. Du hast da den Stein der Weis.. äh, Imker. :wink:


    Verwundert,
    Chris

  • Hallo Chris,


    auch ich koche nur mit Wasser. :wink:


    Da steckt aber kein großes Geheimnis dahinter der Stein der Imker ist wohl eher die varroa- und pestizidresistente Apis mellifera. :Biene:


    Mit 1 l heißem Wasser lösen sich 2 kg Zucker problemlos unter Rühren auf.


    Ich mische immer 4 kg Zucker mit 2 l Wasser auf einmal in einem Eimer an: 2 kg Zucker rein, dann 1,5 l heißes Wasser drüber, rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat (geht schnell), dann ein weiteres kg dazu, wieder rühren (auflösen dauert dann schon etwas länger) und dann das letzte kg sowie die letzten 0,5 l Wasser dazu, die sogar nur in Form von kaltem Wasser (Anm.: 1,5 l heißes Wasser deshalb, weil so viel auf einmal in meinen Wasserkocher passt und ich mir so das Extra-Aufkochen des letzten halben Liters sparen kann), wieder rühren und eine Stunde stehen lassen. Dann ist der Zucker komplett gelöst, ein paar Stunden später ist alles soweit runtergekühlt, dass es verfütterbar ist.
    Hat bei mir bisher immer wunderbar funktioniert.
    Zucker ist haushaltsüblicher Zucker aus dem Supermarkt.


    Das Anmischen ist insofern zeitaufwändig, da man das Wasser zum Kochen bringen und später Rühren muss. Bei meinen 2 Völkern ist das kein Ding, wenn du jetzt 20 Völker hast, wird das sicher schon ganz anders aussehen.


    Viele Grüße
    CyberDrohn