Schleudermotor mit 12V betreiben

  • Hallo,
    hat jemand schon Erfahrung damit einen 220V Schleudermotor (habe die 80W Schleuderhexe) mit einem 12 V Akku zu betreiben? Ich habe vor einiger Zeit mal einen 150W Spannungswandler dafür gekauft, aber der Motor lief damit nicht an. Später konnte ich einen 300W Wandler probieren, aber auch damit lief der Motor nur schlecht an und bei der kleinsten Schwierigkeit sprach die Schutzschaltung an und schaltete ab.
    Hat jemand Erfahrung damit? Muss man bei den Spannungswandlern auf etwas achten? Ist der Akku kritisch?
    Grüßle
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo


    Du brauchst ein Wechselrichter der aus DC AC macht.
    Und hast du mal gemessen ob auch die passende Spannung anlag?

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Danke für die schnelle Antwort, Ruben.
    Was ich oben beschrieben habe waren alles Wechselrichter von 12V DC auf 220V AC (oder meinetwegen 230V).
    Bezogen von Deutschland führendem Elektroniklieferanten (EBAY). Die Spannung wurde auch erreicht. Ich vermute eher, daß es am Anlaufstrom liegt. Aber nix genaues weiss ich auch nicht. Daher die Frage.
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo Wespenkönig,


    zum einen ist es der Anlaufstrom, zum anderen habe ich folgende Vermutung:
    Die billigen Wechselrichter sind Trapezwechselrichter. Es wird also kein sauberer Sinus wie er aus dem Netz kommt, erzeugt, sondern nur etwas "näherungsweise ähnliches"
    Eine Phasenanschnittsteuerung, könnte ich mir vorstellen, hat damit Probleme :-?
    Kannst du denn die Drehzahl (ohne Belastung) regeln, oder gibts da auch Probleme?
    Läuft der Motor aus niedriger Drehzahl an, oder brummt er da nur? Fliegt da der Wechselrichter raus? Wie sieht es bei max. Drehzahl aus? Was passiert, wenn du am Poti drehst?
    Es wird dich wohl nur ein Versuch weiter bringen. Ich würde mal leihweise einen "dicken" Wechselrichter probieren. Notfalls mußt du wohl das Widerrufsrecht beim Onlinekauf bemühen. Ist zwar nicht die feine Englische, aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, so du nicht jemanden kennst, der dir einen 1000 oder 2000W Wechselrichter borgt.


    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das die Anlaufströme bei vielen Verbrauchern ein Problem darstellen. Ich habe zum Campen einen 150W Wechselrichter und kann das Laptopladegerät nur ohne Laptop an den laufenden Wechselrichter anschließen. Damit starten geht nicht, mit Last (Laptop) gleich garnicht :evil:
    Ich weiß, das der Wirkungsgrad direkt von 12V ohne Umweg über die 220V besser wäre, aber ich will nicht alle paar Jahre fürs nächste Handy, Laptop etc. wieder ein weiteres 12V Ladegerät kaufen müssen. Für Netz ist immer eins dabei und das passt halt mit einem Wechselrichter :-D


    Gruß Gerald

  • Hallo,


    bei der Schleuderhexe handelt es sich meines Wissens nach um einen Repulsionsmotor, der nicht mit Gleichstrom betrieben werden kann. Dieser Motor ist für eine Sinusförmige Wechselspannung ausgelegt.
    Aus deinem "billigen" Wechselrichter kommt aber nur eine mehr oder weniger rechteckförmige Spannung die im Mittelwert wieder der Sinusspannung ähnelt.
    Daher können die Probleme beim Anlaufen sowie ein Auslösen der Thermosicherung herrühren. Wegen dem erhöten Gleichstromanteil.
    Ausserdem kann der hohe Anlaufstrom des Motors zu Problemen bei der Spannung am Wechselrichter kommen. Sprich die Spannun bricht im Einschaltmoment des Motors zusammen.
    Besser für Gleichstrom ist ein Universalmotor geeignet.


    MFG Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Hallo Wespenkönig!


    Bei den Spannungswandler muss man bedenken, dass auf der Versorgungsseite ein sehr hoher Strom fließt, bzw fließen sollte. Wenn man rechnet, dass bei 150 Watt Leistung auf der Versorgungsseite bereits mindestens 12,5 Ampere fließen, da ist aber noch überhaupt kein Verlust eingerechnet.


    Die Versorgungsleitung muss daher so kurz wie möglich und so stark wie möglich ausgelegt werden, damit die Leitungsverluste gering gehalten werden. Miss einmal die Spannung auf der 12 Volt-Seite beim Wandlereingang bei Belastung. Ich vermute, dass bei der Zuleitung die Schwachstelle ist und die Versorgungsspannung zu stark ab fällt.


    Wenn der Thermoschutz des Wandlers anspricht, ist das ein Zeichen, dass dem Gerät doch mehr Leistung abverlangt wird, als geplant.


    MfG
    Honigmaul

  • Inzwischen funktionierts. Mit einem 600W Wechselrichter läuft die Schleuderhexe (80W) problemlos. Der Anlaufstrom scheint eben sehr hoch zu sein.
    Die meisten Schleuderungen konnt ich diesen Sommer mit Solarstrom machen. Hat meist so 2 - 3 Stunden gedauert.
    Gruß


    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.


  • Die meisten Schleuderungen konnt ich diesen Sommer mit Solarstrom machen.


    Darf ich fragen, welches Solarpanel (Leistung etc.) und welchen Wechselrichter Du dabei benutzt?


    Ich trage mich auch wieder mit dem Gedanken, die Sonne zum Betreiben der Schleuder zu nutzen ....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Das Panel hat 20W Nennleistung und ist für 12V Systeme ausgelegt. Als Batterie verwende ich eine Autobatterie (glaube 35Ah). Die höhere Selbstendladung gegenüber einer speziellen Solarbatterie stört mich nicht. Für die Schleuderei reichts ja wenn 1 - 2 Wochen gespeichert wird.
    Wechselrichter war ein einfacher von Ebay. Ist mit kurzem Kabel fest an die Batterie angeschlossen und eingebaut. Wichtig ist die Überdimensionierung (600W für 80W Motor) weil er sonst nicht anläuft oder bei Lastwechsel gleich ausschaltet.
    Wie gesagt funktioniert und war nicht teuer.
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Ab einer gewissen Preisklasse haben die Wechselrichter Schaltungen, die kurzzeitiges Überlasten ermöglichen und zudem fette Kondensatoren im Eingang. Je teurer sie sind desto sinusförmiger ist auch ihr Ausgang. Das sind zwar nur Dauemnwerte, aber es erscheint nachvollziehbar, daß man teuren Schaltungsaufwand nicht für Zamping- und Schnullikleinstgeräte betreibt, in die ohnehin wieder jeder eine Wandler von 230V auf 14 oder 19V oder wasweißich Volt reinsteckt, die mit mehr Aufwand ihre Gleichspannung glätten - egal was sie im Eingang bekommen.


    Der Wandler in meiner Solaranlage hat 1300 Watt Nennleistung und kann tatsächlich auch Motoren in dieser Größe treiben. Aber frage nicht nach der Kabelstärke und dem Aufwand für 400Ah-Blei-Akkus ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder