Hungerstreik gegen Neonicotinoide (Italien)

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, sind hier einige Imker aus Italien in den Hungerstreik getreten, um gegen den Einsatz von Neonicotinoiden zu protestieren.


    Nach wiederholten Verlusten ihrer Völker in der Nähe eines Weinbaugebietes! In diesem Gebiet wurden weiterhin Neonicotinoide eingesetzt, wohl aufgrund eines "Notstandes".


    Siehe auf Italienisch: http://www.rfb.it/bastaveleni


    Siehe Maschinenübersetzung ins Deutsche: http://translate.google.de/translate?u=http%3A%2F%2Fwww.rfb.it%2Fbastaveleni&sl=it&tl=de&hl=&ie=UTF-8


    Freundliche Grüße
    Bernhard

  • die PSM Situation ist wohl in manchen Gegenden sehr Hoffnungslos, so dass der Hungerstreik wohl das letzte Mittel der Wahl zu sein scheint.


    Die entsprechende Mediale Aufmerksamkeit wird diese Aktion bestimmt erreichen!


    Wo könnte man seine Sypatie bzw. Unterstützung eintragen? kann jemand hier war einrichten?


    Wäre doch ganz toll, wenn sich viele Imker aus aller Welt hier irgendwo eintragen könnten um den Hungerstreikenden moralisch zu unterstützen?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Widerstand ist zwecklos.
    In Frankreich wurde gerade Cruiser OSR von Syngenta als Rapsbeize zugelassen. Die ersten Chargen gebeitztes Saatgut erreichen Luxemburg. Das Mittel ist in höchstem Masse Bienengefährlich. Steht sogar drauf. Die Bauern killen somit ihre Ertragssicherungstierchen.


    Unser Luxemburgisches Pendant zu eurem H. Sonnleitner kritisierte kürzlich die Biolandwirtschaft aufs heftigste: “Die Teller werden leer sein”
    und ”die moderne, derzeitige Landwirtschaft ist der beste Garant für nachhaltigen Naturschutz”
    sowie ”Gentechnik darf man nicht vollends verteufeln“


    Den Vogel abgeschossen haben die Biobauern selbst: eine Ausnahmegenehmigung wurde angefragt und auch erteilt um bei konventionellen Betrieben Stroh aufzukaufen, wegen der Trockenheit.


    NA DANN: GUTE NACHT

  • Hallo Luxnigra,
    bevor Du jetzt ins Bett gehst:
    Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat letztes Jahr in einer Verordnung die Verfütterung und Einstreu von Stroh*, das mit einem bestimmten Wirkstoff (Glyphosat, u.A. im "Roundup) behandelt wurde, verboten.
    Das sollten Eure Biolandwirte besser wissen, bevor sie dieses zukaufen.
    *Behandlung von Getreidepflanzen mein ich natürlich
    Viele Grüße
    Lothar


    Quelle: ein Artikel in Naturschutz heute Nr.3/11, Seite 46: Gift im Garten "Roundup" muss verboten werden

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ja Lothar, sollten sie. Aber gerade ein Biolandwirt den ich als integersten und engagiertesten kenne, und dessen Getreide sehr gut da steht, hat bei einem “normalen” Landwirt gekauft, der zwar kein Glyphosphat spritzt, aber sonst alles was die Berater ihm anraten. Sogar das neue Cruiser als Rapsbeize hat er sich andrehen lassen
    Ich verstehs einfach nicht mehr


  • aus: http://www.facebook.com/groups/200301480018356


    Es handelt sich um die italienischen Imker Renato Bologna und Marisa Valente. Sie haben geschworen, "wie die Bienen zu essen" - aus Protest gegen die Verwendung von Neonicotinoiden.


    Sie sagen, daß heute wissenschaftliche Beweise vorliegen, daß die Pestizide ihre Bienen töten. Sie verlangen von den italienischen Behörden, Maßnahmen zu ergreifen, um Neonicotinoide auf alle Kulturen zu verbieten.


    Derzeit ist in Italien der Einsatz von Neonicotinoiden nur im Mais verboten.


    Hier geht es zur Petition der beiden - die schon über 2.000 Untstützer hat:
    http://www.rfb.it/bastaveleni/adesioni.htm


    Bitte beteiligt Euch und zeigt die Solidarität mit den Imkern aus Italien. Einfach auf Deutsch reinschreiben oder ohne Kommentar! Die Formularfelder übersetzen sich wie folgt:


    Name
    Beruf
    Ort (Provinz)
    E-Mail
    Telefonkontakt (Die Angabe ist nicht zwingend erforderlich)
    Kommentar
    Invia heißt Absenden und Reimposta bedeutet Zurücksetzen. (Buttons.)


    Einige der Kommentare sind von anderen italienischen Imkern, die von den Vergiftungen berichten, die sie dieses Jahr erlitten. Mit dem Browser Chrome könnt ihr den Text einer Webseite per Knopfdruck ins Deutsche übersetzen lassen. Ist zwar etwas holprig die Übersetzung, doch der Sinn entgeht einem nicht. http://www.google.com/chrome/intl/de/landing_tv.html?hl=de&brand=CHMI


    Weitere Informationen auch auf Facebook: http://www.facebook.com/groups/200301480018356


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Anscheinend hat die Staatsanwaltschaft in Italien ein Verfahren gegen Bayer und Syngenta eingeleitet.


    Siehe: http://www3.lastampa.it/torino…aca/articolo/lstp/412940/


    Maschinenübersetzung:


    [Zitat]
    Ermittlungen gegen Bayer wegen Insektiziden und Bienensterben


    Alberto Gain, Turin
    25.7.2011 - Der Fall, Guariniello beendet die Untersuchung


    BILD
    Der Staatsanwalt Guariniello führte eine Untersuchung im Interesse der Bienen


    Im Fokus stehen Insektizide, die zum Beizen von Saatgut verwendet werden.


    Die Familie der Insektizide Neonicotinoide: geschätzt von den Mais-Erzeugern, aber ein tödlicher Killer für Bienen und andere Insekten - und damit erklärter Erzfeind der Imker, die in ganz Italien protestieren gegen die Verlängerung der Aussetzung der Produkte mit dem Wirkstoff Clothianidin, die am 31.Oktober 2011 ausläuft.


    Das vorübergehende Verbot der Anpflanzung von mit Clothianidin behandeltem Mais dauerte seit 2008 an und seitdem nahmen die Schadensmeldungen der Imker ab. Aber das Problem ist nicht verschwunden, denn selbst in weniger geringen Dosen ist die gleiche Art von Pestiziden als Insektizid im Einsatz, um die Weinreben zu schützen. Sollte Clothianidin in Maiskulturen wieder verwendet werden, würden sich die Szenarien des Jahres 2000 wiederholen - und das Überleben der Imkerei bedrohen.


    Die Neuheit besteht darin, dass der Staatsanwalt Guariniello - langsam wie Käse auf Makkaroni - ganz ruhig im Laufe der Jahre eine Untersuchung zu den Ursachen des Massakers von Bienen durchgeführt hat.


    Den Geschäftsführern von Bayer CropScience in Mailand und der Syngenta Crop Protection in Italien sandte er als Warnung die Schlussfolgerungen der Untersuchung für ein Verbrechen, das noch nie von einem Magistrat erwähnt wurde: Die Verbreitung von Krankheiten bei Tieren (oder Pflanzen) für Vieh und Gefährdung der Volkswirtschaft. Der Staatsanwalt Guariniello klagte zwei Manager in diesen Punkten an, von Bayer und Syngenta. Wenn diese schuldig gesprochen werden, drohen Ihnen 1-5 Jahren [Gefängnis].


    Das Pflanzenschutzmittel, das ins Fadenkreuz der Magistrat und seine Fachberater kam, heißt Poncho. Auf der Internetseite von Bayer wird es als "das neue Insektizid zur Saatgutbehandlung von Saatgut beschrieben. Es wird bereits erfolgreich in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern vermarktet, und ist sehr effektiv gegen mehrere Parasiten und insbesondere gegen schwierige Schädlinge. Es wirkt auf Insekten durch Eingriffe in die Übertragung von Nervenimpulsen. "So sterben sie. Bayer produziert es, Syngenta verkauft es.


    Guariniello hat Berichte von vielen Imkern in der Provinz Turin gesammelt und patholgische Berichte über vergiftete Bienen untersucht- bei denen nach 24 Stunden keine Spuren von Neonicotinoide zu finden waren.


    Also gingen sie weiter und "Feldversuche" zeigten das Verhältnis von Ursache und Wirkung zwischen dem Absterben von Bienen und diese Art von Insektizid auf.


    "Systemisch und persistent in der Umwelt, neurotoxisch und tödlich für viele Lebensformen", sagt ein alter Bericht der Nationalen Union der Italienischen Imkerverbände (Una.Api).


    Dies zeigt, dass seine Ratschläge - an den Laien - ist, dass die Bienen sich nicht zur Zeit der Bestäubung kontaminieren , aber "viel Staub fliegt mit tödlichen Dosen des Produktes neben Maisfeldern während der Aussaat." Und aus diesem Grund ist die Frist vom 31. Oktober, an der das Verbots des Insektizid wieder aufgehoben werden kann, ein wichtiges Anliegen und ein Grund für Proteste. Die Aussaat von Mais erfolgt im Herbst.
    [Zitatende]



    So ganz schlau werde ich noch nicht aus dem Bericht. So wie es scheint, sind zwei Manager von Bayer und Syngenta von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden, weil sie mit dem Produkt Poncho einen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet haben und weil sie mehr oder weniger eine Seuche verbreitet haben.


    Sehr interessant ist die Aussage, daß die Laboruntersuchungen vergifteter Bienen nach 24 Stunden keine Spuren von Neonicotinoiden zeigten - aber im Feldversuch der Zusammenhang zwischen Poncho und den Vergiftungen hergestellt werden konnte.


    Das ist ein wichtiger Hinweis!


    Den Imkern in Italien droht im Herbst die Aufhebung der Sperre von Poncho als Saatgutbeize.


    Wenn jemand italienisch spricht - bitte eine bessere Übersetzung anfertigen!


    Viele Grüße
    Bernhard


  •  
    Bernhard,
    ich frage mich, ob man solch ein Aufbegehren in https://secure.avaaz.org/ einsetzen sollte. Es muesste ein ueberregionales Problem darstellen - z.B. Einsatz von speziellen Chemilien stoppen, um Bienen- und allgemeine Veriftungen aufzuhalten.
    Wenn dann 500.000 Unterschriften den Politikern vorliegen, hat das schon ein Gewicht.
    Hier waren es ca. 3000.
    Schau mal rein - Klaus.

  • Klaus, bitte setze Du es rein, wenn Du die schon kennst! Die Imker werden sich über jede Unterstützung freuen und der Staatsanwalt erhält mehr Rückendeckung! Die wird er brauchen!


    Gruß
    Bernhard