Füttern nach Abschleudern

  • Hallo zusammen,


    nach meinem 1. Imkerjahr habe ich heute den Sommerhonig geerntet. Die Honigzargen habe ich alle komplett entfernt.


    Sollte ich jetzt direkt mit der Fütterung beginnen? Ich bin mir da nicht so sicher.
    Es sollte doch noch etwas für die Bienen zu holen sein oder nicht? Na ja so viel blüht hier am Niederrhein halt auch nicht mehr...Möchte jetzt auch nichts falsch machen.


    Habe heute erstmal die Varroaschublade eingelegt um den Befall zu prüfen. Wenn es dann bald etwas wärmer wird werde ich behandeln.


    Eins noch, sollte ich die drohnenrahmen jetzt auch direkt entnehmen? Ich könnte dafür geschleuderte Honigwaben einhängen-


    Danke für Eure Hilfe


    Helene

  • Hallo Helene,
    meine Empfehlung (ich mache es so):


    Nach der Honigentnahme, wenn keine wirklich Tracht mehr zu erwarten ist (Läppertracht zähle ich nicht dazu), dem Volk 3-4 kg Futter geben. Danach die erste AS- Behandlung. Danach weiter einfüttern und vier Wochen spähter die 2 AS. Achtung: Ich mache AS mit der Tropfflasche.
    Mit der Abnahme des Honigraumes wird auch die Drohnenwabe entnommen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Victor,
    man kann. Nur wie die Stärke Deiner Völker aussieht kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Und mit der Dänischen Trogbeuten (4 Zargen?) kenne ich mich auch nicht aus. Sind es aber Magazine und Du erwartest keine Spähttracht (Heide zum Beispiel) mehr, würde ich auf jedenfall die Honigräume abnehmen und die Bienen durch eine erste Futtergabe beschäftigen. Man staunt wieviele Bienen die Arbeit haben in zwei Zargen passen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Aha, danke! Ich werde versuchen die Familienstärke mal einzuschätzen. Zur Not kann ich ja wieder Raum geben. Ich rede auch von Magazinen gerade (ähnlich wie Segeberger). Bei Trogbeuten ist es einfacher da Rähmchenweise eingeengt werden kann. Und die Honigzargen in der Trogbeute haben auch nur sechs Rähmchen.


    Schönen Gruß


    Victor

  • Also alles was die Bienen jetzt noch sammeln wollte ich eigentlich in den Beuten lassen. Sollte es also eine Spättracht geben werde ich nicht mehr schleudern.


    Meine Beuten sind jetzt alle zweizargig. Bis auf eine Beute hatten alle auch nur einen Honigraum. In den Honigräumen waren aber in allen gute 25Kg.


    Ich hoffe doch, dass genügend Platz für meine Mädels vorhanden ist. Jetzt bin ich wieder leicht verunsichert. Aber von drei auf zwei Zargen, sollte doch kein Problem darstellen, oder?


    Gruß


    Helene

  • Nein, 2 Zargen sind völlig ok (es muss ja nicht gleich eine sein :wink:),
    das ist Teil der Spätsommerpflege. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hat Du einen Honigraum runter, beide Bruträume stehen noch da?

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Genau. Unbedingt die Futtervorräte im Blick haben. Was im letzten Jahr gereicht haben mag, kann dieses Jahr Völker zum Verhungern bringen. In unseren Breiten hier kommt nur noch reichlich Pollen rein, der zwar schön in Brut umgesetzt wird, aber auch entsprechenden Einfluss auf die Vorräte hat.


    Wehe denen, die meinen, mit ein paar vollen Futterwaben im BR erstmal ein paar Tage blau machen zu können!

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter