Honig-Filterung - Qualität - klar und flüssig oder trübe und fest?

  • Hallo


    wir haben bei unserem "Imker" um die Ecke frischen Raps-Honig 2011 gekauft. Dieser weißt extra darauf hin, dass er den Honig nur leicht filtert. Dadurch hat man seiner Meinung nach mehr "gute" Inhaltsstoffe im Honig. Der Honig ist dadurch allerdings auch sehr fest und "körnig". Liegt eine Qualitätsminderung vor oder hat er Recht mit seiner Behauptung je weniger gefiltert umso besser?


    Gruß, Lars

  • Der "filtert" nicht (das ist verboten), der "siebt" und hat wohl keine Lust, zu rühren.
    Aber der Honig ist ok.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Lars!


    Filtern ist nicht das richtige Wort. Grundsätzlich wird von Imkern der Honig nur gesiebt. Das hat den Zweck, dass die kleinen Wachsteilchen, die sich von der Wabe lösen, entfernt werden können.


    Das Filtern von Honig stellt einen enormen techn. Aufwand dar und wird sicherlich nicht vom Imker um die Ecke betrieben, und ist auch nach der Honigverordnung verboten. Filtern würde heißen, dass ein so feines Sieb verwendet wird, dass sogar Pollenkörner darin hängen bleiben. Bei einem solchen Sieb läuft der Honig nicht aus eigenem durch. Da bracht man techn. Geräte dafür.


    Rapshonig, gesiebt oder ungesiebt wird steinhart. Um das zu vermeiden wird normalerweise der Rapshonig während der Phase der Kristalisation mehrmals (täglich einmal) gerührt. Dadurch entstehen keine groben Kristalle, sonder viele feine und der Honig bleibt streichfähig.


    Das Rühren kann auch mit nur einem Glas gemacht werden. Den Honig mit ca 40 C° erwärmen bis er flüssig ist und dann täglich einmal rühren (etwa eine Woche lang) bis er cremig ist und sich die Konsistenz nicht mehr verändert.


    Harter Rapshonig deutet nicht auf eine Qualitätsminderung hin.



    MfG
    Honigmaul