HMF Teststreifen

  • Hallo,


    bei Merck-Chemie bin ich gerade auf diese Teststreifen gestoßen:


    Reflectoquant®HMF
    117952* Hydroxymethylfurfural (HMF)-Test.


    Das Merkblatt dazu gibt nicht viel her. Als Zubehör wird ein Reflektometer, Natronlauge und Salzsäure angegeben.


    Kennt jemand diesen Test, gibt's Erfahreungen dazu, wie teuer ist das Ganze, ...?


    Gruß
    Günter

  • bei Merck-Chemie bin ich gerade auf diese Teststreifen gestoßen:


    Reflectoquant®HMF
    Kennt jemand diesen Test, gibt's Erfahreungen dazu, wie teuer ist das Ganze, ...?


    Hallo Günter,
    den Test kenne ich nicht, habe mich aber bei einem Fachmann erkundigt, der das Verfahren und die Ergebnisse des Tests als durchaus gut eingestuft hat. Der Reflektometer RQflex10 kostet ca. 490,-€ und die Teststreifen 59,-€.
    Preisgünstiger ist ein Testkit zur HMF Bestimmung von chemlab. Teststreifen für 20 Bestimmungen kosten 30,--€. Allerdings soll der Teststreifen kein HMF - Gehalt anzeigen, sondern nur ob der HMF Gehalt unter oder über der gesetzlichen Grenze liegt. Leider weiß ich auch hier nichts genaues. Vielleicht kennt jemand den Test und kann berichten.
    Gruß
    winolf

  • Gegenfrage,


    warum braucht Imker das?
    Wenn Honig ordentlich behandelt und gelagert wird, kannst Du doch den ganzen Kram
    vergessen.
    Keep it simpel.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ... warum braucht Imker das?

    Weil er dann die Honigprobe vorsortieren kann ...


    Ansonsten reine Geldverbrennerei ohne Mehrwert.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Wenn Honig ordentlich behandelt und gelagert wird, kannst Du doch den ganzen Kram
    vergessen.


     
    Ja genau, so argumentieren die Mischhonig-Importeure und -Abfüller (Mischhonig aus EG- und Nicht-EG-Ländern in den Supermärkten). Was geht den Kunden der HMF-Wert unseres Honigs an.


    Ich fände es eine sehr gute Idee, wenn der HMF-Gehalt eines Honigs zum Zeitpunkt der Abfüllung (mit Datum) deklariert werden müsste. Das wäre ein objektives Qualitätsmerkmal, mit dem wir uns von den Billighonig-Anbietern unterscheiden könnten.


    Da ich mich damit wahrscheinlich EU-weit nicht durchsetzen kann, würde ich gerne wenigstens meinen Honigkunden den Qualitätsunterschied anhand dieses Wertes nachweisen wollen. Die wenigsten Verbraucher können bisher mit HMF etwas anfangen, sie vertrauen auf 'kalt geschleudert' und so 'nen Unsinn. Wäre doch gut, wenn sich daran etwas ändern könnte.


    Gruß
    Günter

  • Ich fände es eine sehr gute Idee, wenn der HMF-Gehalt eines Honigs zum Zeitpunkt der Abfüllung (mit Datum) deklariert werden müsste.


    Hallo Günter,


    und was macht der Kleinimker mit vielleicht mehreren Sorten?
    Da müßte der Test aber schon preiswert sein, dann wäre ich auch dafür.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Günther,
    es ist Dir doch unbenommen, deinen Honig chargenweise kontrollieren und zertifizieren zu lassen.
    Das ist doch allemal billiger, als es selbst zu tun.
    Und außerdem sieht eine Banderole von "Institut Fresenius" bestimmt toll aus auf den Gläsern.
    Dan kannst Du auch gleich Wassergehalt, Invertase, Diastase, andere Enzyme mitbestimmen lassen, denn wenn schon Transparenz, dann bis zum Äussersten.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Günther,


    für wen rechnet sich das? Nach meinen bescheidenen Rechenkünsten kosten 10 Analysen 10 * 50 € = 500 € (oder mehr). Dafür muss ich viel Honig verkaufen oder diesen entsprechend teurer machen. Der Kleinimker bleibt dann wieder mal auf der Strecke.


    Am besten diese Beiträge sofort löschen, bevor es irgendein falscher Entscheidungsträger liest und auf falsche Gedanken kommt! Ich denke da nur an das Mindeshaltbarkeitsdatum, welch ein Blödsinn.


    Gruß
    Werner

  • Also ich finde das total Klasse!


    Stellt Euch nur vor jemand schreibt auf sein Etikett: HMF-Gehalt 12,74 mg/kg am Tag der Abfüllung. Geil! Da weiß dann der Kunde wann der Honig aus dem DIB-Glas springt.


    Ich finde es jedenfalls immer wahnsinnig spannend wenn Marketing den Kunden erklärt - die zugegebenermaßen voll leichtsinnig zufällig schon Jahrzehnte lang Honig kaufen und überleben - dasse jetzt auf den HMF-Gehalt achten müßten, weil HMF vielleicht Krebse erregt und deshalb nur noch so Honig von xyz kaufen sollen, denn in den anderen Honigen ist ja eine unbekannte Mengen des vielleicht tödlichen Stoffes drin. Manchmal klappt sowas ja.


    Ich werde mal versuchen ein anderes Alleinstellungsmerkmal für mich zu finden. "Bio" kann ich nicht leiden und "regional" ist mir vom Anspruch her viel zu niedrig. Ich werde wohl sowas wie: "ohne Biopsinperlen aus laktosefreiem Milchzucker" draufschreiben und damit den Markt richtig aufmischen. Damit hab ich Euch alle am Arsch - alle wie Ihr seid. :p Im Sack hab ich Euch dann. :oops: Ihr könnt ja Biopsinperlen nicht mal nachweisen und ich mach Euren Kunden richtig Angst davor. :wink: Denn vielelicht kriegt man von Biopsinperlen aus laktosefreiem Milchzucker ja nicht nur viellicht Krebs, sondern auch einen Libidoabfall und jährlich zunehmendes Alter. Und dann kommt Ihr in arge Erklärungsnöte und jeder Anfänger der der Oma vom ersten Volk stolz den ersten Honig bringt, wird schief angeguckt und nicht etwa lieb gedrückt. "Jung, hast Du den denn auch durch den Seifertschen Biopsinperlenfilter gegeben? Du weißt doch daß ich ein schwaches Herz habe und mich vielleicht total apathisch aufrege davon."

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • oh Henry!:liebe002:


    Huh das böse HMF...:mad: also ich sag Euch ehrlich wie es ist, ich hab keine Ahnung davon: am Honigkurs heißt es nur: mach dies nicht, mach das nicht, sonst kriegste HMF!


    Wie eine Krankheit:wink:


    WAS das so genau ist und warum, sagt dem Neuimker keiner. Der Referent ist selbst schon froh wenn er die Langform richtig ausspricht... Ich habe dann eine Bekannte gefragt, die Chemielehrerin ist, die konnte es mir so erklären, dass ich halbwegs verstanden habe. (aber inzwischen halbwegs vergessen:oops:)


    Jedenfalls fände ich es absoluten Blödsinn den Verbraucher zu verwirren, das ist wie mit dem...wie hieß das Zeug noch warum man keine Pommes und keinen Toast mehr essen sollte? ...Thema für Sommerloch, Bild titelt: Stift ung War ´n test warnt vor HMF! :evil:
    Sowas brauchen wir nicht.


    Aber wie ist das denn mit HMF, für die Bienen ist es doch gefährlich?
    Jedenfalls wenn so Altimker erzählen, sie kochen (!) ihre Waben und Deckelwachs aus, und verfüttern das an die Bienen und so Schauergeschichten...


    Da könnte so ein HMF Schnelltest nützlich sein...um solche Unsitten transparent zu machen...


    überlegt Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hallo Jule,
    die von Dir beworbene Zeitung hat ihren Namen ja nicht von Bildung abgeleitet...
    tröstet sich
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.