Vorsicht -- "Bienenflucht funktioniert nicht"

  • Hi,
    warum soll man denn aus seinen Fehler immer nur alleine lernen? Wir wollten heute abschleudern und hatten gestern die Bienenfluchten eingelegt. Als wir bei einem Volk in den Honigraum schauen - alles voll mit Bienen. Sofort ging uns durch den Kopf, dass die Bienenflucht versagt hat und wir nun all die Bienen vors Flugloch kehren müssen. Gedacht, getan und losgekehrt. Plötzlich sagt mein Sohn, dass dort im Honigraum Brut sei. Das Abchecken ergibt, dass Brut ausschließlich im Honigraum ist und folglich sich die Königin nur im Honigraum aufhält. Kein Ahnung wie die durch das Absperrgitter oder anders dort hoch gekommen ist. Nun mag es ungeschickterweise sein, dass wir die Königin abgekehrt haben. Wir imkern um zu lernen -- es war mal wieder ein richtig erfolgreicher Tag.

  • Peter ,
     
    bin zwar nicht Freibad, aber die Antwort ist "viele". Hab diese Empfehlung schon oft gelesen (u.a. in dem Basiswissen-für Imker-Ordner von ADIZ/DieBiene/etc.): bei der Honigernte die Bienen vors Flugloch kehren. Sie werden dann nur einmal abgekehrt, sind somit weniger aggressiv als bei mehrmaligem Kehren in die geöffnete Beute.
     
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Ralf

  • ... die Imkerschule Landsberg a. Lech lehrt das zum Beispiel. Wenn keine Bienenflucht oder Abkehrgerät vorhanden, dann Bienen vor die Beute ins Gras kehren.


    Grüße aus dem bayerischen Oberland
    Tasso R.

  • Hallo,
    besser ist es, die Bienen in einen großen Eimer zu kehren und nach Abschluss der Arbeiten ins Volk zurück zu geben. Das gibt weniger Alarmpheromone.
    Gruß Ralph

  • Hallo Miteinander,
    wen schon vors Flugloch abgekehrt, dann aber nur mit einem bis zum Boden reichenden Anflugbrett!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo freibad,
    vielleicht hast du die Königin ja auch gar nicht abgekehrt sondern sie ist noch im Kasten.Wenn du sie abgekehrt hättest hätte sich vorm Kasten eine kleine Bienentraube im Gras gebildet die sich auch nicht aufgelöst hätte schätze ich mal. Ich kehre meine Bienen auch vorm Kasten ab :)

  • Hallo freibad,
    vielleicht hast du die Königin ja auch gar nicht abgekehrt sondern sie ist noch im Kasten.


    Hi TeXX,


    darauf hoffe ich auch. Die nächsten Tage werden es zeigen.

  • Hallo,
    besser ist es, die Bienen in einen großen Eimer zu kehren und nach Abschluss der Arbeiten ins Volk zurück zu geben. Das gibt weniger Alarmpheromone.
    Gruß Ralph


     
    So, hab ich das auch schon probiert. Aber meine Bienen bleiben nicht IM Eimer. Die fliegen zu 90 % gleich wieder auf.
    Ich habe den Eindruck, dass die beim Abkehren vor's Flugloch gar nicht so schnell merken, was da passiert.

  • Hallo summherum


    Der Trick mit dem Eimer ist, dass die Innenwand mit Wasser aus dem Zerstäuber genäßt wird. So fliegen nur wenige auf.:wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Dann gebe ich auch einmal einen Fehler zu, der mir mit einer Bienenflucht passiert ist.
    Wir arbeiten mit Seegeberger Beuten. In einem Zargenteil (Honigraum) war unbemerkt eine Drohnenöffnung vorhanden. Da ich an den Bienen von hinten arbeite und die Öffnung vorne war, wurde sie von mir auch nicht bemerkt. Nach dem Einsetzen der Bienenflucht hatte ich somit die schönste Räuberei als ich am nächsten Tag zum Bienenstand kam. Der Honigraum war innerhalb von 24h total ausgeräumt.


    Aber wie gesagt, aus Fehlern lernt man(n).
    Gruss Jörg