Bärlauch (Allium ursinum)

  • Guten Tag
    in der nähe meines Standes hat es ein kleiner Wald, im Frühjahr ist der ganze Boden mit Bärlauch zugedeckt.
    Leider habe ich keine Infos gefunden ob es eine gute frühtracht für die Bienen ist und wie der Pollen/Nektarwert ist!
     
    mit freundlichem gruss
    Vincent

  • Hallo Vincent,


    ich habe einen sehr ähnlichen Strandort. Du wirst feststellen, dass zur Blütezeit im Frühjahr die Völker zeitweise richtig nach Knoblauch riechen. Bärlauch wird also heftig beflogen. Sicher fügt sich diese Note in die Geschmacksstruktur deines Frühjahrshonigs ein. Der Geruch verschwindet aber relaitv schnell. Die exakten Trachtwerte habe ich aber auch nicht, schätze ihn aber nicht höher als 2/2 ein.


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Nach Knoblauch!
    Das wird ja geil - ich sehs schon - frische Leber in Knoblauchhonig mariniert mit Zwiebeln gebraten.
    Ich freu mich auf den Frühling!
    gruss und Dank
    vincent

  • Guete Morgä Viko
    Auch bei mir hinter und neben dem Bienenstand gibts sehr viel Bärlauch im Wald. Wenn er blüht wird er extrem stark angeflogen und es brummt richtig. soviel ich mich Erinnere hat Bärlauch viel nektar und auch Pollen glaub 3/3, habe mein Supertrachtbuch nicht grad zur Hand. Unsere Bienen lieben Ihn auf alle Fälle. Im Honig schmeckt man ganz dezent den typischen Geschmack und Geruch, diesen verleihen ihm Inhaltsstoffe, wie schwefelhaltige ätherische Öle (Sulfide). Allicin hemmt das Bakterienwachstum und verstärkt so auch die antibakterielle Wirkung des Honigs. Wir sagen imer die Mischung macht es aus viele verschiedene Pflanzen Blühen ja zu dieser Zeit. Gruess Stefan

  • Hallo,


    ich hab einige Storte mit Bärlauch. Reinen Bärlauchhonig hatte ich noch nie ernten können. Er wird bei mir fast immer mit dem Ahorn vermixt. Hinzu kommen noch Hartriegel und Taubenkirsche (oder ist das das gleiche?) Wiesenschaumkraut ist auch stark vertreten. Der Honig ist jedenfalls sehr Aromatisch und findet genug Anhänger/Absatz.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan!


    Vermutlich meinst du Traubenkirsche (Prunus padus). Ist nicht das gleiche wie Hartriegel (z. B. Cornus sanguinea = Blutroter Hartriegel).


    Nachtrag:


    Die Blütezeit vom am häufigsten bei uns vorkommenden Ahorn im Wald (Bergahorn) dürfte erheblich später sein (so ca. 4 bis 6 Wochen) als die Blütezeit vom Bärlauch


    Grüßle

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Silver () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • sag ich doch Botanik ist nicht meine Stärke ;-)


    Blütenzeit vom Ahorn:


    Ja aber hier in der Rheinebene gibts zweierlei Ahorn!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Zusammen
    Hartriegel und Traubenkirsche sind zwei verschiedene Pflanzen. Habe hier kurz die beschreibungen. Die Traubenkirsche hat geringe Mengen an Pollen und Nektar. Auch der Hartriegel hat ein mässiges Pollenangebot und Nektar eher gering.


    Die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Name kommt von den Fruchttrauben. Sie wird auch Ahlkirsche, Sumpfkirsche oder Elsenkirsche genannt; in Teilen von Österreich heißt sie Ölexen, Elexsen, Ölasn, Öxn, Ösn oder ähnlich.
    Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist ein bis zu 15 Meter hoher dichter Baum oder auch ein bis zu 10 Meter hoher Strauch mit unterirdischen Ausläufern. Die Rinde ist dunkelgrau; bei Verletzung der Rinde verströmt das Holz einen unangenehmen, scharfen Geruch. In Rinde und Samen ist das cyanogene Glykosid Amygdalin enthalten, welches in Verbindung mit Wasser Blausäure abspalten kann.
    Die Knospen sind zugespitzt. Die 6 bis 14 cm langen Laubblätter sind verkehrt-eiförmig oder elliptisch geformt, feinbehaart und am Rand gesägt. Der Blattstiel hat an der Spitze zwei grüne Drüsen. Die Herbstfärbung ist gelbrot.
    Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die weißen Blüten stehen in aufrechten oder hängenden Trauben und haben einen starken, honigartigen Geruch.
    Die erbsengroße runzlige Steinfrucht ist zuerst rot und dann schwarz. Sie reift im Spätsommer und schmeckt bitter. Sie wird gerne von Vögeln verzehrt, die für die Verbreitung der Samen sorgen. Das herb-bitter schmeckende Fruchtfleisch ist ungiftig. Der runzelige Kern enthält giftige Blausäureglykoside.


    Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Hartriegel (Cornus) in der Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Sein Name kommt von den roten Blättern im Herbst und dem harten, teilweise auch roten Holz seiner Äste. Weitere Trivialnamen sind Blutroter Hartriegel, Rotes Beinholz, Hundsbeere und Roter Hornstrauch.
    Der Rote Hartriegel bildet in Mitteleuropa 3 bis 4 Meter hohe, breite und dicht stehende Sträucher. In Südeuropa kann die Art auch baumförmig wachsen und erreicht dann eine Höhe von 6 Metern. Ältere Stämme zeigen eine Schuppenborke. Das Holz der Art ist zäh und schwer spaltbar mit zerstreutporig verteilten Gefäßen. Splint– und Kernholz sind anders als bei anderen Hartriegelarten von gleicher rötlich-weißer Farbe.[4] Einjährige Triebe sind kurzbehaart und leuchtend rot bis braunrot gefärbt. Die Rotfärbung wird durch Anreicherung von Anthocyan verursacht und ist kennzeichnend für die Art. Zweijährige Triebe sind olivbraun und kahl. Sowohl die Blüten- als auch die Laubknospen sind länglich und werden bis zu 6 Millimeter lang. Sie haben keine Knospenschuppen, stattdessen werden sie durch die braunfilzig behaarten Blätter geschützt. Die Knospen mit den Blütenständen erscheinen an den Zweigenden und im Gegensatz zu den Laubknospen verdickt. Anders als bei der Kornelkirsche (Cornus mas) liegen die Seitenknospen am Zweig an und die Spitzen sind dem Zweig zugewandt.
    Die Blätter stehen gegenständig und haben einen 8 bis 15 Millimeter langen Stiel. Sie sind breit elliptisch bis eiförmig, 4 bis 10 Zentimeter lang und 2,5 bis 5 Zentimeter breit, ganzrandig, zugespitzt mit keilförmiger Basis. Es werden drei bis fünf, an der Blattunterseite deutlich erhabene Nervenpaare gebildet. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und angelegt gabelhaarig, die Unterseite ist heller und besonders an den Blattadern kraushaarig.
    Die weißen Blüten stehen zu 20 bis 50 in 4 bis 8 Zentimeter breiten, endständigen Schirmrispen mit 2,5 bis 3,5 Zentimeter langen Stielen. Die zwittrigen Einzelblüten sind radiärsymmetrisch und haben einen Diskus, vier lineal-lanzettliche, an der Unterseite behaarte, 4,5 bis 6 Millimeter lange Kronblätter und vier sehr kurze, verwachsene Kelchblätter. Die vier Staubblätter sind nur etwas kürzer als die Kronblätter und überragen etwas den Griffel. Der Fruchtknoten ist unterständig.Die Art blüht von Mai bis Juni. Als Früchte reifen im September und es werden 5 bis 8 Millimeter dicke, weiß punktierte, schwarzblaue Steinfrüchte gebildet. Sie enthalten einen kugeligen, glatten, zweisamigen Steinkern.
    Aber Dekorativsind die Sträucher sehr, und die Vögel brauchen ja auch was zu beissen :-)

  • Hallo Toyotafan!


    Mir fallen spontan zwei weitere einheimische Arten ein: Spitzahorn (Acer pseudoplatanus) und Feldahorn (A. campestre, Heckengehölz und sehr interessante Bienenweide) und eine große Anzahl Arten als Allee- und Gartenbäume, die aus Nordamerika stammen.


    Aber selbst im Rheinauewald wurde vor ca. 40 - 50 Jahren von der Forstwirtschaft großflächig Bergahorn gepflanzt. Im Schwarzwald dürfte er von Natur aus überwiegen.


    Mit dem zeitlichen Abstand der Bärlauch- und Ahornblüte habe ich etwas übertrieben. Gelegentlich kann sich das tatsächlich überlappen.


    Grüßle


    Ps.: Bei diesem "Hochsommerwetter" tummelt der Imker sich gern im Forum!

  • jo bin am Etiketten drucken


    es sind dann wohl bei uns zwei verschiedene Bergahorn, denn ein Teil fängt praktisch mit dem Bärlauch hier zusammen oder fängt sogar vorher an je nach Jahr.


    zur Traubenkrische, ich finde die honigt ganz gut bei uns hier. Hab Tage da sind es mehr als 2 Kg auf der Waage!



    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!