Wie den Bienen Honig lassen?

  • Hallo,


    heute habe ich wieder eine blöde Frage:


    Wenn man viel mehr Honig hat als man ernten möchte, wie lässt man den Bienen einen Teil davon?


    Konkret: 4 Zargen Normalmaß, die zwei oberen voll mit Honig, ich möchte aber nur eine Zarge ernten: wie reduziere ich das Volk auf zwei Zargen unter gleichzeitigem Entfall der Auffütterung?


    Vielleicht so:
    Volle Honigraum-Zarge über einer Leerzarge auf die zwei Brutraum-Zargen aufsetzen, aufritzen und Futter hinuntertragen lassen???


    Einen Teil der verdeckelten Waben kann ich natürlich als Futterreserve für die Auswinterung aufheben.


    Grüße,


    Gerhard


  • heute habe ich wieder eine blöde Frage:...


    Blöde Frage zurück: Warum überwinterst Du sie nicht auf 3 Zargen?
    So jedenfalls habe ich das schon manchmal gemacht, wenn ich genau das Problem hatte, was Du oben ansprichst.
    Meistens ist es so, dass man, wenn es Mitte Oktober noch warm ist, die unterste der 3 Zargen entnehmen kann (weder Brut noch viel Futter drin). Oder aber spätestens im Frühjahr ist die unterste Zarge völlig leer.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • So, hier häng ich mich an.


    Es gab ja bereits Threads dazu bezüglich des Umtragens. Immer wieder taucht die Leerzarge mit den geritzten oder auch nicht-geritzen HR obendrauf auf zum runtertragen lassen.
    Da ist der Gedanke: weite Entfernung von den Vorräten, das muß näher ran.


    Warum nicht: HR untersetzten und ASG darauf. Hochtragen lassen? Die natürliche Instinktlage ist doch: Honig gehört nach oben.


    Bei mir geht es konkret um Dadant, da ist Platz und man nöchte gerne "all in one" haben also auch das Futter mit im großen BR und lässt nicht mal eben zweizargig mit nem HR noch drauf überwintern, gelle?


    Also auch untersetzten? Ist das alternativ zu sehen? Was geht besser?



    Danke für die Erfahrungen damit


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Danke, W&W, du hast recht, warum nicht 3 Zargen? Wenn sich die unterste Zarge leert, ergibt sich so etwas wie eine Kletterzarge, womit das Volk im Winter besser vor der schwankenden Witterung isoliert ist und (hoffentlich) nicht so früh in Brut geht (habs hier gelesen). Und ich brauche nicht so viele Waben im Keller oder in der Bienenhütte aufzubewahren und vor der Wachsmotte zu schützen.


    Marion: Beim Untersetzen besteht die Gefahr von Räuberei, stand hier irgendwo.


    Grüße,


    Gerhard

  • Vor einigen Tagen habe ich die Honigräume abgeräumt, viele schwere Waben zur Schleuder getragen, aber leider war das meiste Melezitose. Große Enttäuschung!


    In diesem Jahr werde ich die Varroa-Bekämpfung ganz ohne AS, nur mit OS-Bedampfung probieren. Dafür brauche ich brutfreie Völker und daher habe ich alle Brutwaben entnommen und lasse diese in Brutscheunen schlüpfen. Ist es OK, wenn ich die entnommenen Waben durch die Melezitose-Waben ersetze?


    Noch was: Unter den Gitterböden hängen jetzt die Dronen, welche im Stock nicht mehr erwünscht sind. OK, wenn ich diese in die Brutscheunen schüttle, damit sie am Lebensabend noch etwas Beschäftigung haben?


    Grüße,


    Gerhard

  • In diesem Jahr werde ich die Varroa-Bekämpfung ... nur mit OS-Bedampfung probieren. Dafür brauche ich brutfreie Völker...


    Ist zwar OT, aber zum Bedampfen müssen die Völker nicht brutfrei sein. Mußt halt öfter verdampfen, z.B. 5 x 5 Tage.


    Grüße, Boje

  • Ist zwar OT, aber zum Bedampfen müssen die Völker nicht brutfrei sein. Mußt halt öfter verdampfen, z.B. 5 x 5 Tage.


    Grüße, Boje


     
    Ich weiß, Boje, so habe ich es im vorigen Jahr gemacht (allerdings öfter als 5x). Jetzt möchte ich sehen, welchen Unterschied im Erfolg die Brutfreiheit macht.


    Gerhard

  • Hallo Gerhard,


    Brutscheune ist zuviel Aufwand.
    Wenn Du 5x oder öfter begast, triffst du ja sowieso jede Zelle irgendwann mal offen an.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,


    ich mach heuer beides, totale Bauerneuerung und Bedampfen im Block, jeweils bei einem Teil der Völker.


    Den Aufwan den das 5 malige Bedampfen macht, sollte man auch nicht unterschätzen, besonders wenn man mehrere Stände hat.


    Bei der totalen Bauerneuerung hat man halt ein mal Arbeit und fertig.
    Beide Arbeitsschritte halten sich im Aufwand irgenwie die Wage finde ich.:confused:

  • Hallo Gerhard,


    Brutscheune ist zuviel Aufwand.
    Wenn Du 5x oder öfter begast, triffst du ja sowieso jede Zelle irgendwann mal offen an.


     
    Hardy,


    im letzten Jahr habe ich sehr oft begasen müssen, wohl weil mein Verfahren (von unten) noch nicht optimal war. Jetzt arbeite ich mit Umluft (1g OS), wie in diesem Thread beschrieben:


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=26092


    Wenn das klappt, probier ich es im nächsten Jahr vielleicht wieder ohne Brutscheune.


    Grüße,


    Gerhard

  • Hallo Gerhard,


    mein OS-Umluft/Umlenk-Deckel wird morgen fertig.
    Dann noch schnell ein paar Tabletten pressen.
    Und dann gehts den Varroen an den Kragen...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.