Leitfähigkeit von Waldhonig und Tannenhonig messen

  • Hallo Forum!


    Bei der Deklaration von Honigsorten ist es immer wieder ein Problem fest zu stellen, ob der geerntete Honig als Waldhonig deklariert werden kann oder nicht. Beim Tannenhonig stellt sich das gleiche Problem.


    Kriterium ist die Leitfähigkeit des Honigs.


    Ich habe eine Empfehlung das Messgerät DIST3 zu kaufen.


    Meine Frage:


    Kennt jemand eine bessere Möglichkeit für die Bestimmung der Leitfähigkeit von Honigen?


    Hier der Link zu Conrad Electronic:


    http://www.conrad.de/ce/de/product/101532/Hanna-HI98303-Leitfaehigkeits-Messg/0601106&ref=list

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)


  • Kennt jemand eine bessere Möglichkeit für die Bestimmung der Leitfähigkeit von Honigen?


     
    Hallo Luffi,
    http://www.leo-kuebler.de/prodeu/honig.htm#TRACHT
    ob dieses Gerät besser ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall hast du eine ausführliche Anleitung: Wassergehalt des Honigs messen. Das notwendige Volumen des destillierten Wassers zur Herstellung der Honiglösung ist vom Trockenmassegehalt des Honigs abhängig, dazu gibt es ein Diagramm. Das aus der Abb. festgestellte Wasservolumen gilt nur bei Verwendung des zum Set gehörigen Tiegels. Das eigentliche Messgerät ist meiner Meinung nach nicht das Problem, zuerst muss das richtige Verhältnis Honig zu dest. Wasser hergestellt werden, was wiederum abhängig ist vom Wassergehalt des Honigs.
    Gruß
    winolf

  • Hallo
    Das Messgerät ist schon ok ,probiere bei Ebay gibt´s noch günstieger und dazu Kalibrierflüssigkeit 1413 Microsiemens,einen Messkolben 25ml, Destiliertes Wasser und eine Waage bis etwa 10 Gramm.
    Sehr wichtig ist ,einen genauen Refraktometer zu haben, weil die Honigmenge vom Wassergehalt abhängt.
    Es gibt eine Tabelle Wasergehalt -Einwieggewicht.Die muss ich erst suchen.Der Preis durfte unter 100 Euro liegen.Das zweite Angebot ist einfach zu teuer,Messgeräte sind technisch gleich nur die Hersteller unterschiedlich.


    Mfg
    Stevo

  • Hallo


    Keine Anhung ob es noch eine andere Methode gibt aber das Gerät war bei mir nicht der Renner.
    Es gibt andere die besser halten und zuverlässiger sind.
    Dafür aber auch teurer.

    (Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt wissen, was Frieden heißt) Jimi Hendrix

  • Hallo
    Das Gerät habe ich selber und bin damit zufrieden,die Leitwerte sind im Honigbuch von Dr. Horn nachzulesen.
    Das Dist 3 habe ich in Hohenheim im Labor getestet und hat die selbe Messwerte gelifert wie die dortige Geräte.
    Mfg
    Stevo


  • das Messen ist das Eine, aber welchen Leitwert hat nun welche Honigsorte. Gibt es da irgendwo Tabellen?


    Wo es diese Tabellen gibt, wurde schon erwähnt. Die Honigverordnung sagt hierzu folgendes:
    Elektrische Leitfähigkeit
    a) Honigarten im Allgemeinen und Mischungen dieser Honigarten höchstens 0,8 mS/cm,
    b) Honigtauhonig und Kastanienhonig und Mischungen dieser Honigarten mindestens 0,8 mS/cm.
    Aus meiner Erfahrung und aus Deklarations -Beanstandungen weiß ich, dass bei Blütenhonigen die Leitfähigkeit kaum eine Rolle spielt. Anders sieht es bei Honigtauhonigen aus. Mancher Imker bezeichnete seinen dunkleren Honig als Waldhonig, doch bei Messung der elektrischen Leitfähigkeit erreichte er die 0,8 mS/cm nicht und war somit falsch deklariert. Deshalb ist die Messung von Honigtauhonigen, vor allem wenn die Himbeer- und Brombeertracht zur gleichen Zeit stattfindet, unerlässlich.
    Gruß
    winolf

  • Hallo,


    sehr interessant das alles. Da ich aus dem Aquariumbereich bereits ein Leitwertmessgerät mit Zubehör habe, würde mich mal interessieren, wo man denn eine Anleitung zum Messen bekommt. D.h. wie ist das Honig-Dest.Wasser-Verhältnis bei welchem Wassergehalt? Und halt die entsprechenden Mengenangaben, oder eine Formel dazu.