Jakobskreuzkraut

  • Hallo,
    hat jemand Erfahrung mit dem Jakobskreuzkraut? Es ist ja giftig. Wird es von den Bienen angeflogen? Kann es irgendwelche Auswirkungen auf die Bienen oder den Honig haben? Im Flugradius meiner Bienen befindet sich nämlich ein größerer Bestand von diesem Zeug :mad:.


    Mfg, Matthias

    Ubi multa consilia, ibi sunt multa falsa. Usus magister et optimus.

  • Hallo Matthias,


    ja, sie fliegen es an. In welcher Intensität, hängt wohl vom sonstigen Angebot ab. Im letzten Jahr war in einer der Bienenzeitschriften ein Artikel über Pflanzen, die für Mensch und/oder Tier giftig sind, von Bienen aber trotzdem besucht werden. Vielleicht findest Du in den dortigen Archiven was.
    Ich meine, mich erinnern zu können, daß man sich (sofern es keine riesigen Bestände sind) keine Sorgen machen muß.


    Gruß, Heike


    P.S. Ich sehe später mal nach, ob ich die Ausgabe wiederfinde.


    http://www.bienenjournal.de/?redid=330691


    Tja, so kann die Erinnerung täuschen!

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

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  • Hoffentlich wissen es die Bienen, das sie es nicht mögen :roll:.
    Hier stehen meiner Meinung nach ca. 35 ha lockerer Bestand auf einer Stilllegungsfläche.
    Ich mache mir da ein wenig Sorgen.
    Aber andere Tracht ist auch noch da, z.B. Weißklee und eine vom Landwirt angelegte Blühfläche. Hoffentlich weichen sie darauf aus. Ich muss das mal beobachten.

    Ubi multa consilia, ibi sunt multa falsa. Usus magister et optimus.

  • sind es wirklich 35 ha ? das wären ja 350 000 m² :lol:


    lg Florian


     
    Warum nicht? Bei uns gibt es auf dem Truppenübungsplatz auf einer ehemaligen Heidefläche auch mindestens 50 ha von dem Zeug. Ich muss nochmal die Blühzeiten mit der Heide vergleichen.


    Im Jakobskreuzkraut sind so genannte Pyrrolizidinalkaloide. Diese sind giftig und werden auch über den Nektar ausgeschieden. Pyrrolizidinalkaloide sind für die Bienen giftig, in größeren Mengen auch für Menschen. Bei derartig großen Flächen, dass fast eine Ernte daraus möglich wäre, ist es gar nicht so abwegig abzuwandern.
    Weitere Informationen findet man im Internet. Im letzten Jahr war in der Tat zwei Artikel über drei oder vier Seiten im Deutschen Bienenjournal. Ich müsste nochmal nachgucken in welcher Ausgabe genau.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Hast Du denn das Jakobskreuzkraut auch richtig bestimmt? Da gibt es unterschiedliche Arten und außerdem ist es gut möglich, sie mit anderen Pflanzen zu verwechseln.


    Nicht, daß Du dir ganz umsonst Sorgen bereitest. ;)


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Ja, ca. 35 ha landwirtschaftliche Stilllegungsfläche, locker bewachsen. Darf erst nach dem 25. Juli gemäht werden. Aber damit wird das Problem ja nicht gelöst, nur verlagert.


    @ Bernhard: Ja, wir haben es richtig betimmt. Es ist das Jacobskreuzkraut.


    Ich bin gestern in dem Bestand spazieren gegangen und habe beobachtet. Keine einzige Biene darin gesehen, nur Hummeln. Hoffen wir, dass es so bleibt.
    Muss man da was unternehmen oder interessiert das in Deutschland niemanden? Ich glaube, in einigen Ländern ist das massenhafte Auftreten von dem Zeug meldepflichtig.
     

    Ubi multa consilia, ibi sunt multa falsa. Usus magister et optimus.


  •  
    Vielen Dank. Diesen Link habe ich auch schon gefunden. Stehen leider keine 100%igen Aussagen drin.
    Habe am Montag das Landespflanzenschutzamt MV informiert, die wollten sich mit dem Eigentümer auseinandersetzen. Mal sehen, wie lange das dauert. Aber wenn man die Mühlen des Gesetzes kennt.......
    Das Zeug ist am Verblühen und samt bestimmt bald aus. Na dann viel Spaß im nächsten Jahr :-(. Wenn sich bis Ende der Woche nichts getan hat, frage ich mal beim Landwirtschaftsministerium nach. Vielleicht haben die offene Ohren.


    MfG, Matthias

    Ubi multa consilia, ibi sunt multa falsa. Usus magister et optimus.

  • Mach ich, sobald sich was tut.


    MfG, Matthias

    Ubi multa consilia, ibi sunt multa falsa. Usus magister et optimus.

  • Der Eigentümer hat vor ein paar Tagen die Fläche mit Herbiziden "totgespritzt". Mal sehen, ob er sie auch fachgerecht entsorgt.

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  • Hallo Leute,


    manchmal frage ich mich, ob wir uns nicht mal wieder selbst verrückt machen.
    Laut Literatur ist die tödliche Menge für Pferde ungefähr 160g Frischpflanze pro Kg Lebendgewicht.
    Ein "Normpferd" wiegt um die 600kg, müßte also 76 Kilo reines Kreuzkraut am Tag fressen, bei Kühen wird die Menge mit 200g/Kilo Lebendgewicht angegeben.
    Davon abgesehen, dass Tiere das Kraut wegen des bitteren Geschmackes meiden, ist die Gefahr dann doch relativ. Kaninchen und Hasen sind übrigens immun, Ziegen und Schafe vertragen es auch -relativ- gut.
    Ich weiß nicht, wie viele Tonnen Honig oder Nektar fällig wären, um eine Gefährdung von Mensch oder Tier hervor zu rufen, aber auch diese Menge scheint mir schier unerreichbar.
    Machen wir uns ein Problem, wo eigentlich keines ist?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-


  • Ich weiß nicht, wie viele Tonnen Honig oder Nektar fällig wären, um eine Gefährdung von Mensch oder Tier hervor zu rufen, aber auch diese Menge scheint mir schier unerreichbar.


     
    Die Frage ist eher. ob überhaupt Giftstoffe im Nektar/Pollen zu finden sind.


    Stefan