Imkereibetriebsformen

  • Wer an verschiedenen Betriebsweisen interessiert ist oder seiner eigenen noch zur Verfeinerung verhelfen will, kommt an folgendem Buch, das per Fernleihe in Bibliotheken erhältlich ist, nicht vorbei:

    Ludwig Armbruster: Imkereibetriebsformen - Eine Betriebslehre in 52 Wirtschaftsbildern


    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

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  • Noch ´n kleines Provozitat aus den Betriebsformen kann ich mir nicht verkneifen:roll::

    Zitat

    Eine Frage der speziellen Betriebsweise ist für jeden Imkerei-Betrieb von größter Wichtigkeit, zumal dann, wenn man nicht wandert: Anpassung des ...plans an die Tracht, Einordnung der jährlich wiederkehrenden Bienenstaatsaktionen (Schwarm- bzw. Fortpflanzungsereignisse) in den Trachtkalender. Das blind nachgebetet Allheilrezept lautete bisher: Wer Honig haben will, muß das Schwärmen unterdrücken; weil nur starke Völker etwas leisten, muß man schwache zu starken vereinigen, und zwar im Herbst, im Frühjahr, im Sommer (beim Schwärmen) vereinigen.
    Beispiele von Betriebsweisen, die deswegen richtig sind, weil sie diesem schematischen Allheilrezept widersprechen, sind schon (mit entsprechender Begründung) in obigen Betriebsformen enthalten.



    Weitere betriebswirtschaftliche Literatur vom Doc Armbruster:
    "Imkereibetriebslehre der Erzeugung"




    Gedanken vom Institutsleiter Armbruster aus "Rückschau - Lebenserinnerungen, 1958":

    Zitat

    Es wurde schon speziell an Bieneninstituten Kritik geübt, nicht nur in Deutschland, weil sie zu theoretisch seien. Nichts ist falscher als das. Richtig ist allerdings, auch die BETRIEBSLEHRE ist ein Teil der wissenschaftl. Bienenkunde. Im Anfang beachtete man das nicht, sah z.B. auf die jahrtausendealten Praktiken nur von oben herab. ...
    "Die Wissenschaft hat meistens dann am meisten dem praktischen Leben genützt, wenn sie sich zunächst möglichst weit von ihm zu entfernen schien."(von Harnack). Gewisse Ideen wollen im Stillen entstehen, wachsen, reifen, Gestalt annehmen; ganz anders als bei parlamentarischer Arbeit.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“