Temperaturüberwachung im Bienenstock

  • Was sind denn "messbar bessere Klimaverhältnisse"? Trocken und warm!? Aber gerade im Winter sagen andere besser kalt. Und im Frühling finden mache Imker nass besser, weil dann Wasser in der Beute ist und die Bienen nicht als Wasserholer raus müssen.

  • Hatte


    ich mal umgekehrt!


    Holzbeute neben Styrobeute. Holzbeutenvolk abgängig,


    Waben verschimmelt. Und nun?


    Oder mehrere Styrobeuten nebeneinander.


    Ein Volk deutlich stärker als das andere. Liegt es an der


    falschen Kombi Holtermann-Deckel auf Stehr-Zarge?


    Kryp-Tisch!?


    Doc

  • In den Versuchen hat man festgestellt, daß in einer Styroporbeute die relative Luftfeuchte um 20 % erhöht ist. Also wenn Bienen darin leben. Wenn die Bienen sterben und die Beute verlassen ist, dann ziehen alle Beuten Wasser. Der Honig ist hygroskopisch und entzieht der Luft daher mit der Zeit Wasser. Es kann auch sein, daß die sinkenden Temperaturen in der Beute zu einer Entmischung des Honigs führen und der Zucker zerfällt unter anderem auch zu Wasser. In beiden Varianten gibt es Schimmel in der Folge. Und das Honigwassergemisch läuft aus dem Flugloch oder unter dem Boden heraus. Ein sicheres Zeichen für ein schwaches oder bereits gestorbenes Volk.


    Starke Bienenvölker verhindern Schimmel in allen Beuten. Warme Luft kann eben einiges an Feuchte aufnehmen und damit puffern.

  • Aber,


    hattest Du nicht mal, auf einem IFT, darüber referiert, dass eine höhere Luftfeuchte schlechter für, also besser gegen, Varroamilben sei?


    Spräche ja für Styro-Beuten.


    doc

  • Ja, aber nur sehr hohe Luftfeuchten sind schlecht für die Varroen. Aber eben auch nicht besonders gut für die Bienen. Eine besondere Trockenheit bekommt der Milbe übrigens auch nicht.


    Sehr interessant ist der Umstand, daß so ein Bienenstock von innen mehrere Kleinklimate hat, so daß verschiedene Bereiche auch unterschiedlich klimatisiert sind. So auch die Luftfeuchte. Offene Brut braucht Feuchtigkeit, damit sie nicht vertrocknet. Überall sonst wird Schimmel zu einem Problem, wenn zu hohe Luftfeuchte da ist.


    Die Warmhaltigkeit einer Styroporbeute ist erstmal ganz gut für die Bienen. Einzig die Feuchtesperre oder fehlende "Atmungsaktivität" der Wände sind schlecht. Außerdem ist die übliche Wandstärke unzureichend, ein paar Zentimeter mehr und sie wäre sogar im Winter frei von Kondensation. Aber das ist eher ein Diskussion für den Nachbarfaden: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=27741

  • UUPPSS,


    habe eben erst den ganzen Artikel gelesen...


    Na, ja, bei der "Einführung" zur Fragestellung und dem "Initiator" war schon vorher klar, dass eine doppelwandige Holzbeute bevorteiligt wird.


    Die brauchts ja für den Skorpion! Eine so gestellte Arbeit, mit einem solchen "Ergebnis" von einem chemischen Unternehmen, würde aber gewaltig zerpflückt werden.


    Und zu Recht.


    Schade, dass junge Menschen sich so instrumentalisieren lassen (müssen?). Wissenschaftliche Arbeit geht anders.


    doc

  • 1) Das waren Schüler und keine Wissenschaftler.
    2) Für Pseudoskorpione braucht es keine doppelwandigen Holzbeuten. Im Gegenteil kamen bei den meisten Versuchen sogar präparierte Styroporbeuten zum Einsatz.
    3) Was ist denn das "Ergebnis" in deinen Worten wiedergegeben?
    4) Worin besteht der Mißbrauch/die Instrumentalisierung deiner Ansicht nach?


    Doc, Du warst schon mal entspannter.

  • Bernhard,


    lass uns nicht zanken.


    Zu 1) Es ging in dieser Schrift ja nicht darum, wer die meisten "Deine Mudder-Witze" kennt. Das wäre Schüler-Wissen.


    Es nötigt mir allerdings Kopfschütteln ab, was für Aussagen in dem Artikel getätigt werden. Wer ihn liest, genau liest, erkennt die Widersprüche.


    Als Beispiel: "Die Schimmelbildung war deutlich reduziert, oder gar nicht vorhanden". Ja, was nun? Es war nur eine (neue) Holzbeute! Gab es Schimmel, oder nicht?


    Aber gemachten Folgerungen entsprechen dem Zeitgeist und wäre heraus gekommen, dass es Bienen in Oskar-Tonnen und bei Cola-Sirup am besten ging, hätte es keinen


    Preis gegeben.


    Zu 2) Lt. eigenen Aussagen von Herrn Schiffer (Imkertag Soltau) sind alte, doppelwandige Holzbeuten am besten für Pseudoskorpione geeignet. Er schreibt auf seiner Homepage


    unter "Zucht": "Auch mit einem Schraubenzieher perforierte Segberger Styroporbeutenstücke wurden gerne besiedelt. Allerdings schlug die Symbiose in Segeberger Beuten fehl".


    Zu 3) Ein Ergebnis gibt es für mich nicht. Es werden die Ergebnisse der Bieneninstitute und des Monitorings in Frage gestellt und es wird sich aufgeregt, dass geäußert wird, der


    Fehler stünde hinter der Beute, aber drei Schüler, die zwei Beuten miteinander vergleichen, formulieren "Haltungsempfehlungen" für Imker!


    Zu 4) Von Missbrauch habe ich nichts geschrieben.


    Sollte ich auf Dich unentspannt wirken, darfst Du gerne für eine Honigmassage zu mir kommen!


    Nun mal eine Frage meinerseits: Warum postest Du in diesem Faden ein 6 Jahre altes Schulprojekt? Zum Thema sind wir doch schon aktueller?


    doc

  • Nur nochmal ganz kurz, die Holzbeute, war eine doppelwandige und gedämmte Beute und schafft 100%ig ein sehr gutes Beutenklima. Besser wie eine einfachwandige Holzbeute, das ist meine Erfahrung. Schimmel in den Segebergern habe ich vergangenes Jahr das erste mal auf der letzten Wabe deren Rückseite nach Westen gerichtet war (Wetterseite). Wie das Klima in den Segebergern ist kann ich nicht beurteilen, aber meine Bienen kommen darin sehr gut zurecht.
    Ich glaube Bernhard schrieb es, die Volksstärke ist sehr wichtig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Zwangs- und Dauerbelüftung sind doch eher Mittel, wenn man anders keine andere Lösung finden kann. Für mich nicht das Mittel der Wahl. Bei mir sind die Böden geschlossen.


    Gruß
    Bernhard