Ohne Bienen kein Humus!

  • http://www.journalmed.de/newsview.php?id=34448


    *Ohne Bienen droht ein Mangel an pflanzlichen Vitaminen und Mineralien

    Zitat

    Welche Auswirkungen hat das Bienensterben auf eine gesunde Welternährung? Antwort auf diese Frage geben jetzt wissenschaftliche Untersuchungen der Leuphana Universität Lüneburg. Professorin Alexandra-Maria Klein hat zusammen mit Kolleginnen der Freien Universität Berlin und der Universitäten in Berkeley und San Francisco eine international publizierte Studie vorgelegt. Sie weist erstmals nach, dass Kulturpflanzen mit dem höchsten Anteil an Fetten und Vitaminen A, C und E sowie einem hohen Anteil an Calcium, Fluorid und Eisen besonders von der Bestäubung durch Tiere profitieren. Entstehen Bestäubungsdefizite, wirkt sich das unmittelbar auf die Qualität der menschlichen Ernährung aus.


    "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass negative Folgen für die menschliche Gesundheit drohen, wenn die Anzahl bestäubender Tiere weiter abnimmt. Die Wissenschaftler schätzen, dass dann insgesamt bis zu 40% einiger durch Pflanzen bereitgestellter, essentieller Nährstoffe verloren gehen könnten."


    http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0021363 = Originalartikel
    Quelle: Leuphana Universität Lüneburg


    Ohne Bienen kein Humus, ohne Humus keine Bienen.
    q.e.d.
    Bernhard

  • Nein, Scherz beiseite: den deutschen Artikel hab' ich jetzt gelesen, den englischen überflogen.
    Die enorme Bedeutung der Bienen für die Bestäubung (vor allem für Obst) ist bekannt.
    Bernhard, aber ich verstehe nicht, was Du immer mit Deinem Humus hast.:confused:

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Hallo Miteinander,
    das beschrieb doch der Heroldt schon vor Jahrzehnten.
    (Neue Imkerschule)
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Na, das war jetzt aber ein logischer Fehlsch(l)uß in den Ofen. :lol:


    Essentielle und höherwertige organische Stoffverbindungen entstehen durch biochemische Prozesse im Erdboden. Genauer werden sie dort während der Humusbildung vorbereitet und dann später von Pflanzen aufgenommen und weiter aufgebaut.


    Bei diesen Prozessen spielen Bodenmikroben eine sehr große Rolle, wobei diese ein ganzes Netzwerk bilden, um diese Dinge aufzubauen. In diesem Netzwerk sind auch Pflanzen integriert - die ebenfalls zusammen mit Mikroben leben. Und in dieses Netzwerk sind auch die Bienen integriert - ebenfalls mit ihren Mikroben.


    Der Drohn und ich haben hier im Forum bereits mal fieberphantasiert, daß die Bienen im Bienenstock bestimmte Mikroben (und deren Enzyme) über den Winter retten und im Frühjahr die Blüten mit diesen Mikroben impfen.


    Mit dieser Studie ist ein weiterer Hinweis eingegangen, daß dem so ist.


    Wenn Du einen Bienenstock mit dem gesamten Inhalt kleinpürierst und mit Wasser verrührst, kommt eine dunkelbraune Brühe heraus - mit der gleichen Farbe, wie dem Humus. Das war für mich das Initialerlebnis für die These, daß im Bienenstock Humusbildung stattfindet. Und wer sich mit den Inhaltsstoffen von Propolis und den Stoffen im Humus beschäftigt, wird ganz interessante Parallelen finden.


    Welche Rolle diese essentiellen Stoffe und organischen Verbindungen für die Gesundheit aller Lebewesen spielen, kann gar nicht oft genug hervorgehoben werden.


    Freundliche Grüße
    Bernhard

  • Ah-ja... .


    So hat jedes Teil der Schöpfung seine Aufgabe. Und wehe eines fehlt oder wird achtlos wegdesinfiziert.


    Aber interessant auch, dass Ihr so gern vom Humus sprecht. Da kommt alles zusammen, denn aus dem ist alles gemacht.


    MfG André

  • Ja,
    wie der Pfarrer sagt: Asche zu Asche - Staub zu Staub.
    Blos gut, daß es (noch) keine Prlicht gibt, unsere Bienen der staatlichen Tierkörperbeseitigunsanstalt zuzuführen, dann wäre auch bald Schluss mit dem Humus. (Auf was für Ideen kommt Ihr blos - Wovon träumt Ihr nachts?)


    Glaubt Ihr nicht? Kommt irgendwann. Der Deutsche reglementiert alles eines Tages. Herrmann G. hatte es ja nur angedroht und nicht zu Ende geschafft. Die Grünen (damit meine ich jetzt nicht die Partei) werden es aber im Namen der Weltverbesserung bestimmt schaffen....
    Grüße ralf_2


    Manchmal bin ich froh, daß ich mich für die Zeit in 50 Jahren nicht mehr rüsten muss - da mach ich dann lieber auf Alzheimer, sollte mir der Kopf noch wackeln.....

  • Mensch wird früher oder später lernen müssen und die physische Nahrung transzendieren. Das nennt sich "Evolution".
    Warum auch nicht, einige haben diesen Schritt schon getan.


    PS: Das ist kein Jux!

    Dance like no one is watching, love like you'll never be hurt, sing like no one is listening and live like it's heaven on earth. Osho

  • Hallo Miteinander,
    das beschrieb doch der Heroldt schon vor Jahrzehnten.
    (Neue Imkerschule)
    Viele Grüße
    Lothar


     
    Alle Achtung, Lothar, Dich an den Artikel "Die Biene verbessert den Boden" erinnert zu haben.
    Zitat: ".......Die Biene wirkt also auch ueber die Humusbildung mit an der Erhaltung des Lebens."
    Gruesse - Klaus.

  • "physische Nahrung transzendieren"


    Erzähl mal mehr davon - etwa so wie dieser Inder, der angeblich seit -zig Jahren nichts zu sich genommen hat?


    Da würde sich der Dax aber freuen und kommt nie wieder aus dem Keller.


    Mit der Humusbildung mag ja stimmen - aber das Ganze ist pro Quadratkilometer gesehen wohl eher eine zu vernachlässigende Größe. Manchmal sollten wir uns auch nicht zu wichtig nehmen. Es gibt ja auch noch mehr Insekten.
    Bin sowieso schon langsam sauer auf meine Bienen: Auf Schneebeere, Natternkopf und Riesenhonigklee seh ich vor allem Hummeln, allerlei Schmetterlinge und sogar Wespen.
    Meine Damen ziehen es vor, sich von der "Massentracht" zu erholen und pfeifen auf solche Kleinigkeiten.... Aber vielleicht ist auch blos wegen Hitze oder Kälte oder Trockenheit nix zu holen.


    Grüße ralf_2

  • "physische Nahrung transzendieren" Erzähl mal mehr davon -


    Bloß nicht, so einen hatte ich mal in einem anderen Forum kennengelernt.
    Der konsumierte nur Licht...:roll:
     

    Zitat

    Mit der Humusbildung mag ja stimmen - aber das Ganze ist pro Quadratkilometer gesehen wohl eher eine zu vernachlässigende Größe.


    Ich produziere jeden Tag Humus - mehr als so ein Bienenvölkchen. Davon spricht keiner...:-(

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.