Brennesseltee für Bienen

  • In dieser Arbeit haben Forscher Bienenvölker absichtlich geschwächt und untersucht, mit welchen "Hausmitteln" sie wieder aufgepäppelt werden können.


    Dabei erwies sich ein Sud aus Brennesseln als sehr förderlich, die Bienen wieder zu stärken. Siehe: http://www.usab-tm.ro/fileadmi…MATHEMATICS/Marghitas.pdf


    Die Ergebnisse interessierten mich, da ich selbst schon mit ätherischen Ölen und Tees experimentierte. Ich habe daher eine gute handvoll Brennesseln gesammelt, mit kochendem Wasser übergossen und erkalten lassen. Daraufhin habe ich das Wasser gesiebt und dem Sud Zucker hinzugefügt. Ein paar Tropfen ätherischerer Öle für den Geschmack.


    Gefüttert habe ich meinen Beobachtungstock mit Fenstern. Dieses Volk, ein diesjähriger später Schwarm, wurde von mir schon länger mit reinem Zuckerwasser gefüttert. Jedenfalls brummt das Volk nur so nach einem Tag. Die Bienen sind äußerst lebhaft, lebhafter als zuvor und sie haben wie verrückt an diesem einen Tag gebaut. Auf mich machen sie einen positiv veränderten Eindruck.


    Das ist natürlich nur eine von mir so wahrgenommene Beobachtung, vielleicht gefärbt durch die Erwartungshaltung. Doch vielleicht läßt sich diese Beobachtung weiterhin bestätigen.


    Vielleicht sollten jetzt nicht alle darauf aufspringen - ich würde mich jedoch freuen, wenn weitere Imker mit Erfahrung bezüglich Bienentees und Ätherischen Ölen sich mit eigenen Beobachtungen anschließen würden.


    Freundliche Grüße
    Bernhard

  • Das ist natürlich nur eine von mir so wahrgenommene Beobachtung, vielleicht gefärbt durch die Erwartungshaltung. Doch vielleicht läßt sich diese Beobachtung weiterhin bestätigen.


    Bernhard, das ist nicht signifikant. das ist nichtmal Statistik.


    Ich habe heute morgen 0600 Biennflug an meinen Ablegern festgestellt wie in rapsener Volltracht (und sofort nach einem Leck im Futterwabenlager gesucht) Hätte ich gestern Brennesselbrühe gefüttert, wären die vielleicht auch geflogen wie plöte. Mach doch die Gegenprobe oder wenigstens Placebo. Der Rest der Brennesselsuppe ist doch sonst nur kalter Kaffee ... oder Satz.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Das meine Wahrnehmung nicht signifikant oder Statistik ist - das ist der Grund, warum ich darauf hingewiesen habe. :daumen: Ich meine das also ganz ehrlich so, wie es geschrieben habe, Wort für Wort.


    Ich hielt diese Studie und meine Beobachtung nur für so interessant, daß ich mich mit anderen dazu austauschen will, die ebenfalls schon in dieser Richtung arbeiten. Dazu wählte ich nicht die privaten Möglichkeiten (E-Mail, Persönliche Nachrichten, etc.), um die Anregungen von außen nicht auszuschließen.


    Mir ist also klar, daß diese Beobachtung genau nichts aussagt. Und das will ich hiermit noch einmal betonen. Also nicht nachmachen, liebe Imkerinnen und Imker, wenn ihr in diesem Thema noch nicht fortgeschritten seid.


    :p_flower01:


    Gruß
    Bernhard

  • Zweiter Tag und ich bilde mir immer noch ein positiv verändertes Verhalten ein.


    Gruß
    Bernhard

  • Nein, es sind die gesammelten Erdstrahlen in den Brennesseln.


    Immer wenn Aromen in Verbindung mit Süß in den Bienenstück gelangen ist dort Äggdschen. Erinnert Euch doch mal an den Bienentanz. Da werden aromatische Proben verteilt und die Rekrutierten oder Überzeugten suchen dann danach. Klar, daß das Leben in die Bude bringt. Man kann ja auch mal Rosenölzuckerplärre füttern und staunen, wieviel Erdstarhlen auch in Rosenöl sind.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
    weniger Erdstrahlen, eher Stickstoff. Brennesseln siedeln sich dort an, wo viel Stickstoff im Boden ist und nehmen diesen auf.
    Also bringst Du auf die Art Stickstoff in den Stock ein.
    Wieso noch ätherische Öle? Ich dachte, Du willst möglichst wenig fremde Stoff im Stock.
    Grüße
    apirita

  • Ich habe in den letzten zwei Jahren mit ätherischen Ölen experimentiert, weil ich aufgrund meiner Recherchen der Auffassung bin, daß das Immunsystem der Bienen nur dann arbeiten kann, wenn es mit quantitativ und qualitativ ausreichend Baustoffen versorgt wird. Diese Baustoffe fehlen meines Erachtens in der heutigen Nahrung der Bienen.


    Ausgehend von den Ergebnissen der Universität West Virginia, die eine Verminderung der Fertilität der Varroamilben nach Gabe von bestimmten ätherischen Ölen feststellten, habe ich diesen Anfang weiter verfolgt.


    Ich bin mir also durchaus bewußt, was Zucker und Aroma im Stock verursachen. Sicher bringt das "Leben in die Bude". Aber ich sehe dazu einen großen Unterschied zum Brennesseltee - der eben noch mehr Leben in die Bude bringt.


    Wenn sich jemand nicht mit Bienentees, ätherischen Ölen und den nahrungsbiologischen Hintergründen nicht auskennt, der sollte lieber davon die Finger lassen, weil auch diese "natürlichen" Stoffe Schäden bei den Bienen verursachen können.


    Ansonsten nehmt es einfach so zur Kenntnis.


    Wer sich damit auskennt und dazu schon eigene Beobachtungen angestellt hat, der kann den Hinweis auf die Brennessel weiter verfolgen. Ich denke, es lohnt sich.


    Wer sich so dafür interessiert, den darf ich auf die weiter oben verlinkte Studie verweisen. Dort ist alles nachvollziehbar aufgeschrieben und muß nur noch gelesen werden.


    Gruß
    Bernhard

  • viel Propolis ergibt viel ätherische Dämpfe, im Stock. Richtig?! Bei uns gibt es Züchter, deren Bienen sind quasi Propolisfrei, trotzdem ziemlich Varroafrei. Das widerspricht auch meiner Theorie. Diese Zuchten sind extrem auf putzen selektioniert, Propolisbildner flogen raus. Es gibt also viele Wege zur Varroadezimierung

  • Mein Ansatz ist aber nicht die Dezimierung von irgendetwas, sondern die Stärkung der Bienen. Ich denke, dieser Ansatz ist noch viel zu wenig erforscht.


    Gruß
    Bernhard

  • Hat es denn schon mal wer mit Rotwein probiert? Pfr. Christ hat das doch sehr oft in seinem Buch erwähnt. Obwohl, wenn ich so an einige Pfarrer von heute denke, da käme der gute Rote wohl kaum noch am Bienenstock an:lol:. Ich finde diese Geschichten jedenfalls äusserst spannend. Ich hatte ja auch Angst vor der Überwinterung auf Honig. Sicher kann auch das mal schiefgehen, aber das kann es auf Zucker genau so. Viel positives hab ich auch schon von diesem BX (ich glaub)21 gehört. irgendwas mit Topinambur, sicher ist es natürlich so, daß man da immer mit einer Erwartungshaltung ran geht. Aber nur durch sowas kommt man weiter, hoffentlich.


    LG Georg

  • Bitte, es geht in diesem Thread nicht um ätherische Öle, nicht um BXY, noch sonstwelchen "Zusätzen". Und auch keine Erdstrahlen oder Rotwein. Es geht nicht darum, wahllos etwas ins Volk zu panschen.


    Brennesseln, nur Brennesseln.


    Danke.
    Bernhard

  • Hallo
    Ich habe einen Bekannten der gibt seinen Bienen Apfelessig zu trinken ,und ist begeistert .Die Bienen sollen“ viel vitaler sein nach seiner Aussage .
    Der eine Schwört erben da drauf ,der anderer da drauf .
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd

  • Na super, jetzt auch noch Apfelessig...ihr wollt es zerreden. Ich hätte besser die Schnauze gehalten.


    Danke für deinen "Beitrag".


    Gruß
    Bernhard


    PS: Im übrigen plenkst Du. Stichwort "Plenken" wird Dir helfen, in Zukunft nicht gegen die Netiquette zu verstoßen.

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