kann ein neuer honigraum nur aus mittelwänden bestehen??

  • Hallo,
    Ich habe erst jüngst mit dem Imkern angefangen. Da ich im Moment viel Zeit und eine Menge an leeren, gespannten Rähmchen plus eine Unmenge an Mittelwänden.
    Nun stellen sich mir zwei fragen auf:
    1. Darf ein Honigraum nur aus Mittlwänden bestehen?? (nach dem Winter)
    2. Wie viele Mittelwände werden übers ganze Jahr pro Volk benötigt?? (Deutsches Normalmaß)
     
    ICh würd mich sehr über ein paar lehrreiche Tipps freuen, mfG Niklas:-D

  • Hallo niklas94,
    es macht kein Problem, bei Tracht, einem Volk einen Honigraum der nur mit Mittelwänden bestückt ist aufzusetzen.
    Wie viele Mittelwände ein Volk übers Jahr ausbauen kann hängt von der Volksstärke und dem Trachtangebot ab.
    Ein Beispiel: Bei einem Anfängerkurs hat ein Volk in diesem Frühjahr/Frühsommer locker 1 Brutraum und 2 Honigräume nur mit Mittelwänden, je 10 Waben Zander, ausgebaut. Ein schwächeres Volk hat am gleichen Standort einen Brutraum und eine Honigzarge ausgebaut. Pauschal kann man keine Angaben machen.
    Gruß und herzlich willkommen im Forum
    Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • 2. Wie viele Mittelwände werden übers ganze Jahr pro Volk benötigt?? (Deutsches Normalmaß) ICh würd mich sehr über ein paar lehrreiche Tipps freuen, mfG Niklas:-D


    Moin , Moin aus Hamburg und herzlich willkommen im Forum.
    Je Volk (mind) eine Zarge mit Mittelwänden ausbauen lassen. So halte ich es. Dadurch kannst Du jedes Jahr eine Zarge Altwaben entnehmen. Das kann man zargenweise zum Beispiel im Frühjahr erledigen oder immer mal so zwischendurch. Wenn Sie bauen, dann lass Sie bauen. Ansonsten schließe ich mich meinem Vorredner vorbehaltlos an.


    Best Grüße aus dem regnerischen Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ganz wichtig ist, das Absperrgitter nicht gleichzeitig mit dem aufsetzten der MW einzulegen.
    Erst MW drauf (ohne ASG) dann, wenn die Bienen einige MW ausgebaut haben, ASG einlegen.


    Sonst dauert es ewig, bis die raufgehen und grad im Frühjahr kommt da schnell Schwamstimmung auf.

  • Guter Hinweis von Günther B., beobachte ich auch und wollte immer auch schon entsprechend agieren. Und werde es künftig auch tun, jetzt, wo das durch einen Erfahreneren bestätigt ist. (Auch wenn vielleicht eine Anfahrt mehr). Gruß Ingerich

  • Hallo,
    meine Erfahrung ist die, dass ich zwei Brutraum-Waben der Seiten (ohne Brut) in die Mitte des neuen Honigraumes haenge und dadurch meine Immen nach oben locke.
    Absperrgitter verwende ich schon lange nicht mehr, da ich die Waben im Honigraum auf Abstand haenge (9 statt 10 Waben), sodass sie von der Koenigin nicht bestiftet werden - da breiter ausgebaut.
    Frohe Imkergruesse - Klaus.

  • Hallo Michael;
    Habe diese Arbeitsweise vor Jahren gelesen und seitdem immer angewandt wenn ich aufstocken musste. Funktioniert sehr gut - hoffentlich auch bei anderen Imkerkollegen?
    Frohe Imkergruesse - Klaus.

  • Günstig ist, wenigstens eine offene Brutwabe zentral im neuen Brutraum zu haben, um die das Brutnest herum angelegt werden kann. Der Rest kann in der Tat mit Mittelwänden aufgefüllt werden.
    Viele empfehlen heute auch Naturbau, also nur einen Leitstreifen am Rähmchenoberträger. Mit diesen Waben muss man etwas vorsichtig hantieren, wenn man sie mit Brut waagerecht hält (für neugierige Imker hat die Natur keine Vorkehrung getroffen) weil der stabilisierende Draht fehlt.
    Wichtig ist auch das Timing für die Erweiterung. Die Volksstärke und das zu erwartende Wetter müssen eine Erweiterung möglich machen. Wird's noch mal kalt (Eisheilige!) und das Volk war noch etwas zu schwach, wird die neue Brutraumzarge nicht angenommen. Macht man die Erweiterung zu spät, schwärmen die Bienen trotz Erweiterung.
    Irgendwann wollen sie sowieso schwärmen, sonst wären sie aus der Art geschlagen. Aber das ist ein anderes Kapitel.


    Grüße ralf_2

  • Günstig ist, wenigstens eine offene Brutwabe zentral im neuen Brutraum zu haben, um die das Brutnest herum angelegt werden kann. Der Rest kann in der Tat mit Mittelwänden aufgefüllt werden.
    Viele empfehlen heute auch Naturbau, also nur einen Leitstreifen am Rähmchenoberträger. Mit diesen Waben muss man etwas vorsichtig hantieren, wenn man sie mit Brut waagerecht hält (für neugierige Imker hat die Natur keine Vorkehrung getroffen) weil der stabilisierende Draht fehlt.
    Wichtig ist auch das Timing für die Erweiterung. Die Volksstärke und das zu erwartende Wetter müssen eine Erweiterung möglich machen. Wird's noch mal kalt (Eisheilige!) und das Volk war noch etwas zu schwach, wird die neue Brutraumzarge nicht angenommen. Macht man die Erweiterung zu spät, schwärmen die Bienen trotz Erweiterung.
    Irgendwann wollen sie sowieso schwärmen, sonst wären sie aus der Art geschlagen. Aber das ist ein anderes Kapitel.


    Grüße ralf_2


     
    Hallo ralf_2 , hier geht es um den HONIGRAUM ! ! ! Nicht Brutraum .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.