Jetzt stehen auch die Österreicher auf ...

  • Hallo !


    Unter dem Motto:


    "Bienen endlich schützen!" (Link)


    findet in Wien eine Demo statt, denn
    3 Jahre Bienenvergiftungen durch Maisbeize sind genug !


    Mittwoch, dem 6. Juli 2011 um 10:00 Uhr vor der Wiener Staatsoper
    also an promineter Stelle.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Servus Bernhard,


    danke für Deinen Aufruf - wir würden Verstärkung gut gebrauchen können. Unser "Lebensminister" ist nicht bereit auch nur einen Schritt in Richtung Verbot dieser gefährlichen Maisbeizmittel zu machen. Wir müssen uns mit allen Mitteln und dazu gehört nun die Demo als Imker Gehör verschaffen. Die Biene selbst kann das leider nicht tun. Die stirbt still und leise......


    Ich würde mich freuen auf diesem Wege einige Mitglieder dieses großen deutschen Forums persönlich kennenzulernen.


    Liebe Grüße aus Wien
    Elisabeth

  • ich hab den Termin schon mal vorgemerkt


    Ich finde es ist schon sehr wichtig, dass diese Aktion nach kräften unterstützt wird.


    Leider muss ich feststellen, dass in Imkerkreisen bis jetzt nahe zu alle Demos in diese Richtung nicht so richtig akzeptiert wurden. So auch die Aktion in Köln. Dort hatte ich eigentlich schon ein paar Gesichter aus Österreich erwartet. Klar es war schon voll Bienensaison und Köln ist ja für Österreicher auch nicht grad um die Ecke!


    Mir scheint nach alle den Aktionen an denen ich bis jetzt teil genommen habe, dass die Imker die öffentliche Auseinandersetzung mit Vergiftungen wohl eher scheuen und allzu sehr Angst davor haben, dass wenn ein Kunde sie im TV sieht, man dann kein Glas Honig mehr verkauft bekommt. Viele glauben da neben wohl auch, dass irgend einer das schon richten wird, schicken also lieber die andern vor.


    So vermisse ich bei der ganzen Geschchte in Österreich auch, dass sich die betroffenen Imker sowas überhaupt gefallen lassen. 3 Jahre lang offiziell begutachtete Vergiftungen hinzunehmen durch diese Beizen mittels pneumatischer Sähtechnik ist für sich allein betrachtet schon ein Hammer, vor allem vor dem Hintergurnd, dass dieser Vergiftungsweg schon seit 1997 bekannt ist.


    Scheinbar ist aber diese ganze Geschichte nur ein deutschsprachiges Problem und bei Franzosen und Italiener schon lange ein Dauerbrenner. Wobei in Baden-Württemberg 2008 eben der (deutsche) Beweiß teuer erbracht wurde und man aber immer noch versuchen will dieses Problem weg zu bekommen, weg zu leugnen (Unfall mit falsch gebeitztem Saatgut) oder zu verharmlosen (Liebig).


    Denn sonst hätten wir kein ruhen der Zulassung in Deutschland sondern ein Verbot!


    Ich werde kommen!


    Ich werde wo es geht mithelfen das dieser Mist keine weiteren Bienen mehr vergiften kann.


    Allein desshalb sollten wir uns solidarisch zeigen und dahin gehen und den mutigen dort unsere friedliche Unterstützung zu kommen lassen.


    Jeder der bis heute mit diesen Neonics noch keine Probleme bekommen hat, sollte heil froh sein


    Sich desshalb aber zurück lehen und sagen bei mir ist alles OK, das kann es nicht sein.


    Morgen kann er der nächste sein und selber betroffen sein, denn wir haben immer noch kein endgültiges Verbot dieser Stoffgruppe!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Servus toyota,
     
    Du hast es, wie so oft, auf den Punkt gebracht!
     
    Ich selbst habe 1000 Entschuldigungen, nicht nach Wien zu fahren, auch wenn mich der Josef bei meiner Minidemo so brav unterstützt hat und 400 km gefahren ist.
     
    Doch ichs versprechs: Ihr werdet mich nicht mehr los, wenn ich die Zeit finde und die Uhr tickt, bis der Zeitpunkt erreicht ist!
     
    (Zwischeneini, hab ich auch noch genug vor der eigenen Haustür zu kehren mit meinen Landwirten, die nächsten Veranstaltungen gegen Gift und Gen und pro kleinstrukturierter
    Ldw. bedürfen auch ihrer Zeit)
     
    Das Problem liegt meist an der Überalterung. Viele Imker sind geizig, kleinkarriert, handeln unsachgemäß und haben vorn vorn und hinten keine Ahnung, was so läuft.
    (Von Bienenschindern, einmal abgesehen, deren ich genug davon kenne)
     
    Wenn die Biene eingeht, dann an der Ignoranz der Imker!
     
    Doch ist auch Besserung in Sicht!
     
    Soviel Junge kommen nach, die sich auch mit den Zusammenhängen der Problematik auseinandersetzen.
     
    Im Prinzip gehört nur die Intensivität der ldw. Kultur in eine Extensivere umgewandelt,
    für die der Verbraucher auch mehr bezahlen darf/soll.
     
    (Sonst muß er dies anderswertig begleichen.)
     
    Noch ein Lob an die Alten: Remsi und Josef, ich zieh den Hut vor Euch!
     
    (Ihr alten Revolutzer)
     
    Sollte sich 2013 nichts ändern, werdet Ihr mich leidergottes alle kennenlernen.
     
    Wenn Ihr Euch das ersparen wollte: Fahrt einfach hin auf die Demo nach Wien!
     
    Ihr müden Deutschen und Österreicher: Wir sollten auch mal nicht alles dem Herrgott überlassen!
     
    Vieles müssen wir schon selber richten!
     
    Fangen wir an!
     
    Und nehmt Euch ein Beispiel an den Unverdrossenen, es geht uns alle an!
     
     
     
    Gruß Simmerl

  • Hallo Simmerl,


    wenn du mal von 350 auf nahe Null runter gebremst wirst dann haste viel Zeit sehr viel Zeit!


    Vor allem Zeit zum Denken!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Servus toyotafan,
     
    ich freue mich riesig, dass Du von so weit nach Wien kommst, meine große Bewunderung hast Du! Und ja, ich bin erst seit 2009 Hobbyimkerin, ich konnte mir nicht vorstellen, dass es bei diesem Thema so schwierig ist, Imker zu motivieren diese Veranstaltung zu besuchen und so dazu zu verhelfen, dass wir genügend Leute sind um die Medien aufmerksam zu machen. Auch bin ich über unsere Verbände regelrecht frustriert, dass sie, wenn Sie das schon nicht selbst organisiert haben, nicht die Gelegenheit nutzen um zur Demo aufzurufen. Das ist doch schon das Wenigste.
    Naja man lernt dazu....
     
    Jedenfalls vielen Dank, dass Du nach Wien kommst.
     
    Lg
    Elisabeth

  • diese neue Rolle in die wir Imker hier letztlich ungewollt hineingeraten sind, dieser neuen Rolle sind sich einfach noch nicht alle bewußt. Das ist eines der Probleme mt denen sich die Imkerei hier in der EU neu auseinander setzen muss.


    Die größte Hürde dabei ist die Angst vor einem Honig-Imageverlust.


    Das bremst die meisten zur Zeit. Jedenfalls spüre ich das zum Teil sehr deutlich.


    Auch kommt es zu Konflikten mit den Landwirten und Imkern. Die Landwirte können aber am wenigsten für unsere Situation, außer vielleicht nicht mehr an der Monokultur fest zu halten.


    Und die von dir angesprochenen Funktionäre haben letztlich das gleiche Problem. Ängste machen einem lahm und handlungsunfähig.


    Hinzu kommen dann auch noch represalien. Alles unschöne Dinge mit denen man sich zusätzlich noch außeinander setzen muss. Da resigniert so mancher.


    Bei euch in Österreich kommt hinzu, dass man allzulange auf Diplomatie und Gespräche gesetzt hat. Eben den Charme der Österreicher. Der aber bei dieser Geschichte fehl am Platz ist und bisher nicht mal im Ansatz zum Ziel führte.


    Schade eigentlich.


    Es muss wohl erst richtig rums machen, wie bei uns 2008.


    Beispiele aus der Vergangenheit gewünscht?


    Insegar


    E 605


    DDT


    darfs no a bissel mhe san?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Servus toyotafan,


    Du hast ja sowas von recht was das Verhandeln angeht - leider setzt man zum Beispiel im Burgenländischen Landesverband noch immer darauf- siehe http://www.imker-burgenland.at/


    Ich verstehe das insofern überhaupt nicht, da in diesem Bundesland auch heuer wieder Bienenschäden aufgetreten sind!


    Lg
    Elisabeth

  • ja so was gibts auch bei uns in BaWü.


    wir haben ja 2 Landesverbände für Baden-Württemberg. Und eigenartigerweise ist bei den Vergiftungen im Raum Salem im Jahr 2008 lediglich Mesurol gefunden worden und kein Chlothianidin, warum wohl?


    Somit war diese Geschichte in 2008 nur auf dem Oberrhein begrenzt worden obwohl es auch in anderen Gegenden Bienenvölker betroffen hatte.


    Auch in Hessen gab es damals Vergiftungen!


    Und Auch im Raum Passau diese wurden wenigstens später noch bekannt!


    Den Liedelbauer, den hab ich angenehm kennen gelernt und der ist schon auf unserer Seite! Von solchen wie Ihm und Hülsmann bräuchten die deutschsprachigen Verbände einfach noch ein paar mehr.


    Dass ein Landesfürst sich klar gegen eine Demo ausspricht und lieber auf Gespräche setzt ist die eine Seite der Medallie und kann man bzw. muss man akzeptieren.


    Jedoch einen Aufruf zu machen, nicht dort hin zugehen, kann jedoch ganz schnell zum Bummerrang für ihn werden.


    Weil jetzt hat er ja eine Angriffsfläche!


    Angst führt oft zu absurden Handlungen und schein bar ist das ein Ausdruck von Angst bei ihm, so würde ich das jedenfalls deuten. Es geht ihm wohl um das Ansehen der (seines) Verbände in der Politik. Wir haben dort aber nichts mehr zu verlieren, denn die Politiker haben soviele Lobbyisten um sich, da sind wir Imker und auch die Verbände ein Nasenwässerchen dagegen und wir sind dort sowas von Bedeutungslos, dass es im Grunde egal ist ob wir da gut da stehen oder nicht.


    Wir werden erst dann wirklich ernstgenommen und auch als unangenehm empfunden, wenn unsere Themen täglich in den Medien stehen. Und dann gibts auch ganz schnell wieder Gespräche!
    Aber eben Gespräche auf einer total andern Grundlage!
    So läuft das nun mal in der Politik!


    Bin aber gerne bereit mich eines besseren belehren zu lassen.


    Grüßl

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Servus toyotafan,


    ich freue mich, Dich persönlich kennengelernt zu haben und möcht mich nochmals bedanken, dass Du den weiten Weg nach Wien nicht gescheut hast. Obwohl die Organisation leider ein bisserl chaotisch war und kein Megaphon oder Mikrophon vorhanden war, konnte ich einen Teil Deiner Rede doch verstehen und ich freue mich, dass gegen Ende der Veranstaltung dann doch so viele Leute da waren. Leider war das auch der Grund, dass ich mich nicht von Dir verabschieden konnte, da ich Dich in der Menge nicht mehr gefunden habe.
    Gestern wurde am Abend bereits im ORF über die Kundgebung berichtet und auch das Parlament hat wieder über unser Problem getagt - was will man mehr für den Anfang.


    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Maisbeize: Trotz Auflagen auch heuer wieder Schäden bei Bienen
    top agrar Österreich
    Die heuer zum Schutz der Bienen verordneten "risikomindernden Auflagen" bei
    der Ausbringung von Saatgut das mit dem Wirkstoff der Neonicotinoide
    gebeizt ist ...
    http://www.topagrar.at/home/index.php?option=com_content&task=view&id=2545&Itemid=1


    Binder-Maier fordert Verbot von Mais-Beizmittel zum Schutz der Bienen
    APA OTS
    ... und haben diese Pestizide der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide
    verboten. ... und machen den Einsatz der für die Bienen tödlichen
    Pestizide notwendig. ...
    http://www.ots.at/presseaussen…tel-zum-schutz-der-bienen


    GLOBAL 2000 und Imker: Stopp Bienenmord! Pestizidverbot jetzt!
    Bienen und Wildbienen werden durch Neonicotinoide in drei Phasen getötet:
    ... Aktuelle Studien belegen, dass diese Pestizide neben den kurzfristigen...
    http://www.ots.at/presseaussen…mord-pestizidverbot-jetzt


    Saatgut-Beize: Trotz Auflagen auch heuer wieder Schäden bei Bienen
    Wien (OTS) - Die heuer zum Schutz der Bienen verordneten "risikomindernden
    ... Ausbringung von Saatgut das mit dem Wirkstoff der Neonicotinoide
    gebeizt ist, ...
    http://www.ots.at/presseaussen…ieder-schaeden-bei-bienen

  • Zitat

    Auf die Protestaktion von Global 2000 und dem österreichischen Imkerbund reagiert Wlodkowsi folgendermaßen: "Wenn nun Organisationen mediale Panikmache betreiben und die Imker, die ja in der Sache Fortschritte erzielen wollen, für ihren Aktionismus instrumentalisieren, so ist das mehr als bedenklich. Denn die Bienengesundheit ist von einer Vielzahl unterschiedlichster Einflussfaktoren abhängig", ergänzte Wlodkowski.


    ja was soll man da nur sagen?


    ja ja weil die Bienen krank sind vertragen sie das Clothianidin nicht ganz so gut wie sonst?


    Wo her kenn ich das blos?


    hier wird der Bienenschutz mit Füßen getreten!


    Chemie bekommt den Vorrang vor einer wirklich sinnvoll funktionierenden Maiswurzelbohrerbekämpfungsstrategie und der Tierschutz wird dabei vollkommen auseracht gelassen!


    Passend dazu:


    Deutscher Imkertag im Oktober 2009 Sonleitner..... warum blockiert das JKI immer noch die Zulassung der dringend benötigten Maisbeizen, obwohl bekannt ist, dass in Österreich wo diese Beizen zugelassen sind, den Bienen nichts passiert!.....


    ....hier wird einseitig zuallem auch noch ideologisch orientierten Interressensvertretern zu Lasten der Bauern nachgegeben!......


    kein Imker ist aufgestanden und hat ihm was entgegnet, keiner obwohl genug Imker dort waren die es wussten.


    So geht das wie ein Roter Faden durch den ganzen Vergiftungssumpf.


    Die paar wenigen die den Mut haben, werden dann auch noch Ideologisiert? In was für einem Film leben denn diese Bauernverbändler?


    Nasenbluten der Lohnsähunternehmer sind ihnen wohl auch piep egal!


    Oder ist das nun der Grund warum Sonleitner nicht mehr weiter machen will?



    Ich möchte an der stelle mich bei allen die in Wien waren bedanken!


    Für mich war es bisher die Größte Aktion an der ich in dieser Sache teil genommen habe!
    wünsche weiterhin viel Mut und Inputt


    Bilder kommen noch

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!