Entdeckelungshobel Phifar

  • Hallo Zusammen,
    ich möchte meine Honigernte etwas erleichtern und bin auf den Entdeckelungshobel "Phifar" gestoßen. Hat jemand Erfahrungen mit dieser Art zu entdeckeln? Mit der Gabel ist es doch recht mühselig und der Heiluftföhn ist auch nicht das Wahre (außer die Waben sind ganz neu)
    Viele Grüße
    Winfried

  • Hallo winichef,


    Entdeckelungshobel Phifar kenne ich nicht , möchte ich auch nicht kennenlernen. Nur soviel: Hatte bisher auch was gegen den Heißluftföhn , aber nachdem ich eine Variante ausbaldowert habe , bei der das verflüssigte Entdeckelungswachs zum richtigen Zeitpunkt mit der Entdeckelungsgabel so behandelt wird das der Honig bei der Schleuderung auch rauskommt , ist alles rotscher.
    Nachteil: Die Siebe sind schneller dicht. Deshalb 1 bis 2 Sätze Siebe in der Hinterhand um vorwärtszukommen.


    Gruß hannes

  • Hallo Winfried,
    ich kenne obigen Hobel auch nicht.
    Ich möchte nur mal im Allgemeinen sagen, dass ein elektrischer Hobel oder ein Messer gute Dienste leisten können.
    Man sollte aber darauf achten, dass das Gerät eine "ordentliche" Heizleistung hat.
    Mein Messer hat z.B. 500 Watt, und ich möchte keines davon missen. Es gibt Geräte auf dem Markt, die werden mal gerade so lauwarm, die sind ihr Geld nicht wert, und wenn sie geschenkt wären.
    Schau Dir das Ding vorher genau an, wenn möglich lass es Dir im Einsatz vorführen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • ...Man sollte aber darauf achten, dass das Gerät eine "ordentliche" Heizleistung hat. Mein Messer hat z.B. 500 Watt...


    Hallo Michael,


    wer liefert so ein leistungsstarkes Gerät?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Wurzel
    Da, extra für Dich:
    http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/shop/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0422984655946493&AnbieterID=32
    Ich hoffe, der Link geht so gut wie das Messer.
    Ich schneide damit meine Waben in kürzester Zeit, einfach perfekt.
    Die Schneide wird richtig heiss, also Finger weg.


    PS: Doch nicht so ganz gelungen, gehe auf "Entdeckeln" und dann auf "Enteckelungsmesser 575 Watt"

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Alter Thread, aktuelles Thema - fuer mich jedenfalls...:wink:


    Konnte zwischenzeitlich jemand Erfahrungen mit dem Phifar Entdeckelungshobel sammeln?


    Ich kenne den aus den Videos von Dirk Unger. Das Entdeckeln damit sieht sehr "geschmeidig" aus. :)

  • Hallo,
    kann hier mal kurz meine Erfahrungen kundtun:
    habe vor ein paar Jahren bei einem Kollegen das gute Stück gesehen und war erstmal sehr angetan. Abhobeln geht (mit Übung) flott und man kann auch ins Rähmchen rein enddeckeln.
    Inzwischen bin ich absolut kein Freund mehr davon. Da der Hobel keine Temperaturregelung hat muß man zwischendurch den Hobel ausstellen damit der Honig nicht karamelisiert. Bei einer größeren Menge an Waben ist der Hobel dann auch sehr schnell im Eimer. Bei meinem war nach ca. 3Tonnen Ende mit der Heizpatrone. Bei wenigen Hr mag der funzen, ist dafür aber wohl zu teuer und zu umständlich (Temperaturregulation).
    Bei wenigen Völkern ist dann aber eh die Gabel das Werkzeug der Wahl.
    Bei mehr Völkern kommt eigentlich nur das Messer Speedking in Frage. Reguliert die Temperatur und funzt sehr gut!!!
    Fazit: Als Hobbyimker nimm die Gabel oder wenn`s sein muß den Fön, bei mehr Völkern nimm das Messer oder ne Maschiene von Keller!
    VG

  • Hallo Robert,


    danke fuer Deine Erfahrungen!


    Ja, ich hab in Dirk Ungers Videos gesehen, dass er mit zwei Hobeln arbeitet, da sie bei der Benutzung schnell abkuehlen. Bei Nichtbenutzung hingegen heizen sie sich so stark auf, dass er sie im Wasser abkuehlen muss.


    Geht das Entdeckeln mit dem Messer auch gut, wenn man keine Dickwaben benutzt?


    Ich verwende Hoffmannraehmchen mit schmalem Untertraeger. Gehen muesste es trotzdem. In den USA wird ja auch viel mit dem Messer entdeckelt. Aber bei den glatten, gleichbreiten Dadantraehmchen kann man natuerlich echt schoen am Holz entlangfahren.

  • Moin Frisbee,
    Zum Hobel: den in Wasser abzukühlen finde ich genauso verantwortungsbewußt wie in der Badewanne Haare fönen.


    Zum Messer: vielleicht solltest Du über Dickwaben nachdenken, ich benutze 9 im Hr (eigentlichen passen 10rein). Mit dem Wassergehalt hatte ich noch kein Problem und ab ner gewissen Menge spart das echt Rähmchen!
    Man kann zwar auch bündige Rähmchen abschneiden aber bei dickem Überbau geht das um einiges lässiger. Wenn bündig dann eben das Messer etwas schräg halten funzt auch dauert aber länger! Hoffmannseiten sind aber für das Messer absolut kein Problem, nerven aber bei der Enddeckelungsmaschiene ziemlich.


    Ps: probier doch einfach mal Dickwaben bei ein paar Hr aus. Klappt bestimmt bei deinen Ls 2/3 gut. Kümmer Dich einfach nicht um die Hoffmannseiten und pack einfach ein Rähmchen pro Zarge weniger rein, den Rest machen schon die Bienen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Robert Freimann () aus folgendem Grund: Ps

  • Also ich habe so ein Speedking-Messer und nutze auch 10 statt 11 Rähmchen in der DN 0,5er Zarge (mit selbstgebastelten Kämmen da die Segeberger es einfach nicht hinbekommen, so einen Kamm zu liefern). Das sind dann Waben mit leichtem Überbau und keine echten Dickwaben. Funktioniert dann aber klasse mit dem Messer. Wer es mal testen will holt sich ein Tortenbodenmesser mit Wellenschliff. Das reicht so zum Ausprobieren.


    Melanie

  • Geht das Entdeckeln mit dem Messer auch gut, wenn man keine Dickwaben benutzt?


    ... geht auch, wenn man beim Entdeckeln das Messer ein wenig "schwenkt". Man kann mit Hoffmann Rähmchen eben nicht "plan" abdeckeln, sondern muss dann eben ein wenig hantieren. In meinem Bestand finden sich noch einige ältere HR-Rahmen mit geraden Seiten. Mit denen geht's besonders gut - es müssen ja nicht immer Dickwaben sein...


    Das el. beheizte Messer lohnt sich m.E. auch schon bei kleineren Mengen (Kilos, nicht Tonnen !); denn die Schnelligkeit erreiche ich zumindest nicht mit der Gabel. Einziger Nachteil ist, dass geschmolzenes Wachs im "Wachssammler" etwas fester an den Oberflächen klebt, als mit der Gabel entdeckeltes Wachs. Da muss beim Reinigen etwas mehr Motivation aufgebracht werden.


    Versuch macht kluch


    Rainer

  • Hallo,


    mir stellt sich noch eine Frage bezueglich der Verwendung von weniger Raehmchen im HR:


    Gibt es da keine Probleme hinsichtlich Honigeinlagerung und Luftzirkulation, wenn die Wabengassen zum Brutraum nicht mehr fluchten?