Refraktometer?

  • Hallo Bienenfreunde,
    was meint ihr, ist ein Refraktometer ein muss?
    Wenn man eins Kaufen möchte, worauf sollte man achten, es gibt doch bestimmt nicht umsonst billige und teure Geräte.


    Gruß Patrick :Biene:

  • Hallo
    Das muß nicht teuer sein. Hab eins aus dem Internet ersteigert. Bin damit sehr zufrieden und hat fast die Hälfte gekostet als im Imkereifachhandel. Damit bist auf jedenfall auf Nummer sicher wegen den Wassergehalt. Ich hatte dieses Jahr auch Honig der ziemlich flüssig aussah aber die Messung hat ergeben 18%.
    Viele Grüße

  • Hallo Bienenfreunde,
    was meint ihr, ist ein Refraktometer ein muss?
    Wenn man eins Kaufen möchte, worauf sollte man achten, es gibt doch bestimmt nicht umsonst billige und teure Geräte.


    Ja.
    Ich habe eine hüsch kompakte Version von Zeiss für die Hemdtasche (Abb. im Pohl-Anfänfer-Buch) - aber ein preiswertes ist mit Sicherheit viel besser als gar kein R. Verdeckelungsgrad, Spritzprobe - Tinnef! Hatte im Frühjahr unverdeckelte Honigwaben mit nur 15,5% Wasser. Verdeckelte Waben hatten auch schon mal 18,5%.
     
    MfG
    Hermann

  • Hallo !


    Wir haben bei einem größeren Imkereibedarf ein Refraktometer erworben.
    Damit sind wir recht unzufrieden, es besteht regelmäßiger Eichungsbedarf.
    (Ist uns bei einer Honiganalyse aufgefallen, da haben sich die Labormeßwerte doch um einiges von unseren eigenen Meßergebnissen unterschieden).
    Zudem ist eine spezielle Eichflüssigkeit notwendig.


    Heute würden wir nur noch eins einsetzen welches sich mit "destiliertem Wasser eichen läst" auch der Prismen Version kann man nicht 100% trauen wie wir bei Proben festgetsellt haben.


    Es gibt Digitale die einen recht guten Eindruck machen ...
    ... aber wie so oft, wer billig kauft - kauft zweimal oder gibt sich mit Minderwertigem zufrieden.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Meine Meinung zur Kernfrage "Ist ein Refraktometer ein Muss?" unter betriebswirtschaftlichem Gesichtspunkt.


    Preis Standardrefraktometer mit Optik: ca. 70 Euro.
    Verkaufspreis für 500 g Honig: 3,50 Euro (lässt sich einfach rechnen)


    70 Euro : 3,5 Euro = 20 Gläser à 500 g (10 Kg Honig)


    Eine Charge Honig ist in der Regel größer als 10 Kg.
    Schlussfolgerung: Gärt eine Menge größer als 10 Kg hätte sich ein Refraktometer gelohnt. Und das Beste ist, das Refraktometer lässt sich wiederholt einsetzten (und als GWG direkt im Jahr der Anschaffung abschreiben...).


    Auf unser letzten Vereinsversammlung haben wir alle unsere Frühtracht mitgebracht. (Sehr interessant wie unterschiedlich die Honige aus ein und derselben Region schmecken) Es waren auch 3 Refraktometer der gleichen Bauart mit anwesend. Differenz zwischen schwächsterm und stärkstem Refraktometer: 1%...


    Gruß
    dak

  • Hallo !


    Meine Meinung zur Kernfrage "Ist ein Refraktometer ein Muss?" unter betriebswirtschaftlichem Gesichtspunkt.


    Preisoptimiert tut es eine auch eine Spindel, ein sogenantes Aräometer ... kostet nur 30,- € ... >>> LINK




    Preis Standardrefraktometer mit Optik: ca. 70 Euro.
    Verkaufspreis für 500 g Honig: 3,50 Euro (lässt sich einfach rechnen)


    70 Euro : 3,5 Euro = 20 Gläser à 500 g (10 Kg Honig)


    Deine Rechnung ist aber nicht gerade betreibswirtschaftlich,
    3,50 € - Glas - Etikett - Rühren, AfA Abfüllmaschine u.




    Auf unser letzten Vereinsversammlung haben wir alle unsere Frühtracht mitgebracht. (Sehr interessant wie unterschiedlich die Honige aus ein und derselben Region schmecken) Es waren auch 3 Refraktometer der gleichen Bauart mit anwesend. Differenz zwischen schwächsterm und stärkstem Refraktometer: 1%...


    Ein Prozent kann bei der Honigprämierung der Unterschied sein zwischen:
    Silbermedallie und Ausschluß als Backhonig
    ... oder ...
    Gold und einer Teilnahmebestätigung !


    Da ist dann die Frage: wer hat wann wie geeicht ...
    ... denn darauf kommt es an !




    Gruß
    dak



    Auf den Weg:
    Deine 3,50€ sind doch hoffentlich kein Endkundenpreis,
    dann brauchst Du natürlich niemals anzufangen betriebswirtschaftlich zu rechnen ... da legst Du bei Deinen (vielleicht sogar guten) Honig. Langn. & Breitsa. nehmen derzeit für Ihre günstigsten Honige 4,49 - 4,98 € ... da sollte man nicht drunter bleiben.
    > Nimm einen ordentlichen Preis und kaufe Dir eine ordentliche Ausstattung !



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo !


    Nachtrag, gerade aktuell reinbekommen:


    Deutsches Bienen Journal
    7/2011 Seite 16/17
    Refraktometer - Welches misst am besten? / So sollte das Refraktometer sein


    Dort stellt man fest das die drei, bei Vergleichsmessungen verwendeten, Refraktometer alle Unterschiedlich anzeigen und immer zuviel Wassergehalt gegenüber der Analyse anzeigen.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,
    gehe ich in der Annahme recht, dass Refraktometer nur fuer groessere Imker-Betriebe notwendig sind - oder jene mit Wandertracht?
    Wenn ich als Standimker nur verdeckelte Waben schleudere, muesste sich doch das Risiko zu hohen Wassergehaltes eruebrigen.
    Bei Widerspruch erbitte ich um Nachricht.
    Frohe Imkergruesse - Klaus.

  • Hallo Klaus


    Widerspruch.
    Verdeckelungsgrad hat nichts mit niedrigem Wassergehalt zu tun!
    Auch dieses Jahr war es beim Obstblütenhonig und beim Rapshonig bei mir wieder so, das der offene Honig weniger Wassergehalt hatte als der verdeckelte.


    Mit Erfahrung sieht man es dem Honig in den Waben an, was für ein Wassergehalt der Honig hat.
    Um sicher zu gehen, sollte man aber selber messen können.
    Möchtest Du in der Wabe messen, nimm ein Refraktometer.
    Reicht Dir die Messung im Hobbock, so nimm ein Aräometer.


    Solltest Du den Bericht im Deutschen Bienenjournal gelesen habe, hast Du hoffentlich das wichtigste daraus gelesen: jedes Refraktometer ist nur so gut wie seine Kalibrierung!


    Möchtest Du mehr über die beiden Messmethoden erfahren, dann melde Dich einfach mal per PN, ich schicke Dir dann mal eine Gegenüberstellung der beiden Messmethoden. (Irgend wo habe ich das noch rumfliegen)


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Patrick,
    fuer Deinen Hinweis schon vorab meinen Dank. Es verwundert mich, dass in unserer Gegend kein Imker damit umgeht und es mag an der Zusammensetzung der Tracht liegen.
    Frohe Imkergruesse - Klaus.

  • ... dort stellte man auch fest, dass die drei nach einer Eichung / Justierung alle drei den gleichen korrekten Meßwert hatten. Ich fand den Artikel eigentlich sehr oberflächlich, keine Angaben zum Modell "bei ebay für 25 Eur gekauft" war das interessanteste, hätte nicht mit so günstigen Geräten gerechnet. Mein alter - noch ohne Temperaturkorrektur von Zeiss Jena hatte damals 200 Mark gekostet!