Übertragung von RNA-Virenerkrankungen über Pollen

  • Eine interessante Studie, die vermutlich von vielen Seiten verschieden interpretiert werden wird ist bei PLOSOne frei zugänglich zu finden:
    http://www.plosone.org/article…71%2Fjournal.pone.0014357


    Die Studie zeigt, daß diverse RNA-Viren wie DWV, Sackbrut, BQCV über Blütenpollen von Volk zu Volk übertragen wird und sogar artübergreifend. So konnten diese Bienenviren auch in Hummelvölkern und bei diversen solitären Bienen und sogar Wespen gefunden werden...also allen, die Blüten besuchen.


    Die Übertragbarkeit mittels Pollen wurde belegt; ebenso die Möglichkeit zur Infektion. Die Autoren ziehen Linien zur CCD und dem allgemeinen Rückgang bei den Bienen.


    Das ist natürlich Futter für Naturschutzbehörden, die Imkern das Aufstellen von Bienenvölkern in Naturschutzgebieten untersagen wollen...bald wird man vermutlich ein wesentlich umfangreicheres Gesundheitszeugnis benötigen...außerdem fragt man sich natürlich ob es nicht noch andere derart übertragbare Krankheiten gibt...also am besten selber lesen und interpretieren!


    Grüße
    Melanie


  • Die Übertragbarkeit mittels Pollen wurde belegt; ebenso die Möglichkeit zur Infektion. Die Autoren ziehen Linien zur CCD und dem allgemeinen Rückgang bei den Bienen.


     
    Was man sich natürlich fragt: Warum geradet jetzt? Warum waren diese Viren vor 500 oder 20 Jahren nicht so virulent wie heute? Oder sind sie gar nicht virulenter und wir sind nur hysterischer geworden?
     
     

    Das ist natürlich Futter für Naturschutzbehörden, die Imkern das Aufstellen von Bienenvölkern in Naturschutzgebieten untersagen wollen...bald wird man vermutlich ein wesentlich umfangreicheres Gesundheitszeugnis benötigen...außerdem fragt man sich natürlich ob es nicht noch andere derart übertragbare Krankheiten gibt...


     
    Rede bitte nicht so laut :wink: .. .sonst hören es die "Naturschützer/Beamteten Naturschützer" und haben so ein neues Betätigungsfeld...... und noch mehr Einnahmen, weil ja diese Untersuchungen nicht billig sind.... Bei der Halbbildung, die heute in den Entscheidergremien herrscht, bin ich mir nicht sicher, was die aus diesen Erkenntnissen für Schlußfolgerungen ziehen :roll:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Was man sich natürlich fragt: Warum geradet jetzt? ...


    Die Viren waren schon vor der CCD da und wurden auch schon davor über Pollen übertragen.



    Rede bitte nicht so laut :wink: .. .sonst .........


    Oooh, pssst, erzählt bloss nicht weiter, dass Varroa destructor auch über Blüten und Artgrenzen sich verbreitet, sonst wird zum Schutz der Bienen noch deren Haltung verboten oder alle Blüten werden per Terminatorgen ausgeknipst:roll:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Wenn Viren über Blütenpollen übertragen werden, dann auch durch Gentechnik erzeugte Prionen. Was die Frage des Zeitpunktes beantworten kann.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • durch Gentechnik erzeugte Prionen


    Das spezifiziere bitte mal, um eventuellen Mißverständnissen vorzubeugen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Hmm, sag' mir wo ich anfangen soll - das ist ein weites Feld. Durch Gentechnik entstehen teilweise neue Proteine, die es so in dem Weltgeschehen noch nie gegeben hat. Prionen sind Proteine. Einige dieser Prionen weisen teilweise Eigenschaften wie Viren auf, was sehr tödlich ausgehen kann.


    Der gesamte Körper arbeitet auf Zellebene mit Proteinen. Selbst zum Zusammenbau von neuen Proteinen, also der Übersetzung des Erbgutes in Körperstoffe, sind immer einige Proteine beteiligt und notwendig.


    Durch Gentechnik produzierte Proteine sind meines Erachtens die größte Gefahr für den Naturhaushalt. Diese Proteine sind durch die Artenkreuzung brandneu und dem Körper unbekannt. Dieser kann darauf sehr wohl allergisch reagieren. Oder eine Unverträglichkeit zeigen. Auch Nervenschäden oder andere eher chronisch verlaufende Schäden sind meinem Verständnis nach wahrscheinlich. Und diese Proteine können eben auch ein Eigenleben wie Prionen entwickeln und sich wie ein Virus "verhalten".


    Da Pollen Proteine enthalten, welche von der Pflanze produziert wurden, ist es doch logisch, daß gentechnisch veränderte Pflanzen über ihren Pollen als Quelle für "veränderte" Proteine fungieren. Meines Wissens ist selbst normaler Pollen sehr aktiv, also die Proteine wirken wie Enzyme.


    Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Soweit ich mit meinem begrenzten Verständnis das Geschehen durchblicke, sind neue Prione durch Gentechnik möglich und es ist nur eine Frage der Zeit, bis so ein Geschehen tatsächlich eintritt.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Zitat

    Der gesamte Körper arbeitet auf Zellebene mit Proteinen

    Ja, aber mit selbst synthetisierten, und zwar aus den Grundstoffen für die Proteinsynthese, nicht aus fertig aufgenommenen.


    Zitat

    Diese Proteine sind durch die Artenkreuzung brandneu

    Brandneu ist nicht so ganz der richtige Ausdruck. Das Ei des Kolumbus erfindet die Gentechnik nicht. Meist sind es synthetisch hergestellte bekannte Varianten. Kreuzungen und Teilfusionen bereits existenter Dinge. Der Produktionsweg ist neu.


    Zitat

    Auch Nervenschäden oder andere eher chronisch verlaufende Schäden sind meinem Verständnis nach wahrscheinlich.

    Führst Du hier bitte mal die dahintersteckende Pathophysiologie näher auf, das verstehe ich nämlich nicht.


    Zitat

    Und diese Proteine können eben auch ein Eigenleben wie Prionen entwickeln und sich wie ein Virus "verhalten"

    In der Theorie richtig. Die warscheinlichkeit ist irgendwo gegeben, keine Ahnung wie viele Nullen an der 1 : ...... dranhängen müssen. Auch Prionen haben eine Evolutionsentwicklung hinter sich, die sich nicht mal eben so nachbasteln läßt von der Pike auf.


    Zitat

    Da Pollen Proteine enthalten, welche von der Pflanze produziert wurden...

    richtig.
    Aber Du malst doch jetzt nicht auf diesem Boden das Szenario, dass somit Neu-Prione von Gentechnikpflanzen verteilt werden, die nun virenartigerweise Neuinfektionen verursachen und ziehst hier den Zusammenhang zu oben zitierter Studie?


    Ich sehe hier nun zwei verschiedene Themen im Gemenge, die nicht über diffuse Umwege miteinander verknüpft gehören.


    Skepsis ist OK, Schwarzsehereien kann ich nicht nachvollziehen.


    (Ich bin KEIN Gentechnikliebhaber und stecke auch nicht den Kopf in den Sand.....:roll:)


    Liebe Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das hat mit Schwarzsehen überhaupt nichts zu tun - dagegen wehre ich mich.


    Hast Du mal ausgerechnet, wie wahrscheinlich es gewesen ist, daß sich das Leben auf dieser Welt entwickelt? Wie wahrscheinlich ist es, daß sich organische Verbindungen bilden? Andere haben das getan und da waren auch sehr viele Nullen im Spiel...


    Als Beispiel für neurotoxine Proteine fallen mir spontan die Botulinumtoxine ein.


    Meines Erachtens entstehen durch die Gentechnik sehr wohl neuartige Proteine und es handelt sich um Neukombinationen, die eben nicht ins Gesamtbild passen. Die Lebensgemeinschaft eines Lebensraumes paßt sehr stark auf und radiert alles aus, was sich nicht nahtlos in die Gesellschaft einfügt. Das ist ein Hindernis, mit der die Gentechnik kämpft und daher auf durchsetzungsfähiges Erbgut setzt. Daraus entstehen Organismen, die innerlich "radikal" sind - mit der daraus folgenden Gefahr, daß die Lebensgemeinschaft des Naturhaushaltes aus den Fugen gerät. Mit schwerwiegenden Folgen für das Leben an sich. Denn das Leben benötigt eine Ökologie, eine Syntropie. Kein Lebewesen existiert für sich allein.


    Jedenfalls ist der Blütenpollen ein Weg, wie sich solche veränderten Proteine verbreiten. Mit den entsprechenden Gefahren einer Verbreitung, namentlich die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer Prionenbildung.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • .....


    Jedenfalls ist der Blütenpollen ein Weg, wie sich solche veränderten Proteine verbreiten. Mit den entsprechenden Gefahren einer Verbreitung, namentlich die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit einer Prionenbildung.


    Viele Grüße
    Bernhard


    PSM können über diesen Weg in Volk kommen bzw. auch Veränderungen am Pollen / Proteinen verursachen!


    Ich selber halte beides für möglich und PSM für wahrscheinlicher in anbetracht der Mengen welche heute in die offenen Blüten einsetzt werden.


    Die Zahl der Rückstände im Pollen zeigt doch woher der Wind weht!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!