Woher kommen die kleine Bienen im Ableger

  • Guten Abend zusammen!
    Lange bin ich noch nicht dabei, bin mir aber sehr sicher, hier eine Antwort zu bekommen.
    In zwei jungen Ablegern habe ich heute viele sehr kleine Bienen gesehen. Schätzungsweise nur halb so groß wie die "älteren" Bienen. Ansonsten machen sie einen ganz normalen Eindruck. Nur alles halt viel kleiner als bei den anderen. Die Königinnen aus diesen beiden Ablegern sind "Schwestern". In den anderen Schwestervölkern schlüpfen normal große Bienen. Die Kö sind auch normal groß und legen fleißig und legen ein dichtes Brutnest an. Äußerlich alles tip top.
    Die Völker haben neue Waben bekommen, sind und werden gefüttert.
    Kann mir jemand sagen, woher evt. die "Kleinbienen" kommen?
    Für eure Hilfe bedankt sich schon jetzt
    kneupi

  • Hi Kneupi!


    Normalerweise sind die Arbeitsbienen alle ziemlich gleich groß. Ich habe noch nie gesehen, dass Arbeiterinnen im gleichen Volk oder Ableger in dem von dir geschilderten Umfang in der Größe differieren. Du verwechselst doch nicht Drohnen und Arbeiterinnen, oder?


    Wenn kleinere Arbeitsbienen in einem Volk auftauchen, dann liegt das an Waben mit besonders kleinem Zelldurchmesser. Hast du in dem beschriebenen Ableger vielleicht besonders dunkle, alte Waben im Einsatz? Die dunkle Farbe alter Waben kommt durch die Häutung der Bienen-Puppen. Die Häute bleiben in der Zelle zurück. Wenn bereits viele Brutgenerationen aus einer Wabe geschlüpft sind, dann wird sie sehr dunkel und die Zelldurchmesser werden kleiner. Die daraus schlüpfenden Bienen werden dann auch immer kleiner.


    Im Fachhandel werden übrigens auch Mittelwände mit extra kleinem Zelldurchmesser angeboten. Mittelwände haben üblicherweise 5,4mm Zelldurchmesser. Ich habe aber z.B. auch Zellprägungen mit 5,1mm und mit 4,9mm im Einsatz. Allerdings habe ich noch nie Arbeiterinnen gesehen, die nur halb so groß sind wie die "älteren" Bienen.


    Wie unterscheidest du, was "ältere" Bienen sind und was frisch geschlüpft ist?


    Gruß vom Sammler

  • Hallo Kneupi,


    ich habe so etwas auch schon beobachtet. Bei mir waren es Bienen in EWKs. Besonders bei den weisellosen ist mir aufgefallen, daß es da eine gewisse Anzahl von besonders kleinen Bienen gibt. Meiner Ansicht nach sind das "Mickerlinge".
    Morgen wollte ich meine restlichen Begattungsableger auflösen. Wenn ich etwas derartiges sehe, dann mache ich Fotos ....


    Außerdem habe ich auch noch eine Frage in die Runde. Warum halten sich die Dronen so beharrlich in den EWKs? Ich hatte bei einigen ein paar Drohnen mit erwischt und dachte, daß die sich schnell alleine verflüchtigen - machen die aber nicht. (die EWKs habe ich nur bei mir aufgestellt, keine Belegstelle oder so ...)


    Gruß Jörg

  • Hallo Sammler,
    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Die unterschiedliche Größe der Bienen kommt daher, da ich die Kö durch Umlarven und Pflegen im Sammelbrutableger hab ziehen lassen und nach Auflösen des Brutablegers noch ältere Bienen in den jungen Ablegern habe. Und Drohnen sind es auf keinen Fall. Ich hab` ja auch direkt an ältere Waben gedacht, aber die älteren Waben aus dem Brutableger werden bei mir direkt nach Auflösen des Sammelbrutablegers eingeschmolzen. Bei mir wird keine Wabe älter als zwei Jahre. Der Wabenhygiene messe ich einen großen Stellenwert bei. Das mit den Zelldurchmesser werde ich mal prüfen. Im letzten Winter habe ich meine Mittelwände aus meinem Wachs in einer Behindertenwerkstatt gießen lassen. Dort werde ich mal nachfragen.
    Es grüßt kneupi

  • Hallo!


    Ich will doch noch mal fragen: Woran unterscheidest du junge und "alte Bienen"? Im Grunde siehst du doch nur zwei Größen-Typen im gleichen Volk und kannst gar nicht wissen, ob das junge oder alte Bienen sind.


    Es könnte doch auch grad umgekehrt sein: die alten Bienen, mit denen dein Ableger gebildet wurde, stammen vielleicht aus dunklen Waben und die jungen frisch geschlüpften Ablegerbienen sind die größeren.


    Gruß, Sammler

  • Hallo Sammler!
    An zwei Merkmalen mache ich fest, dass ich jungen Bienen auch die kleineren sind.
    1. Diese wirklich doch sehr kleinen Bienen fallen sofort auf. (Selbst meine 17j. Tochter, und die hat wahrlich keine Ahnung von Bienen, fielen diese kleinen Bienen auf) Mir wäre das beim Bilden des Sammelbrutablegers aufgefallen. Daher ....
    2. .... müssen die größeren auch die älteren Bienen sein. Weiterhin glaube ich zu sehen, dass die Jungbienen über ein noch viel dichteres "Haarkleid" verfügen.
    Es grüßt
    kneupi

  • Hallo Kneupi,
    eine weitere Möglichkeit wäre Varroa bzw. eine durch Varroa übertragene Viren Erkrankung.


    Die Bienen scheinen kleiner zu sein. Das liegt daran, das der Hinterleib kürzer als die Flügel ist.
    Diese Erscheinung tritt auf, wenn die Völker eine hohe Varroa Belastung haben und wird daher in der Regel erst im Sommer auffällig.
    Das ist ein Alarmsignal wie der DWV Befund.


    Am besten kontrollierst Du einmal die Spendervölker des Sammelbrut Ablegers.
    Eventuell findest Du da nähere Hinweise.


    Viele Grüße
    Hubert

  • Hallo Kneupi,eine weitere Möglichkeit wäre Varroa bzw. eine durch Varroa übertragene Viren Erkrankung. Hubert


    :daumen: Wäre auch meine Antwort gewesen

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Ja, der wichtige Hinweis von Hubert und Drohne Daniel bezieht sich auf das mit starker Varroabelastung verbundene Phänomen des verkürzten Hinterleibes. Die Bienen sind dabei nicht insgesamt kleiner, sondern "nur" der Hinterleib ist verkürzt.


    Hier ein Foto davon: http://www.pixelio.de/media/431738


    Es wäre für eine weitere Diskussion wirklich hilfreich, wenn ihr ein Foto eurer verkleinerten Bienen einstellen könntet.


    Gruß vom Sammler

  • Moin,Moin aus Hamburg,
    normalerweise enden die Flügelspitzen vor dem Ende des Hinterleibes. Bei diesen Bienen stehen die Flügelenden über den Hinterleib hinaus.


    Beste Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo zusammen!
    Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich werde auf jeden Fall mal eine Foto von meinen "kleinen" Bienen einstellen. Mit dem Foto im Link vom Sammler haben die nix gemeinsam. "Meine" Kleinen sind wirklich insgesamt mini. Bewegen und verhalten sich auch völlig normal.
    Varoa wäre ich nicht drauf gekommen und eigentlich ausgeschlossen. (wer würde das nicht für sich auschließen? ) Ableger sind bei brutfreier Neubildung mit Milchsäure behandelt worden. Drei Sprühstöße auf jede besetzte Wabe. Habe ich immer so gemacht und nie Probleme mit bekommen. Wie gesagt: Foto kommt.
    Dann würde ich mich über Eure Meinungen sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.
    Gruß kneupi

  • Varoa wäre ich nicht drauf gekommen und eigentlich ausgeschlossen. (wer würde das nicht für sich auschließen? ) Gruß kneupi


     
    ich ...für mich :roll: :p_flower01:
    Grüße aus dem ehrlichen Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Mit dem Foto im Link vom Sammler haben die nix gemeinsam. "Meine" Kleinen sind wirklich insgesamt mini. Bewegen und verhalten sich auch völlig normal.
    Varoa wäre ich nicht drauf gekommen und eigentlich ausgeschlossen.


     
    Dito. Komplett Mini nicht nur hinten rum.