saves 10.000 of bees and two times time

  • Moin,


    Amis wandern ja mit ganz offenen Beuten, weil die manchmal auch ganz zue Böden und vor allem keine Zeit zum Zustopfen und sowieso total undichte Kisten haben. (Die kommen mit Zoll und DNM-Millimetern eben nicht klar und deshalb paßt dann alles nicht ...:roll: ) Nun hatte ich ja kürzlich das traurige Erlebnis des Verbrausens :-( und mußte dennoch wieder wandern. Diesmal habe ich keine Schwämme benutzt, sondern lediglich nichts. Das habe ich auch nicht angefeuchtet und nicht in die Fluglocher gestopft. Ich habe die Beuten beim Abendschein verzurrt, den Anhänger angehängt und bin einfach abgedüst. Über Nacht stand der Wagen dann - mit immernoch offen Fluglöchern - draußen rum und es wurde ventiliert - durch's Flugloch. 0500 (sprich: Nullfünfhundert) bin ich dann einfach wieder losgerast und in den Sonnenaufgang Richtung Westen geritten - die Sonne im Rückspiegel voll im Gesicht.


    Normalerweise stelle ich den Anhänger auf, richte den aus und verziehe mich dann - immer mit dem unangenehmen Gefühl vielleicht doch einen Schwamm vergessen zu haben - fluchtartig, denn frisch freigelassene Bienen können etwas aufbrausend aufbrausen. Diesmal fehlte nicht nur das Gefühl. Es fehlte auch das Aufbrausen. Einfach abgestellt, hochgeleiert, abgehängt und abgefahren als sich die ersten draußen umsahen, was denn das beutenerschütternde Unwetter so an landschaftlichen Veränderungen um sie rum verursacht hat. Ganz friedlich. Ganz ohne Panik. Wie an einem ganz normalen Morgen.


    Vielleicht ist das Wandern ohne Verschluß garnicht so fies und brutal wie das die Verladeaktionen in Amerikanischen Fachvorträgen immer darstellen. Vielleicht ist es sogar sinnvoll und latürnicher als Verstopfen. Ganz sicher jedenfalls bin ich, daß ich weniger Bienen verloren habe, als bei einmaligem Verbrausen ... also eigentlich hab ich nicht mal an Ampeln oder Bushaltestellen Bienen abfliegen sehen. Und schnellerer ging es außerdem. Es fehlte ja das Schwämme vorbereiten, das Zustopfen, das Freigeben und das wieder Einsammeln und Zählen der Schwämme.


    Selbstverständlich hatte ich Schwämme und Abklebeband dabei und mehr als einen Schleier. Notfalls hätte ich mit also verstopfend in die Bresche werfen können, wäre ein Stau gekommen oder ein Platter.


    Jetz bin ich also total voll Ami man! Und den Bienen tat es gut oder jedenfalls besser.:wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Der Imker von dem ich dieses Jahr einige Völker bekommen habe, hat auch schon in der DDR als Imker gearbeitet. Er hat mir erzählt, dass er mit den Wanderwagen immer mit offenen Fluglöchern gefahren ist. Das ist bei geschlossenen Böden wie bei den Hinterbehandlungsbeuten sinnvoll, obwohl bei den Hinterbehandlungsbeuten vorne auch noch ein Lüftungsgitter ist.


    Das Problem, das ich mit den amerikanischen Großimkereien habe, ist, das diese häufig sehr grob mit den Beuten und den darin sitzenden Bienen umgehen.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Hallo Henry,
    ein Imker des älteren Semesters hat mir erzählt, dass er früher immer mit offenen Klappen die Bienenwanderung unternommen hat. Auch aus Sorge ums Verbrausen. Solange sich der Bienenwagen bewegte, null Problem. Er hat nur immer geschmunzelt, wenn er meinte, die Bahnschranken waren damals ja länger runter und dann musste man in der Sonne stehen und warten..........."und die Autofahrer hinter mir haben geflucht und mussten dann die Fenster dicht machen............":lol:
    Gruß
    Katrin

  • also die Franzosen wanderten bis vor kurzem fast ausschließlich mit offenen fluglöchern. Zu mindest die Betriebe mit dreistelligen Völkerzahlen. Auch ich hab das frühr sehr gerne gemacht.


    Es gibt aber mit der Zeit einige andere Erfahrungen die die Schattenseite dieser Transprotlösung schnell aufdenken.


    Ein Reifenplatzer z.B. an einem 7,5 to hinten. Die Schrauben waren mit dem Bordwerkzeug nicht zu lösen ... Pannenhilfe .....


    Das Ende der Gesschichte? der Pannenservice-Mensch in voller Imkermontur fluchend und extra Gage!


    Nächstes Erlebniss:


    LKW Fahrerstreik ! alles abladen nur nicht dort wo ich eigentlich hin wollte


    letztes Erlebniss:


    Unfall mit jemand der mir die Vorfahrt geklaut hatte und eingeklemmt war!


    Kein schönes Erlebniss.


    Heute dürfen laut EU die Bienen nur noch dann mit offenen Fluglöcher transprotiert werden wenn die Ladung mit Fliegennetz gesichert ist. Ansonsten müssen die Flugöocher zu sein und die Kästen Bienendicht!


    Ich hab sehr hohe Wanderböden in zwischen und Wasserkühlung von unten!


    Ich kann so jetzt auch Tagsüber fahren ohne den ungeheuerlich stressigen Druck rechtzeitig am Bienenplatz zu sein und immer das Bangen dass ja nichts passiert.


    Druch das Wasser sind die Bienen auch ganz ruhig bei der Ankunft oder auch wenn es Stau gibt. Die brauchen oft mehr als 5 Minuten bevor überhaupt eine aus dem Flugloch kommt, selbst wenn ich einen sehr schlechten Weg gefahren bin kurz vor dem Abladen! Seit ich das so mache ist Bienenwandern überhaupt nicht mehr spannend, kein Abendteuer mehr, alles nur noch absolute Routine. Jetzt fehlt einfach was.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo,


    wie muss man sich denn so einen Wassergekühlten Wanderboden vorstellen??


    Gruß Thorsten

    wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, da hab ich noch genug von... Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt....

  • Moin,


    ich hab' die Bienen auf einem Plattformanhänger und komme an die Fluglöcher umlaufend ran. Im Falle eines Falles stoppf ich die zu stoppf ich die dann. Und wenn der Impact die Beuten direkt trifft hilft sowieso kein zues Flugloch ...


    Ich werde folglich beim Abenteuer bleiben.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Was ich aber nicht wusste ist dass es da sogar schon EU-Richtlinien gibt...um was die sich nicht alles kümmern...


    ... und als betroffener Normalbürger erfährt man auch gar nicht, was man alles muss bzw. nicht darf .... :roll: ... eine vormundschaftliche Bürokratie .... :-( ...erinnert mich erschreckend an "alte Zeiten" :-(

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Zitat

    ich hab' die Bienen auf einem Plattformanhänger und komme an die Fluglöcher umlaufend ran. Im Falle eines Falles stoppf ich die zu stoppf ich die dann. Und wenn der Impact die Beuten direkt trifft hilft sowieso kein zues Flugloch ...


    und was machst Du, wenn der "Impact" Dich selbst trifft und die Rettungsmanschaft wegen offener Fluglöcher nicht an Dich ran kommt?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Hallo,


    wie muss man sich denn so einen Wassergekühlten Wanderboden vorstellen??


    Gruß Thorsten


     
    na ganz einfach, mit Sprühdüsen.


    Ich mach mal Fotos wenn ich dazu komme.


    Also unten haben meine Böden Gitter und die Sprühdüsen darunter auf der Palette!


    Gardena Pumpsprüher dangeschlossen und schon ist die Dusche fertig!


    Wie gesagt Foto kommt




    @EU Vorschrift.


    Bienentransporte fallen unter Gefahrgut und bedürfen besonderer Ladungssicherung.


    Das wurde schon 2002 angekündigt und ich glaub seit 2005 ist es Gesetzt. Muss nochmal nach suchen!


    Ladungsicherung ist schon lange ein Anliegen der EU Verkehrssicheit!


    Ist auch verständlich bei dem vielen Zeugs was da auf den Autobahen verlohren geht!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von toyotafan () aus folgendem Grund: schiebkählermist

  • und was machst Du, wenn der "Impact" Dich selbst trifft und die Rettungsmanschaft wegen offener Fluglöcher nicht an Dich ran kommt?

    Na als Imker beim Wandern sterben! Was kann es für einen erfüllenderen Lebensabschluß geben?


    Gut ich habe mir inzwischen auch die Möglichkeit eröffnet auf der Pirsch versehentlich erschossen zu werden. Doch das mußte ich auch, da ich wegen des plöten Seifertschen Schwarmfangrohres ja nicht mehr beim Schwarmfang zu Tode stürzen kann.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...Doch das mußte ich auch, da ich wegen des plöten Seifertschen Schwarmfangrohres ja nicht mehr beim Schwarmfang zu Tode stürzen kann.


    Soon Pech aber auch... :cool:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.