Starke Varroaentwicklung erwartet?

  • In sämtlichen monatlich erscheinenden Informationsschriften wird u.a. auf eine starke Varroaentwicklung hingewiesen, und man solle sich jetzt schon Gedanken über die Behandlungsmittel machen


    Vgl: http://www.bienenkunde.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/ALL/B38629C915BBEB57C125789600335F81/$FILE/Infobrief_2011_09.pdf


    Ich muss allerdings sagen, dass bei sämtlichen 9-Tages-Kontrollen bei meinen Völkern keine abnormale Varroapopolation zu entdecken ist.


    Grundsätzlich arbeite ich mit 2 Drohnnerahmen pro Volk die regelmäßig ausgeschnitten werden. Bei der Kontrolle der Drohnenbrut ist ebenfalls nichts außergewöhnliches dabei gewesen.


    Wie sieht es bei euch aus? Ist das alles nur panikmache??


    Ich habe meine Völker in 2010 mit 2x AMS und 1x Oxalsäure behandelt, und natürlich wie erwähnt das schneiden der Drohnenrahmen...

  • Hallo Joachim,
    das ist doch nur die allgemeine immer wiederkehrende Warnung vor dem jährlichen Desaster.
    Damit erreichst du die Imker die es angeht nicht.
    Ich denke auch, das da ab August wieder das Gezeter los geht.
    Aber das war schon im Winter klar.
    Wer da alles nicht behandelt hat, weil es zu kalt war und sogar bis Februar auf lauschige 15 Grad gewartet hat.....
    Dann wird die Drohnenbrut nicht geschnitten und keine Befallskontrolle gemacht.
    Und dann sind die Kästen auf mal leer.
    Letztes Jahr habe ich Anfang Juli den Stand eines Imkers besichtigt, da liefen die Milben in Massen über die Brutwaben. Der hatte noch nie eine Winterbehandlung gemacht.
    Der hatte den massiven Milbenbefall aber auch noch nicht bemerkt.
    Trotz DWV und Krabbler etc.
    Den Rat, sofort zu Behandeln hat er nicht befolgt, da ja noch Tracht war.
    Das nächste was ich hörte war Geschimpfe über die anderen Imker, deren Bienen seine Völker und Ableger ausraubten und platt machten.


    Nach Deinen Angaben ist ja bei Dir alles in Ordnung, da Du ja auch umfassend behandelt hast.


    Der springende Punkt ist nur:
    Wenn Du Deinen geringen Befall jetzt öffentlich machst, ziehen sich auch alle Nichtbehandler/Falschbehandler den schönen Schuh an und kontrollieren Ihre Völker erst gar nicht, haben sie ja bisher auch nicht gemacht.


    Dann nimmt das Drama seinen Lauf.


    Darum: Jeder Imker muss seinen eigenen Stand regelmäßig überprüfen und sich über den Varroa Status Klarheit verschaffen.


    Und nicht auf Aussagen anderer verlassen.



    Gruß Hubert

  • Ich habe 3 Völkern die komplett verdeckelten Brutwaben entnommen und eingeschmolzen und die Bienen mit MS besprüht.
    Vor 3 Wochen alles im Lot jetzt :-((. In drei Wochen wird alles wieder gut sein.
    Es gilt die individuelle Einschätzung rechtzeitig vor zu nehmen, sonst ist der August kein schöner Monat.


    beehead

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  • luxnigra ,
    Die drei Völker betreffen einen Stand an dem ich in der Nähe von einem fast 90jährigen Imker stehe, ein Schelm der Böses denkt.
    Die Völker sind mächtig stark und haben schon einige HR gefüllt ;-)).
    arnd ,
    Das ich die Brutwaben direkt eingeschmolzen habe lag an den befürchteten viruellen Infektion.
    Manchmal ist es besser radikal einen Schnitt zu tun um auch für andere Schlimmeres zu verhindern.
    Die 3 Völker werden ohne große Probleme in 3 Wochen wieder voll da sein, aber ohne die Milbenlast die ihnen jetzt schon zu schaffen machte. Ich sehe es meinen Bienen in der Regel an, wenn ihr Organismus nicht in Ordnung ist, dann wird gehandelt.
    In dem speziellen Fall betraf es 3 von 7 Völkern, da werden im Herbst auch die Königinnen ausgetauscht.


    beehead

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