Fehlbegattung, Drohnenbrütigkeit oder Legenotstand?

  • Hallo Allerseits,


    Folgendes: Großer Schwarm vom 18.5., eingeschlagen am 19.5. in eine Warré auf vier Zargen, hätte auch gut in die Dandant gepasst, die waren schon belegt :wink:. Es waren zwei Schwarmtrauben zu Anfang, die sich vereinigt haben.


    Seit vorgestern zögerlich hier und da Polleneintrag heute vielleicht ein bisschen mehr. Normaler Flugbetrieb, Bautraube in zwei Zargen, ausgebaut haben sie zusammen ca. eine Zargenfläche jetzt.


    Heute reingesehen: Alles voller Nektar, oben haben sie in der Mitte zwei Mittelwände bekommen, damit schneller Fläche zur Verfügung steht. Die sind vollgetragen. Daneben die Anfangsstreifen mit Wabenausbaubeginn ebenfalls vollgetragen, teils oben verdeckelt, jedoch ganz unten herum, in den neuesten, freien Wabenanteilen sind Stifte.


    Es sind mehrere in einer Zelle, bis fünf hab ich gesehen, sie sind leicht konfus angeordnet, die, die einzeln sind, sind nicht unbedingt alle mittig.:-(


    Es gibt Weiselzellen! Alle ebenfalls unten am Rand, sechs hab ich gefunden, drei in Kleeblattform nebeneinander, drei waren bestiftet, zwei davon zweifach bestiftet.


    Das ist nun der 14.Tag nach Schwarmauszug. Noch ein wenig früh für Drohnenbrütigkeit, oder meint ihr nicht?
    Ist das nun


    a) eine Jungweisel im Legenotstand und -eifer, die keinen Platz hat und noch zwei drei Tage üben muß und alles ist OK?


    b) eine fehlbegattete Weisel? (würde man das dem Brutnest überhaupt in diesem Stadium ansehen? Das würde doch erst später durch Buckelbrut erkenntlich, oder?)


    oder c) die Afterweisel haben begonnen aktiv zu werden und die Königin ist futsch?



    Ich wollte nun ein paar Tage abwarten und dann nochmal sehen, ob sie evtl. das Stiften "auf der Reihe" hat.


    Aber was sollen die Weiselzellen da? DAS gibt mir eigentlich zu denken.....


    Was meint Ihr?



    Grübelnd


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

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  • Ich habe eben diesen Beitrag von Lothar gelesen http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=25452&p=277247#post277247


    Das hört sich auch hier plausibel an. Kein Platz für die Junge zum loslegen.


    Ich hab aber keine Leerwaben..... sie müssen nun also bauen auf Teufel komm raus. Komischerweise habe ich von gestern auf heute bei der zweiten Zarge das Gefühl, hier gab`s nen richtigen Sprung. Nur hier waren nirgends Stifte zu sehen, allerdings genausowenig Platz dafür.:roll:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Dem Drohn seine Glaskugel sagt,
    das Volk wird fehlbegattet sein oder es wird ein Heidschwarm abgehen.
    Leider kann das Brutnest nicht richtig beurteilt werden, hören und riechen kann der Drohn mit seiner Glaskugel von hier aus, das Volk auch nicht :wink:

  • Moin Drohn,


    ist ja gar kein richtiges "Brutnest", es gibt nur Stifte unten am Wabenrand entlang maximal in einer Außenreihe von zwei bis drei Zellen Breite, der gesamte Rest zentral ist mit Nektar belegt, oben unter dem OT verdeckelt, einzelne Zellen mit Pollen, kein Kranz.
    Das Ganze nur in der oberen Zarge so, dort gab es zwei Mittelwände, die sind ausgebaut und haben nur Nektar drin, nur am Naturbau am Anfangsstreifen sind diese Stiftreihen, rechts und links von den mittigen MWs.
    In der zweiten Zarge nur Anfangsstreifen mit Naturbauwaben bis Handflächengröße, vom Flugloch aus gesehen Beginn links, hier nur Nektar, wieder unter dem OT verdeckelt.


    Ich guck in vier Tagen nochmal.


    Meine Glaskugel im Bauch sagte mir auch: hier stimmt was nicht. Die Erklärung von Lothar wäre mir natürlich am angenehmsten....


    Ich werde berichten. Versuche mal Fotos zu machen.



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Liebe Marion:
    die Glaskugel wird nun langsam zur Bergkristallkugel :lol:


    Das sieht alles aus, als wäre Dein Volk fehlbrütig!
    Willst Du es retten?
    Obwohl es nicht vollständig inkarniert ist?
    Sollen und wollen wir dem "jungen Schweizer Viktor" nacheifern?
    Dafür brauchen wir aber ein Opfer!!


    :wink:

  • Tja, retten ist ja mein Ding. Du meinst, die Junge Opfern. Wie soll ich die aus ner Warre rausuchen? Da haben wir es wieder... Alle vor die Tür setzen und Königin nicht wieder reinlassen, Zellen brechen, Begattete zusetzen? Bis Anfang d Wo kann ich nun eh nochmal auf Schöneres hoffen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Lieber, lieber Drohn,


    Nicht zum ersten Mal lese ich Beiträge von Dir in denen Du über das sich-inkarnieren vom Bien etwas sagts.


    Zu letzten Mal hier:

    Das sieht alles aus, als wäre Dein Volk fehlbrütig!
    Willst Du es retten?
    Obwohl es nicht vollständig inkarniert ist?


    Ich kann mich erinnern dass Du an anderer Stelle mal etwas geschrieben hast, dass ein Schwarm sich an einem Ast inkarniert hätte, und da hattest Du glaube ich jemandem geraten den Bau-Anfang am Baum zu entfernen. Oder so,..


    Kannst Du bitte mal erklären was du damit meinst?


    Gibt es etwas zum Nachlesen?


    Ist das ein Konzept das von Dir stammt, was ist damit gemeint, und in welchem Zusammenhang steht das?


    Und inwiefern stehen Marions Bemühungen das Volk zu "retten" denn auch im Widerspruch zu der Inkarnierung, worin liegt der Ursprung dieses Widerspruchs?


    Wenn es sich um eine Fehlbegattung handeln sollte, wären die Zellen die Marion gesehen hat dann Umweiselungs-Zellen?


    Eléonore

  • Da haben wir es wieder... Alle vor die Tür setzen und Königin nicht wieder reinlassen, Zellen brechen, Begattete zusetzen?


    Ist doch alles kein Problem - Absperrgitter auf eine Zarge - zweite drauf und oben kräftig Rauch rein LOLz ;)
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Marion,


    wenn ich Du wäre, würde ich nix retten.
    Ich würde die Bienen machen lassen und daraus lernen.:wink:


    Irgendwie finde ich es merkwürdig, dass Deine Bienen solche "Schwierigkeiten" mit der Warré haben. ( Das ist jetzt nicht abwertend gegenüber Warré gemeint)


    Mir geht´s so mit der TBH. "Meine" Bienen mögen sie nicht.... warum auch immer.
    Deshalb frage ich mich , warum unbedingt TBH??
    Ich werde mir lieber noch eine Christbeute bauen, die sie mögen.:lol:


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo,


    ja Olli, könnt ich mir auch so vorstellen. Sie sind aber in zwei Zargen am bauen.


    Von mehrfach stiftenden Jungweiseln ist jedoch schon öfter berichtet worden, erst recht, wenn sie keinen Platz haben erscheint das logisch. Auch dass das Volk somit nun aus dem "Fehlgefühl" heraus, mit der Queen stimme was nicht, Weiselzellen anbläst, ist mir daher irgendwie einleuchtend.


    Außerdem hat der Drohn sich hier ja z.B. ferndiagnostisch auch verschätzt :wink:: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=24866&p=272859#post272859


    Also Aferweiseln stiften da nach 14 Tagen noch nicht, von daher haben sie eine Queen und ich gucke mir in drei Tagen das Ganze nochmal an, dann kann ich immer noch losretten.


    Was sagen denn die anderen Nachschwarmerfahrenen in Naturbau?


    Wenn gute Tracht herrscht und die tragen ein, wohin legt die Junge denn dann, wenn sie beginnen kann? Räumen die Bienen ihr mittig was frei? Sie kann doch sonst nur am unteren äußeren Rand in die neu entstehenden, frisch dazugebauten Zellen stiften.


    Werden Weiselzellen eigentlich auch mal wieder abgeräumt, wenn sie dann doch nicht mehr als sinnvoll erachtet werden?



    Es bleibt jedenfalls spannend :wink:


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Regina,


    Wieso siehst Du die Ursache in der Beute?
    Die Königin stiftet mehrfach und das Volk hat gleichzeitig Weiselzellen angesetzt, das sehe ich nun nicht als Beutenproblem.


    Wenn sie eine Fehlbegattete hätten, dann hätte das auch andere Gründe als die Beute, oder nicht?
    Meinst Du, die wollen einen Heidschwarm abgeben?
    Platz haben sie vierzargig reichlich.


    Das in die Warré Nr 1 umgewohnte Volk fühlt sich anscheinend sauwohl, ist super im Gange, die haben drei Zargen ausgebaut und zimmern im Moment die Zarge Nr. 4 aus, die sie als Honigraum obendrauf bekommen haben :daumen:
    Die sind besser als Volk Nr. 2 in der Dadant.


    Ich schrieb ja auch schon oben, dass ich wohl erst einmal gucken werde wie sich das entwickelt.


    Sofort Schwarzsehen ist nicht mein Ding. Allerdings hab ich Schwarmzellen in einem zwei Wochen alten Schwarm nicht sooo gerne.....


    Mit meinem Schatz hab ich aber auch schon diskutiert und wir wollen eingentlich keinen Großeingriff mehr. Das Abfegen und Umwohnen hat uns gereicht.


    Also kommt mir Dein Ratschlag mit dem "draus lernen" gar nicht so ungelegen :roll:


    Liebe Grüße


    Marion

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    Hans Kasper

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  • Hallo zusammen,


    ich habe jetzt ein ähnliches Problem mit einer mehrfach bestiftenden Königin, allerdings ist das Problem wohl "hausgemacht"...:oops:


    Damit auch andere an meinen Fehlern lernen können, hier mal die Geschichte bisher:


    Ich habe einen Brutableger gemacht, schön mit viel verdeckelter Brut und etwas jüngster Brut. Dabei habe ich die DNM Rähmchen mit einer Latte am Oberträger und Kabelbinder auf Zandermaß gebracht, um dabei gleich noch auf Zander "umzuwohnen". (Mir übermütigem Anfänger reicht eine Aufgabe alleine nicht...)


    Die Damen haben artig nachgezogen, allerdings war meine Konstruktion wohl etwas zu wackelig und hat zwischen Zargenwand und Zellen genug Platz für Wildbau gelassen, was die Ladies direkt ausnutzten.


    Kurz meine Idee mit dem Paten geklärt: Um die Damen dann in "gelenkte Bahnen" zu zwingen, eine zweite Zarge unterstellen, alle Rähmchen und Königin da rein, Absperrgitter drauf, Wildbau-Zarge auf's Absperrgitter, Brut im Wildbau auslaufen lassen.


    Gesagt - getan.


    Resultat bei Kontrolle: Der größte Teil des Hofstaates sitzt OBERHALB des Absperrgitters und erweitert fleissig den Wildbau, während die Monarchin UNTERHALB des Gitters auf halbfertig ausgebauten Waben sitzt.
    In der unteren Zarge sind keine Zellen verdeckelt. Ein Blick in die Zellen zeigt Stifte, aber teilweise mehrere in einer Zelle. Die Mittelwände unten wurden anscheinend kaum bis gar nicht weiter ausgebaut (als die noch auf gleicher Höhe mit dem Wildbau waren, wurden die bereits teilweise ausgebaut).


    Ich habe die Absperrgitter-Konstruktion direkt wieder abgerissen (die Brut im Wildbau war schon ausgelaufen) und hoffe jetzt mal, dass sich der Ableger von meiner Fummelei erholt...

  • Hallo Chris,


    ja, ja die Ideen.....


    Im Nachhinein klar: Die Bienen bleiben bei den Brutflächen und Queem Mum hat unten das Nachsehen.


    Da sieht man aber auch wieder: Die Königin stiftet einfach alles irgendwie voll, wenn sie nicht mehr weiter weiß wohin - und es sind wohl zuwenig da, die unten denn für Ordnung sorgen.
    Wird ja wohl nun wieder Ruhe einkehren bei Dir.


    Ich habe mittlerweile, nachdem in ein kleines Fremdvolk-Stück mit Stiften an einen Warré-OT geheftet hatte, welches schon durch das Fenster sichtbar auch eine Weiselzelle verpaßt kriegte, noch einmal oben geschaut.
    Alle WZ außerhalb dieses Bezirkes habe ich gebrochen. Sie bauen weiter, für meine Begriffe könnte es was flotter sein - aber ich täusche mich da evtl, weil die Bauarbeiten auf zwei Zargen untereinander parallel verlaufen: So wenig ist das nun auch nicht, was sie da geschaffte haben.
    Geflogen wird recht fleißig.
    Es gibt immer noch sehr wenig Stifte unten entlang des Neubaues. Ich habe kaum noch mehrfach bestiftete gefunden. In der unteren Zarge habe ich nicht mehr nachgesehen. Außer, dass ich sie von vier auf drei Zargen (unten weg) verkleinert habe,
    lass ich die Fingerchen da nun raus, gucke höchstens noch durch das Fenster, netterweise kann ich da die WZ sehen.


    Und dann schaun `mer mal, was wird.



    Meine Ideen waren übrigens:
    Aus dem anderen, starken Warrévolk verdeckelte Brutwaben schneiden und bei ihnen wöchentlich eine hineinhängen zur Verstärkung, bis eine Nachgezogene legen wird.


    Die zugetragenen MW entnehmen, evtl. Schleuderversuch in einer Tasche, wieder einhängen. Legt sie dann da rein?


    Diese MW alternativ entnehmen, sie an den Rand hängen, da eh nur voll mit Nektar. Naturbauwaben, auf denen gestiftet wurde rücken damit zusammen.


    Ihnen Rand-OTs entenhmen und auch hier MW einhängen zur Beschleunigung des Ausbaues von Fläche.



    Nach Hin und Her im Kopf aber alles verworfen, weil nur Murks. Ist jetzt gut mit Murks.:wink:




    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    Nun ist es klar:
    Erste wenige Buckelzellen, also Fehlbegattung.


    Danebenstehen und gucken, was wird, hm - möchte aber demnächst kein Ausräuber-Trainigslager für die anderen drei Völker am Stand haben.


    Köngin abdrücken, neue rein, fertig. Es wäre einfach aber


    Mal eben die ungezeichnete Königin finden in der Warré ist nicht bei teilerstelltem Naturbau und Rest noch in der Traube sitzend. :roll:
    Der Schwarm ist jetzt über drei Wochen alt.


    Ich würd sie also retten und am gleichen Standort umwohnen und umweiseln wollen; das ist jetzt Bienen-Lego extrem, geht aber nicht anders:


    Hab noch zwei HR Dadant, die ich dieses Jahr nicht brauche und einen provisorischen Selbstbauboden und Deckel (war Übergang um Lieferzeiten zu Überbrücken), sechs BR-Waben sind noch da und eine Futtertasche. Aus einem Dadantschwarm könnte ich eine Teilfertige, angetragene Mittelwand entnehmen, welche Nr 10 dort ist und ganz außen neben einer fertigen Futterwabe hängt. Eine zu einem Drittel ausgebaute Naturwabe habe ich noch hinter dem Schied in einem anderen Dadantschwarm von Anfang Mai hängen, könnt ich auch noch spenden. Den Rest als MW geben. Futtertasche als Schied rein, für dahinter muß ich halt nochmal Rähmchen besorgen.
    Geht das noch?
    Oder besser in einen Dadant-Ablegerkasten auf 6 Waben geben?


    Ich wollte sie dazu in eine große Wanne vor dem Standplatz abstoßen, Dadant hinstellen, ASG vor Flugloch und dann Königinnensuchen, abdrücken, die neue Begattete etwas honigvertunkt á la Drohn sofort zusetzten.


    OK so meine Überlegungen?



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper