Bienen und Mais

  • Hallo zusammen,


    schaut euch mal diese Diskusion hier an:


    http://www.landlive.de/boards/thread/33062/page/1/


    Mais-Pollen macht den Bienen nix?


    hier Probe Nr. 129, 130 und 131?


    http://www.landwirtschaft-mlr.…enu/1224024_l1/index.html


    mir verbiegts die Fußnägel, wie kann man nur so blind sein.


    offen herum liegendes Saatgut,


    Guttation,


    Halbwertszeiten von 1500 Tagen etc.


    Ja sogar Mesurol wurde bereits schon im Bienenwachs gefunden. Was das heißt müsste jeder kapieren.


    Mais und null Probleme mit Bienen dieses Märchen ist zu Ende!


    Nur wohin mit den Bienen? Mais gibt es so gut wie überall.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • ja das zeigt auch wie weit die Abdrifften seiner Zeit waren und wie viel überhaupt in die Umwelt gelangte.


    LKW Fahrer brauchten die Scheiben nicht mehr putzen troz Schwühlwarmem Wetter!


    Dennoch sind für mich die Werte im Mais-Pollen eigentlich das großes Problem, neben der Tatsache, dass inzwischen auch das Mesurol im Wachs angekommen ist.


    Ergo ist das Zeug durch das ganze Bienenvolk!


    Das finde ich mehr als erschreckend neben den erneuten Vergiftungen in Österreich!


    Das ganze ist immer noch ein Skandal ohne Ende!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Servus toyota,


    letztendlich landet das Methiocarb vom Mais übers Vieh in unsren Mägen. Milch und Fleischesserei wird bald zum Glücksspiel!


    Mais ist auch ungesund für die Kuh, sagt Dr. Magnus, wie bei der Silage, zuviel Milchsäure drin, Durchfall läßt grüßen!


    Ich darf nicht aus dem Fenster schauen, sonst krieg ich einen Koller! Ich leide schon an Maisophobie!


    Und der andere Bauer fährt ganze Schwimmbecken voll Gülle auf die Wiese.


    Dr. Magnus sagt: Gülle ist reinstes Gift für Boden und Tier, ja er redet gar vom Leichengift.


    Ui, ui, Simmerl schweig, gesunde Tiere wären ja nicht artgerecht für unsere Industrie.


    Drum immer her, mit Gift und Gen damit der Rubel rollt!


    Schönen Nachmittag allerseits!


    Gruß Simmerl

  • ehec lässt grüßen!


    http://www.zeit.de/2011/23/M-Ehec-Impfstoff


    Mais ist keine Rindernahrung!!!!!!!
    Geschweige Bienen- oder Menschennahrung!
    Mais muss aufgeschlossen werden, damit er zur Nahrung dient, jedenfalls das Korn!
    Die Mayas wussten darum!



    Zitat aus der Zeit: 6.6. Ursache: artwidrige Fütterung?
    Es gibt Hinweise darauf, dass die EHEC-Problematik, ähnlich wie BSE, durch artwidrige Fütterung von Rindern verursacht wird. Tiermehl ist infolge BSE als Futtermittel verboten. Bei EHEC scheint jedoch die Fütterung von Getreide und Soja eine wesentliche Rolle zu spielen. Da der Verdauungstrakt von Rindern nicht für diese Art von Futter ausgelegt ist, ensteht dort ein saures Milieu, in dem sich EHEC-Bakterien nun viel leichter ausbreiten können, als es bei einer artgerechten Fütterung der Fall wäre. Leider hört man in den Medien gar nichts dazu. Momentan ist nur in einzelnen Fachmedien von dieser Ursachenforschung die Rede - schade.

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  • Zitat

    Und der andere Bauer fährt ganze Schwimmbecken voll Gülle auf die Wiese.


    Dr. Magnus sagt: Gülle ist reinstes Gift für Boden und Tier, ja er redet gar vom Leichengift.


    das muß jetzt aber mal erklärt werden. Ich dachte immer Gülle wäre was "Gutes" fürn Boden...
    Mit was sollen die Bauern sonst Düngen? Chemie, ist das besser ?
    Oder ist es wie überall: "Die Menge macht das Gift"?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • das muß jetzt aber mal erklärt werden. Ich dachte immer Gülle wäre was "Gutes" fürn Boden...


    Hartmut,
    ganz einfach....
    Was von vorne "zugeführt" wird kommt hinten wieder raus.


    Wenn also nix Gutes gefressen wird, kann auch nix Gutes hinten raus kommen.
    Ist bei den Rindviechern nicht anders wie beim Menschen.:wink:


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

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  •  
    Vielleicht gibt es da Parallelen
    http://www.mdr.de/exakt/8640261.html

  • Servus Hartmut,
     
    ich probiers mal, obwohl unser Dungexperte Bernhard zehnmal besser geeignet ist.
     
    Natürlich macht auch die Masse das Gift aus.
    Durch die Schwemmentmistung fällt nunmal mehr Gülle an. Festmist machen noch die Wenigsten, höchstens beim Jungvieh.
    Dann werden zuviel Rinder auf zu wenig Fläche gehalten, der Weidegang fehlt meist komplett. Die Rinder bräuchten Bewegung sagt auch der Tierarzt. Für mich gehört die Kuh auf die Wiese mit Horn, hornlose Rinder sind charakterlos und geben zwecks mangelndem Stoffwechsel, minderwertige Milch.
    Zudem müssen die Stallrinder immer Ammoniak einschnaufen, das gibt schlechtes Fleisch,
    die Kälber werden krank, deshalb die Iglos, die dann immer weiter wegrücken müssen vom Stall.
    Die Kühe müssen Mineralfutter/Kraftfutter fressen, das können sie schlecht verdauen.
    Deshalb müssen sie mehr saufen. Wer viel säuft muß viel Wasser lassen und so wird auch der Stuhl viel flüssiger. Teilweise sagt der Tierarzt haben die Kalbinnen eine Säuferleber.
    Nierenversagen (siehe Nachrichten aktuell EHEC) ebenso.
    So fängt das ganze Dilemma an! Da hat auch das Auslandsfutter seine Eigendynamik.
     
    Doch nun zu Gülle und Mist.
    Hier: http://www.naturschutzbeauftra…umente/GurgltalFolder.pdf
    kann man auf Seite 8 den Unterschied recht gut erkennen.
     
    Bei der Gülle ist der Stickstoff flüssig, kann schnell tätig werden und es wächst schnell nach. Ergo kann bis zu 7 oder 8 mal gemäht werden. Ganz im Sinne von uns Imkern!:confused:
    Das Nitrat kann das Grundwasser gefährden, der Boden hat keine Struktur mehr.
     
    Anders beim Festmist. Der gibt Stickstoff langsamer ab, also Wachstum gemäßigter,
    Verbesserung des Bodenlebens, die Regenwürmer ziehen das Streu in den Boden, Belüftung des Bodens. Alles braucht seine Zeit, das wissen wir auch beim Honig, ist er nicht reif, beginnt der Schei...
     
    So ist es auch beim Gras, bei den Kräutern bei allem Tun und Handeln gilt es:
     
    'Es muß reif sein´
     
    Bei der Gülle enstehen Fäulnisbakterien, die man aber durch Rühren, mit Steinmehl, das den Ammoniak bindet und durch Strohzugabe in den Griff bekommen könnte.
    Dies wird leider meist absolut missachtet, aus Zeitmangel, Profitgier usw.
    Ganz ohne Gülle gehts wohl kaum, das ist schon richtig, aber wenn sie wenigstens einigermaßen gut gepflegt werden würde, wär die ganze Schei.... nicht so groß.:p
     
    Die verbiogaßte Gülle, sagt der Tierarzt, ist noch giftiger, als giftig.
     
    Irgendwie alles ganz logisch. Jedem Tier graut es vor dem eigenen Dreck.
    Mir kommts schon so vor, als müssten sie ihren eigenen Dreck fressen.
     
    Mehr Dung, mehr Gras, mehr Milch, mehr Wasser, mehr Durchfall, mehr Gülle.....
    immer mehr und mehr......
     
    Wir Imker brauchen eine artenreiche Umwelt, auch das Vieh bräuchte sie, es hängt alles zusammen, alles an einem Strang.
     
    Artenreiche Wiesen kann man nicht im Lagerhaus kaufen. Die brauchen ihre Entstehungsgeschichte und Liebe zum Land, zum Boden, zur Natur.
     
    Wir brauchen wieder Menschen, die an "The holy ground" glauben!
     
    Gruß Simmerl

  • Hallo Simmerl,
    Danke für die Antwort. Das hat mir echt weiter geholfen. Es ist alles sehr komplex und an die Details denkt man zunächst überhaupt nicht....
    Unterschiede Gülle und Festmist... Bisher dachte ich immer, der fährt Gülle, damit kommt keine Chemie auf den Acker. Also weit gefehlt, auch wenns keine Chemie ist, so ists doch nur Schei...


    In diesem Jahr habe ich die Maisfelder so ziemlich vor der Haustür und bin ja mal gespannt was da kommt.
    Eines scheint mir nach Deiner Erklärung noch optimal zu sein, das/die Felder wurden vor der Saat mit Festmist gedüngt. Maiskörner waren dennoch rot gefärbt. Ich hoffe es geht alles gut!!


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Rote Maissaatkörner = Mesurol


    Mesurol = Methiocarb = Insektizied


    offen herum liegen dürften die eigentlich nicht, weil die zulassung besagt, dass diese ganz im boden verschwinden müssen und für (Bienen) nicht zugänglich!


    alles klar?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Noch einige drastische und amüsante Anmerkungen des Tierarztes nach über 40 jähriger Praxis:
     
    Gut verroteten Festmist, getraut er sich ohne weiteres zu verspeisen.
     
    Einer Kuh, ihr Po, muß nach dem Stuhlgang so sauber sein, daß man ihr da drauf ein "Busserl" geben könnt. So hat die Natur das ursprünglich eingerichtet.
    (Viel Spaß dabei!)
     
    Daß Vets. doch ab und zu ihre Hand durchs "Hintertürl" einführen müssen,
    meinte er, daß früher die normale Waschung genügte, ohne daß danach Geruchsspuren wahrzunehmen gewesen wären.
    Heute stinken die Hände selbst noch ewig nach, obwohl Handschuhe benutzt worden sind.
     
     
    Ich sage: Die Bauern sollten wieder stolz darauf sein, wenn sie eine Handvoll Erde vorzeigen können mit Regenwürmern drinnen und nicht mit ihren 14000 Litern prahlen müssen.
     
    Artenreichtum und Vielfältigkeit kommt Bienen und Vieh zugute.
    Ja, je mehr verschiedene Pflanzen und Tiere auf den Höfen zu finden sind, desto weniger haben Parasiten ihre Chance, desto besser ist das Kleinklima.
    Unseren Bienen spielen dabei eine Schlüsselrolle.
     
    Um wieder zum Thema zurückzukommen:
     
    Mais, braucht unser (leider nicht mehr an die Natur angepasstes) Rindvieh nicht, da hat der Drohn vollkommen Recht.
    Poppkorn, mit Honig ummantelt oder gesalzen, hat noch einigen Liebhaberwert, um zum Thema zurückzukehren! :cool:
     
    Gruß vom mit Mais umzingelten Simmerl
     
    PS: übrigens Hartmut, seien Deine Maisfelder noch mit Festmist gesegnet!
    Unsere Maisfelder bekommen nur noch volle Sahne, Gülle, aber vom Feinsten!(Dabei feut mich doch, heut Nachmittag wieder eine Bäuerin getroffen zu haben, die mich auf die Veranstaltung von Gestern ansprach (aber nicht da war) und die mir verkündete es doch im Jahre 2011, mal ohne Mais zu probieren! :p
     
    Ja, ja, das Bodenleben!:daumen: