Durchschnittlicher Honigertrag

  • Guten Morgen,


    meine erste Schleuderung nach der Rapsblüte ist nun erledigt und ich habe eben mal den Durchschnitt ausgerechnet. Ich komme auf rund 27 kg je Volk.


    Um den Erfolg /Misserfolg abschätzen zu können: wie sieht es bei euch aus?

  • Moin Matthias,


    der Vergleich mit anderen Imkern lohnt aus folgenden Gründen nicht:
    1. Die lügen sowieso und alle.
    2. Die sagen Dir allesamt nicht die Warheit.
    3. Geschwindelt wird noch zusätzlich.


    Der Honigertrag steht immer in Relation zu Standort, Völkerführung und Zählweise. Nur Du bist da der Vergleich und falls Deine 27 kg nicht total erfunden sind und Du noch weißt, wie man die Völker ehrlich zählt (Das Bienenjahr beginnt mit dem Einfüttern) dann liegst Du garnicht schlecht. :wink: Ich kenne natürlich Imker, die haben mehr. :cool: Die werden sich dann auch direkt ans Finanzamt wenden ... :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    zwar hat Henry Recht, wenn er schreibt:

    1. Die lügen sowieso und alle.
    2. Die sagen Dir allesamt nicht die Warheit.
    3. Geschwindelt wird noch zusätzlich.


    aber hier meine bisherigen Zahlen.


    Pro eingewintertes Volk habe ich bisher 35 kg Frühjahrsblüte (kein Raps) abgeschleudert. Der Rest der Völker kommt zum Wochenende dran, bevor die Linde hier aufblüht (Robinie ist fast durch), und ich hoffe dann auf weitere 12-18 kg pro eingewintertes Volk.
    Die frühen, starken Vorschwärme aus der letzten Aprildekade brachten in dieser Woche im Mittel 19 kg Frühtracht; die Nachschwärme müssen sehen, wie die Linde werden wird.
    Einzig meine Königinnenableger enttäuschen und entwickeln sich nur langsam. Ich führe das auf starkes Rückfliegen der Flugbienen zu den Muttervölkern zurück - da das hiesige Faulbrutsperrgebiet noch nicht aufgehoben ist, mußten alle Ableger an ihren Ständen verbleiben.
    Gottseidank hat der Fuchs in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Hühnerstall leergeräumt - so konnte ich den Hühnerhof in einen Bienenhof umfungieren. Sonst hätte ich nicht gewußt, wohin mit all den Bienen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • .....wie sieht es bei euch aus?


    Ungelogen ...bis jetzt 28kg.
    Muss aber Ende nächste Woche noch einmal schleudern, weil sich im Flugradius meiner Bienen ein spätblühendes Rapsfeld befindet.:roll:


    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Damit ich das richtig verstehe: ich muss, um den durchschnittlichen Ertrag auszurechnen, alle eingewinterten Völker zählen? Also auch die, die es nicht geschafft haben?


    Wenn das so ist, liegt mein Ertrag deutlich niedriger. Ich habe bei meiner Rechnung einfach alle abgeernteten Völker gezählt - das erscheint mir auch logischer.

  • Damit ich das richtig verstehe: ich muss, um den durchschnittlichen Ertrag auszurechnen, alle eingewinterten Völker zählen? Also auch die, die es nicht geschafft haben?


    Wenn das so ist, liegt mein Ertrag deutlich niedriger. Ich habe bei meiner Rechnung einfach alle abgeernteten Völker gezählt - das erscheint mir auch logischer.


     
    Henry schrieb schon: Das Bienenjahr beginnt mit dem einfüttern also werden Winterverluste, Schwärme etc. nicht mitgerechnet bzw. deren Ertrag durch die eingewinterte Völkerzahl geteilt.
    Was ist daran nicht logisch?
    Gruß Hermann

  • Damit ich das richtig verstehe: ich muss, um den durchschnittlichen Ertrag auszurechnen, alle eingewinterten Völker zählen? Also auch die, die es nicht geschafft haben?


    Wenn das so ist, liegt mein Ertrag deutlich niedriger. Ich habe bei meiner Rechnung einfach alle abgeernteten Völker gezählt - das erscheint mir auch logischer.


     
    Auf alle Fälle erscheint Dir jetzt logisch, daß jemand der 10 Völker einwintert und 5 schwach auswintert die er dann noch auf 2 vereinigt und von dennen er dann je 30kg Honig erntet kaum vergleichbar ist mit einem der 5 Völker einwintert 5 Völker auswintert 2 Ableger bildet und dann von jedem Volk nur 20 und den Ablegern nochmal 10 kg erntet.


    Der Selbstbetrug fängt beim Zählen an!


    Schwärmt ein Volk ab und bringt deshalb keinen Honig oder muß aufgelößt werden um Masse für Winterverlustableger zu geben und wird dann einfach nicht gezählt, weil nichts zu ernten ist, dann kann man auch gleich Honigwaben umhängen und gigantische Türme erzeugen und dann in der ersten Tracht schon Jahresstrecken erzielen ... äh ... ups ... war schon wieder in der anderen Passion.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Als Standimker am Rand einer Kleinstadt (6 V. eingewintert, eines nach Durchsicht wg. Drohnenbrut/ Kö.-Verlust abgefegt) habe ich 90/6 = 15 kg/Volk geerntet. Kein Raps weit und breit.


    MfG
    Hermann

  • Hallo,


    ich habe heute zum 3. Mal geschleudert.
    Meine 1. Schleuderung dieses Jahr war am 30.4., die 2. am 15.5.


    Ich komme bei 6 Völkern auf durchschnittlich 55kg Blütenhonig bei 16% - 17% Wassergehalt


    Aber nicht nur bei mir, bei allen ortsansässigen Imkern herrscht Hobbock-Notstand.
    Uns gehen die Eimer aus!!!!!


    Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich gerade mal 15kg pro Volk - und das noch bei 21% Wassergehalt.


    Ich habe noch einen Mini-Stand am Rande des Schwarzwaldes mit 2 Völkern.
    Die konnte ich bisher nur 1x schleudern mit ca. 22kg pro Volk



    Gruß vom sonnigen Oberrhein
    gate-au

  • Wie schon mehrfach angesprochen: Es kommt bei der Einschätzung immer auf die Randbedingungen und deren Vergleichbarkeit an.
    27 kg sind aber grundsätzlich ein guter Wert, den Du in den meisten Jahren nicht so ohne weiteres erreichen wirst.


    In diesem Jahr gelten aber offenbar in den meisten Gegenden andere Gesetze, die Eimer werden knapp!

  • Auf alle Fälle erscheint Dir jetzt logisch, daß jemand der 10 Völker einwintert und 5 schwach auswintert die er dann noch auf 2 vereinigt und von dennen er dann je 30kg Honig erntet kaum vergleichbar ist mit einem der 5 Völker einwintert 5 Völker auswintert 2 Ableger bildet und dann von jedem Volk nur 20 und den Ablegern nochmal 10 kg erntet.


    Der Selbstbetrug fängt beim Zählen an!


    Schwärmt ein Volk ab und bringt deshalb keinen Honig oder muß aufgelößt werden um Masse für Winterverlustableger zu geben und wird dann einfach nicht gezählt, weil nichts zu ernten ist, dann kann man auch gleich Honigwaben umhängen und gigantische Türme erzeugen und dann in der ersten Tracht schon Jahresstrecken erzielen ... äh ... ups ... war schon wieder in der anderen Passion.


     
    Und wenn ich nun noch Völker zugekauft habe?
    Ich gehe davon aus, dass wenn ich zehn Völker einwintere, davon acht bis zur Honigernte bleiben und ich sieben dazu kaufe, die Erntemenge durch siebzehn teilen muss.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Ach Friedrich Du alter Mathematiker, ich bin gespannt ob noch einem ein besseres Rechenexempel einfällt:roll:
    Wie rechnest Du denn wenn Dir über Winter alle Völker eingehen und eins hast Du im Frühjahr gekauft? Ich glaub die Lösung weißt Du selbst:wink: 
    Gruß Hermann