Bienenhaltung in Mietshaus auf Balkon erlaubt ?

  • Liebe Bienenfreunde dieses Forums,


    seit Tagen suche ich im Internet nach ähnlichen Fällen, habe aber nichts verlässlich greifbares finden können.


    Zum Sachverhalt:


    Wir haben Gewerberäume, inklusive Hof, Garten und im zugehörigen angrenzenden Gebäude bis auf 1 kleine Dachwohung, auch alle anderen Wohnräume gemietet.
    Die Gewerberäume haben wir seit 3 Monaten bezogen. Die Firmenwohnung im 1. OG wollen wir am 1. 06. beziehen.
    Zur Wohnung gehört eine grosse, nicht überdachte Terasse. Unmittelbar über dieser Terasse, 1 Stock höher befindet sich ein kleiner Balkon der Dachwohnung.
    Vor 4 Tagen haben wir festgestellt, dass der Mieter dieser Dachwohnung auf seinem Balkon 2 grosse Bienenkästen aufgestellt hat. Es herrscht auch emsiger Flugbetrieb.
    Bisher hatte der Mieter keine Bienen auf dem Balkon. Er versucht sich offensichtlich als Neuimker.


    Der Standort der Bienenkästen ist genau über der Tür zu unserer Terasse. Dies entspricht einem Abstand von ca. 2 metern senkrecht zu unserer Terassentür.
    Wir sind der Ansicht, dass sowas nicht zumutbar ist, und haben bedenken.


    Wir können uns nicht vorstellen, dass Bienenhaltung unter solchen Bedingungen überhaupt zulässig sein kann.


    Was sagen die hiesigen Bienenspezialisten dazu?


    Gruss
    Bruddel

  • In der Regel ist die Bienenhaltung ortsüblich; vor allem in diesem Maßstab - Auskunft dazu müßte Ihnen die Stadtverwaltung/Bezirksverwaltung geben.


    Es stellt sich eher die Frage ob das Aufstellen der Bienenkästen mietvertraglich zulässig ist. In den meisten Mietverträgen dürfte das zumindest nicht allgemein verboten sein. In wie weit ein Bienenvolk unter die Kleintierregelung fällt ist m.E. noch nicht gerichtlich geklärt; dürfte interessant werden.


    Also stellt sich die Frage in wie weit Sie durch die Bienen belästigt werden. Nur wenn es dafür handfeste Belege gibt besteht Aussicht auf Änderung der Lage.


    Die Bienen selber leiden unter dieser Aufstellung in der Regel nicht; ihnen genügt eine wetterfeste Kiste und freier Ausflug in tracht- und wasserreiche Umgebungen.


    Wenn sich bei Ihnen mal eine Biene hin verfliegt dürfte das auch kein ausreichender Grund sein. Der Ausflug erfolgt ja offensichtlich frei über Ihre Terrasse hinweg in einem asureichenden Abstand und die Kästen sind dort oben gut gesichert. Die Tiere gehen weder an Kuchen noch an andere Lebensmittel; also auch kein Problem.


    Eigentlich fallen mir nur zwei mögliche Risiken ein: Zum einen wenn der Kollege dort aggressive Bienen hielte, die Ihnen dort auf der Terrasse zusetzen würden oder aber das Verschmutzungsrisiko von Wäsche, die unter der Einflugschneise trocknet (hier sollte aber schin seitliches Versetzen helfen). Sollten Sie solche Probleme bekommen, dann besteht sicherlich Handlungsbedarf - dazu ist die Beeinträchtigung zu dokumentieren und zu belegen.


    Rein rechtlich sehe ich aber die Bienenhaltung auf dem Balkon nicht zu beanstanden sofern das privatrechtliche Mietverhältnis hierzu keine expliziten, gegenseitigen Vorgaben macht und sich nicht die vorstehend genannten Probleme ergeben.


    Erkundigen Sie sich doch mal höflich nach den Bienen und besprechen Sie Ihre Bedenken mit dem Imker dort - vielleicht läßt er Sie zum Ausgleich an dem goldgelben Schatz der Völker teilhaben...


    melanie

  • Der Ausflug erfolgt ja offensichtlich frei über Ihre Terrasse hinweg in einem asureichenden Abstand .......


    Vielen lieben Dank für die schnelle erste Antwort.


    Gerade was den Abstand betrifft, habe ich bedenken.
    Dass Bienen nicht auf süsses oder Lebensmittel jedweder Art reagieren, ist mir bewusst. Ebenso ist mir aber bewusst, dass Bienen ihr Nest bewachen und es vor vermeintlichen Angreifern zu schützen suchen. Vor allem wenn sich solche in der Nähe oder gar in den Einflugschneisen ihrer Nester aufhalten.


    Wie bereits beschrieben, unsere Terrassentür befindet sich ca. 2 meter senkrecht unter den Bienenkästen.


    Bezüglich Sicherheitsabstände habe ich die verschiedensten Informationen erhalten. Da war sowohl von 20 meter von vorne, oder 5 meter seitlich die Rede. Sicherheitsabstände von unter 4 metern zum Flugloch habe ich aber nirgends lesen können und kann mir auch nicht vorstellen, dass Imker selbst einen solchen Abstand zu den Bienenfluglöchern noch als sicher ausreichend bezeichnen würden.


    Ich bin nicht generell gegen Bienen. Solange man Bienen in Ruhe lässt, tun sie einem auch nichts. Bedingt durch diesen Minimalabstand aber zu den Fluglöchern, bin ich sehr skeptisch und frage mich ob die Bienen Bewegungen von Menschen direkt unter ihren Fluglöchern nicht doch als Bedrohung sehen und dann zu ihrer Aufgabe zur Sicherung ihres Nestes Bedarf empfinden?
    Das unbedingt auf einen Test ankommen, möchte ich nicht wirklich. Ich habe viele Jahre meiner Jugend auf dem Lande verlebt und auch die Erfahrung germacht wie sauer Bienen sein können, wenn sie sich bedroht fühlen, obwohl man ihnen nichts getan hatte, einfach nur zu nahe gekommen war.
    Zudem, Bienen reagieren ja auch auf Gerüche, wie Schweiss oder auch eventuell Parfüms gerne gereizt. Dazu auch nicht vergessen dass Bienen auch mal einfach allgemein gereizt sein können, wenn z.B. das Wetter sie stresst.


    Frage: Welcher Imker würde sich mit seiner Familie oder Gästen in den Garten zu einer Kaffeetafel zusammensetzen, direkt in 2 meter Abstand zu Bienenfluglöchern?


    OK, Imker würden das vielleicht tun. Wir sind aber keine Imker und wollen uns auf unserer Terasse so verhalten können wie man sich normalerweise auf seiner Terasse verhalten kann.


    Zudem, was die Üblichkeit betrifft: Es ist sicher nicht unübllich Bienen zu halten, völlig unüblich aber erscheint es mir solches Hobby auf einem Balkon zu unterhalten.


    Und was die Höflichkeit betrifft. Es wäre höflich gewesen wenn sich der Jungimker VORHER dazu mit uns besprochen hätte, statt uns vor vollendete Tatsachen zu stellen.

  • Wir haben Gewerberäume, inklusive Hof, Garten und im zugehörigen angrenzenden Gebäude bis auf 1 kleine Dachwohung, auch alle anderen Wohnräume gemietet.Gruss Bruddel


    Moin , Moin aus Hamburg,
    wie wäre es denn mit einer Aufstellfläche im Garten oder auf der Terasse ? Vermutlich besser für den Imker zu bearbeiten , vielleicht auch besser für die Bienen und in jedem Fall vermutlich besser für Dich. Da die bienen immer von Vorne in die Beuten fliegen , ist schon 50 cm hinter den Kästen in der Regel keine Biene mehr zu sehen.


    Wenn Ihr zusammen lebt, solltet ihr vor allem auch zusammen Reden. Eine einvernehmliche Lösung bekommt Ihr aber nur , wenn Beide sich bewegen.:wink:


    Beste Grüße aus dem Norden
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • HAllo,


    es geht ja nicht um die Entfernung an sich. Terassentür 2m UNTER den Kästen ist hier eher beruhigend, nur die Flugrichtung ist noch in gleiche Richtung gegeben, die Bienen fliegen meist eher hoch ab aus dem Flugloch.
    2m Umkreis auf einer Höhe zu der Beute ist schon wieder was anderes als unter dem Balkon.


    Sonst kann ich nach Daniels Beitrag diesem nur voll und ganz beipflichten.


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • wie wäre es denn mit einer Aufstellfläche im Garten oder auf der Terasse ?


    Sämtliche vorhandene Freifläche ist von uns gemietet. Zur Dachwohnung gehört nur der Balkon.
    Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht ob ich dem Mieter nicht einen Platz auf unserem Grundstück anbieten kann. Geht aber nicht, eben wegen Gewerbebetrieb. Wir brauchen die vorhandenen Freiflächen zum arbeiten oder sie sind unmittelbar angrenzend an unseren Kundenparkplätzen.
    Auch an das Flachdach unserer Halle habe ich schon gedacht. Da gibts aber aussen keine Treppe hoch.
    Es gibt nur eine winzig kleine Ecke hinter unserer Halle. Das ist aber Nordseite, sehr schmal bis zur Nachbarwand und zudem auch noch von Fichten so dicht bewachsen, dass man von dort noch nichtmal den Himmel sehen kann. Wohl absolut nicht geeignet für Bienen.


  • 2m Umkreis auf einer Höhe zu der Beute ist schon wieder was anderes als unter dem Balkon.


    Ich muss dazu vielleicht noch erläutern, dass wir die Terasse und den Garten drumherum auch geschäftlich als Präsentationsfläche nutzen. Terasse als auch Garten wird mit vielen Blumentrögen und -beeten ausgestattet. Auch auf der Terasse werden wir immer wieder mal Empfänge haben.


    Als wir das Gewerbeanwesen angemietet haben, war uns bekannt, dass es dort noch diese kleine Dachwohnung gibt, dachten aber, dass dies für uns keinerlei Rolle spielen wird oder uns irgendwas stören könnte. Dass Leute auf die Idee kommen ausgerechnet auf einem Balkon Bienen halten zu wollen ? Wer rechnet denn mit sowas ?

  • Moin , Moin , Bienen lassen sich bestimmt gut in Eure Gartengestaltung integrieren. Wenn die Fluglöcher der Terasse abgewand sind , ist das kein Problem. Ich habe 10 Völker im Garten an einer Terasse stehen und 6 Völker im botanischen Garten ca 3 meter von einem Hauptweg weg. Direkt einsehbar von mehreren hundert Besuchern am Tag.
    Ausprobieren :wink:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin , Moin , Bienen lassen sich bestimmt gut in Eure Gartengestaltung integrieren.


    So ein "Gutmensch" bin ich dann auch nicht. Wir haben das Gelände gemietet für uns und unser Unternehmen und uns den Garten dazu mit ganz ohne Bienenstöcke und ganz ohne Mitbewohnerzutrittsrechte zu unserer Terasse und Garten gedacht. :roll:


    Die komplette Wohnzimmerfront ist auf einer Länge von 12 metern vom Boden bis zur Decke verglast. Ich stell mir grad vor, es ist Sonntag früh, wir sitzen gerade salopp in den Bademänteln am Frühstückstisch, und draussen stiefelt der Mitbewohner direkt an den Fenstern vorbei auf unserer Terasse und in unserem Garten rum, um sich mit seinen Bienchen zu beschäftigen. :roll:


    Wir wollten den Mitbewohner eigentlich nicht gleich adoptieren.

  • Hallo,


    am Wochenende sah ich auf einem Klinikgelände einen Bienenstand. Dieser ist in die Therapie der Patienten mit eingegliedert (Es ist keine Rheumaklinik!). Der Abstand des Standes zu den Balkonen der Patientenzimmern waren geschätzte 30 m, Flugrichtung in Richtung Balkone. Einzig vor den Ständen war eine Trapezförmige Fläche abgegrenzt.


    Bienen habe etwas beruhigendes, nicht nur für Imker. Müsste ich in diese Klinik, wüsste man, wo man mich findet.


    Gruß
    Werner

  • Der Abstand des Standes zu den Balkonen der Patientenzimmern waren geschätzte 30 m, Flugrichtung in Richtung Balkone.
    Bienen habe etwas beruhigendes, nicht nur für Imker. Müsste ich in diese Klinik, wüsste man, wo man mich findet.



    Ich wäre sogar bei nur 20 meter Abstand absolut ruhig und entspannt.


    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich auch die Bienen bei nur 2 meter Abstand, alles andere als ruhig und entspannt uns gegenüber verhalten werden.


    Bei allem Verständnis, dass Imker sich für ihr Hobby einsetzen und engagieren. Ich finde aber dennoch, dass es nicht soweit gehen sollte, dass einem als Nichtimker Toleranz geradzu aufgenötigt wird. Uns direkt über den Eingang zu unserer Terasse 2 Bienenstöcke hinzusetzen, kann ich nicht als üblich bezeichnen, höchstens als Provokation, mindestens aber als Rücksichtslosigkeit.


    Bei allem Verständnis, dass ich mich hier auf einer "Pro-Biene-Plattform" befinde, Sachlichkeit und Rückhalt zu Informationen bezüglich Bienenhaltung auf einem Balkon würde ich gerade von Imkern erhoffen, denn gerade zu Bienenhaltung auf Balkonen habe ich so gut wie gar keine Informationen im Internet finden können.
    Ich gehe also davon aus, dass sowas auch unter Imkerkreisen eher als ungewöhnlich und unüblich bezeichnet werden müsste.

  • Gerade was den Abstand betrifft, habe ich bedenken.

    Eine Abstandsregelung nach unten ist mir nicht bekannt und insgesamt betreffen Abstandsregeln stehts den konkreten Fall mit seinen konkreten Bedingungen. Es gibt z.B. keine Probleme, wenn Bienen durch Zäune, Hecken, Rohrmatten zum Hochfliegen genötigt werden.

    ... dass Bienen ihr Nest bewachen und es vor vermeintlichen Angreifern zu schützen suchen. Vor allem wenn sich solche in der Nähe oder gar in den Einflugschneisen ihrer Nester aufhalten.

    Unterhalb des Flugloches befindet sich die Einflugschneise gerade nicht. Die Bienen reist zu ihrer Trachtquelle in 20-30m Höhe und hat keinen Grund vor erreichen dieser "Reiseflughöhe" erst noch nach unten zu fliegen.

    ... dass Imker selbst einen solchen Abstand zu den Bienenfluglöchern noch als sicher ausreichend bezeichnen würden ... durch diesen Minimalabstand aber zu den Fluglöchern, bin ich sehr skeptisch und frage mich ob die Bienen Bewegungen von Menschen direkt unter ihren Fluglöchern nicht doch als Bedrohung sehen und dann zu ihrer Aufgabe zur Sicherung ihres Nestes Bedarf empfinden?

    Das läßt sich wirklich nur im Einzelfall bestimmen. Es gibt Bienen, die verfolgen einen auch in 15m noch und es gibt welche, die fliegen ganz vorsichtig um einen rum, wenn man vorm Flugloche steht.

    Das unbedingt auf einen Test ankommen, möchte ich nicht wirklich.

    Genau das wäre aber sinnvoll, weil es belastbare Fakten schafft bzw. verdeutlicht. Eine Ferneinschätzung ist immer nur eine Einschätzung aus der Ferne oder so.:wink:

    Frage: Welcher Imker würde sich mit seiner Familie oder Gästen in den Garten zu einer Kaffeetafel zusammensetzen, direkt in 2 Meter Abstand zu Bienenfluglöchern?

    Ich selbst habe mehrere Jahre Bienen auf dem Balkon gehalten. Darunter und darüber haben Mieter gewohnt und die haben die Bienen erst bemerkt weil ich immer von außen an meinen Balkon geguckt habe. Kaffeetrinken auf der Belegstelle findet statt in unmittelbarere Nähe von 10 zweizargigen Begattungsablegern, mehreren Drohnenvölkern und zig EWK und Mini-Plussen.

    OK, Imker würden das vielleicht tun.

    OK, ja, ich bin Imker.

    Wir sind aber keine Imker und wollen uns auf unserer Terasse so verhalten können wie man sich normalerweise auf seiner Terasse verhalten kann.

    Genau das muß man - also nicht unbedingt Ihr - testen.

    Zudem, was die Üblichkeit betrifft: Es ist sicher nicht unübllich Bienen zu halten, völlig unüblich aber erscheint es mir solches Hobby auf einem Balkon zu unterhalten.

    Balkonbienenhaltung ist schon lange keine wirkliche Seltenheit mehr. Balkonbienen, Bienen auf Regierungsgebäuden, auf Flughäfen, mitten in der Stadt, als Kunstobjekte - gibt's alles und klappt auch alles problemlos.

    Und was die Höflichkeit betrifft. Es wäre höflich gewesen wenn sich der Jungimker VORHER dazu mit uns besprochen hätte, statt uns vor vollendete Tatsachen zu stellen.

    Warum hätte er das tun sollen? Sein Mietvertrag verbietet es wahrscheinlich nicht ausdrücklich und Deine Meinung jetzt, zeigt doch ungefähr, wie eine Antwort ausgefallen wäre. So ist nun der Spieß umgedreht und die Zeit arbeitet für den Mieter. Sollte nämlich in der Zeit der Bemühungen gegen die Bienen nichts passieren, beweist das, daß die Angst vor Stichen unbegründet ist.


    Sollte ich in diesem Streit als Mediator oder Schlichter eine Empfehlung aussprechen dürfen, dann die folgende:
    1. Der Mieter wird nicht mehr als 3 Völker (Bienenkästen) auf dem Balkon halten.
    2. Er wird die Bienenstöcke soweit nach hinten stellen, daß sich vor den Bienenstöcken eine möglichst große Fläche ergibt und sich die Bienenstöcke gerade noch von hinten bearbeiten lassen.
    3. Er wird ausschließlich besonders friedliche Bienen halten und dies durch eine Bearbeitung der Völker ohne Handschuhe und Schleier verdeutlichen.
    4. Der Vermieter wird die Bienenhaltung nur zur Probe gestatten und widerufen, sobald der Mieter nicht nur vorübergehend (z.B. unsanfte Bienen umweiseln) gegen die Regelungen verstößt oder es zu tatsächlichen Belästigungen kommt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Sollte ich in diesem Streit als Mediator oder Schlichter eine Empfehlung aussprechen dürfen,


    Noch gibt es keinen Streit und solchen suche ich auch unbedingt vermeiden zu können. Ich hatte gehofft, dass es bezüglich Balkonen auch eindeutige Aussagen zu Nutzungsüblichkeiten für solche gibt.
    Ich habe jedenfalls kein Gewerbeobjekt gemietet, um dann feststellen zu müssen, dass ich mir von einem Privatmieter auf der Nase rumtanzen lassen, bzw. mich mit diesem zu einigen habe.
    Das Gewerbeanwesen war während der letzten 2 Jahre frei, der Mieter der einzige Bewohner darin. Auch zu anderem Verhalten weisen Indizien daraufhin, dass der Mitbewohner sich auf und in diesem Areal Dinge angewöhnt hat, die eher unüblich sind. So hatte er Räume belegt, die er gar nicht gemietet hatte. In fast sämtlichen Kellerräumen hat er sich ausgebreitet, neben der Eingangstür seinen Sperrmüll gelagert, ins Treppenhaus seine Kühl- und Gefrierschränke aufgestellt.
    In unserer Halle hatte er ohne Wissen des Eigentümers gebrauchte PKW abgestellt.
    Gemietet hat er eine 2 Zimmer DG-Wohnung - mehr nicht.
    Uns erscheint die Bienensache nicht als "Mitbewohnerhobby" sondern als gezielte Provokation. Denn er ist kein Imker, hat sich diese Bienenkästen jetzt erst vor ein paar Tagen neu angeschafft. Er selber ist kaum zu Hause; auch an den Wochenenden oft weg. Wir vermuten, dass die Bienen lediglich als Mittel seiner eigenen, anderen Zwecke dienen sollen, und meinen damit nicht wirklich das imkern.


    Mit den Eigentümern verstehen wir uns bestens. Der ist selber sehr unglücklich und unsicher wie er sich verhalten kann.
    Sollte es zu einem Streit kommen müssen, dann müssten wir einen solchen gegen den Eigentümer führen, was aber absolut nicht in unserem Sinne liegt.

  • Noch gibt es keinen Streit und solchen suche ich auch unbedingt vermeiden zu können.

    Hilfe wurde angeboten.

    Ich hatte gehofft, dass es bezüglich Balkonen auch eindeutige Aussagen zu Nutzungsüblichkeiten für solche gibt.

    Wenn Du lesen wolltest, daß man Bienen auf Balkonen generell nicht halten darf, dann bist Du jetzt zu Recht enttäuscht.

    Ich habe jedenfalls kein Gewerbeobjekt gemietet, um dann feststellen zu müssen, dass ich mir von einem Privatmieter auf der Nase rumtanzen lassen, bzw. mich mit diesem zu einigen habe.

    Doch, denn offensichtlich stellst Du genau das gerade fest.

    ... Dinge angewöhnt hat, die eher unüblich sind.

    Bienenhaltung gehört erstmal nicht eindeutig dazu.

    So hatte er Räume belegt, die er gar nicht gemietet hatte. In fast sämtlichen Kellerräumen hat er sich ausgebreitet, neben der Eingangstür seinen Sperrmüll gelagert, ins Treppenhaus seine Kühl- und Gefrierschränke aufgestellt. In unserer Halle hatte er ohne Wissen des Eigentümers gebrauchte PKW abgestellt.

    Da gibt es bestimmt ein Räumeforum mit der Rubrick "Kellerräume", ein Sperrmüll- und ein Eingangstürenforum dafür. Ein Treppenhausforum und eines für Kühlgeräte findet sich bestimmt auch im Internet und daß es eines für Gebrauchtwagen gibt weiß ich genau. Ich glaube sogar mehrere. Hier ist jedenfalls das für Bienen (und Sofas).

    Gemietet hat er eine 2 Zimmer DG-Wohnung - mehr nicht.

    Doch: Einschließlich Balkon, oder?


    Uns erscheint die Bienensache nicht als "Mitbewohnerhobby" sondern als gezielte Provokation.

    Ja, so kann es einem erscheinen wenn die Fronten einmal verhärtet sind. Mediation kann da helfen. Manchmal hilft aber nur 8x57IRS H-Mantel oder .30-06 Doppelkern-Teilzerleger

    Denn er ist kein Imker, hat sich diese Bienenkästen jetzt erst vor ein paar Tagen neu angeschafft.

    Wer Bienen hält ist Imker, denn Imker zeichnen sich durch die nicht nur zeitweise unterbrochene Bienenhaltung aus.

    Er selber ist kaum zu Hause;

    Es gibt keine Anwesenheitspflicht für Mieter und auch nicht für Imker.

    auch an den Wochenenden oft weg.

    ... und auch nicht an Wochenenden

    Wir vermuten, dass die Bienen lediglich als Mittel seiner eigenen, anderen Zwecke dienen sollen, und meinen damit nicht wirklich das imkern.

    Dassss ja nun mal reine Spekulation, die lediglich den Konflikt verhärtet. Mit der Einstellung steuerst Du ganz zielgenau in einen heftigen Streit. Das bringt Dich kein Stück weiter.

    Sollte es zu einem Streit kommen müssen, dann müssten wir einen solchen gegen den Eigentümer führen, was aber absolut nicht in unserem Sinne liegt.

    Das ist so nicht richtig. Der Eigentümer muß nicht gegen eine von einem seiner Mieter behauptete Einschränkung der Nutzbarkeit einer Mietsache durch einen anderen Mieter vorgehen. Er kann auch erklären, daß er selbst nichts unternehmen wird und so den Weg frei machen. Das erlebe ich häufig, wenn die Mieter sich in die Wolle kriegen und es der Wohnungsgesellschaft egal ist, bzw. der daran liegt beide Mieter zu behalten. Das ist oft die normale wahnsinnige Situation zu der ich gerufen werde.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder