Fluglochbeobachtungen - An- und Abflüge

  • Wenn die Bienen gezielt durchstarten und verschwinden und ebenso gezielt anfliegen und in den Stock marschieren, dann werte ich das als gezielten Eintrag von Nektar.


    Kann ich Rückschlüsse aus der Häufigkeit dieser An- und Abflüge ziehen? Oder ist das von Wetter, Tracht und Laune abhängig, wie die Bienen fliegen?

  • N`Abend!


    Gezieltes Durchstarten sind eingeflogene Trachtbienen, die sofort vom Flugloch aus auf Trachtflug "gehen", sei es zum Pollen, Wasser oder Nektar sammeln.
    Zurückkehrende Bienen sind das entsprechende Pendant zu ihnen. Ich meine an der Intensität des Trachtbienenfluges erkennen zu können, ob Tracht herrscht und in etwa auch wie stark sie ist.
    Und natürlich ist der Trachtflug abhängig von Wetter, Tracht, Versorgungssituation im Volk, Volkszusammensetzung, Status der jeweiligen Königin sowie diversen anderen Faktoren.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Und der Ingenieur in mir,
    sagt mir, dass alles relativ ist. 3 Haare auf dem Kopf sind relativ wenig, 3 Haare in der Suppe relativ viel. Also ist es bestimmt keine schlechte Idee, den Flugbetrieb zumindest unter den selben Umweltbedingungen zu vergleichen. Also seh dir doch mal die Flugbretter der anderen 43 Völker an, die immer in einer Reihe nebeneinander stehen :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der Ingenieur in mir frägt sich halt: Sind die Starts und Landungen zählbar? Was ist intensiv und was nicht?


     
    Also ich bin heute vor den Fluglöchern gestanden und hab's fast mit der Angst zu tun bekommen! Gerade noch, dass sie das Abbremsen bei der Landung schaffen! Oder beim Start den Anlauf bloß nicht zu lang machen! In der Einflugschneise haben sie mich fast über den Haufen gerannt! Das nenn ich intensiv!!! (Die Linde honigt bei uns!)


    Viele Grüße
    Katrin

  • An den Ing. in Dir!


    Zähl doch mal pro Minute alle Einflüge.


    Dann, wenns Dir sehr viel vorkommt und z.B. abends bevor eine "die Tür zu macht".


    Immer wieder notieren, aufschreiben, Mittelwerte bilden. Tageszeitenzahlen bestimmen, Wetterzahlen......


    Was man da alles machen kann :wink:


    Nein, mal im Ernst, das Gefühl kommt so mit der Zeit. gucken, gucken, gucken.
    Aber auch vergleichen. Kannst Du dir nicht irgendwo andere Völker im Vergleich ansehen? Einen Ableger, ein vollwertiges Trachtvolk?


    Das hilft besser als jede Zählerei. "Augenmaß" kommt beim wieviel-hundertsten Anblick?
    Keine Ahnung, irgendwann ist es da :daumen:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Der Ingenieur in mir frägt sich halt: Sind die Starts und Landungen zählbar?

    Bienenforscher haben Zählvorrichtungen am Flugloch. Das dürfte für den Ing. in Dir doch kein Problem sein. Der Biologe und Imker in mir hält die engen Krabbelkanäle mit Lichtschranken für ein zu invasives Verfahren. Eine gute Webcamera und "ein wenig" Mustererkennung stören die Immen nicht und erfreuen das Bastler-/Sofwerkerherz (im Winter).
    Doch zu technisch? Ab und zu den Liegestuhl vor die Beuten packen und (wie schon geschrieben steht) einen Blick entwickeln und Erfahrungen sammeln. Ich habe einen "Schußzähler" und bestimme damit die Starts/Minute.
    Übrigens: im "eingeschwungenen Zustand" bedeutet eine landende Biene pro Sekunde, dass gerade etwa 2000 Bienen sammeln (Drs. Aumeier/Liebig).


    MfG
    Hermann


  • Übrigens: im "eingeschwungenen Zustand" bedeutet eine landende Biene pro Sekunde, dass gerade etwa 2000 Bienen sammeln (Drs. Aumeier/Liebig).


    Ein Liegestuhl und Notizblock ist mir ausreichend. Aber eben solche Zahlen find ich spannend... geht ja nicht drum, mir was zu helfen, sondern eher meine Neugierde zu befriedigen :-)


    Und was bitte ist ein Schußzähler?

  • Moin,


    das ist so ein Zählgerät zum Klicken, da mußte nicht gucken, nicht selbst vor Dich hinlabern, um dich dann irgendwann zu verzetteln.
    Biene: Klick, Biene: Klick


    Später draufgucken und fertig.


    Liebe Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Wenn man sportlich wäre,
    täte es vielleicht auch ein entsprechend montierter Schrittzähler oder eine Hand voll Erbsen, die nan dann stückweise in ein größeres Gefäß fallen lässt. Übrigens haben schon die Römer eine auf dieser Idee basierendes Gerät benutzt, um Entfernungen zu messen.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der es jetzt mal mit einem alten Stück Leder und einer Lochzange versucht :-)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • mit dem Schrittzähler rennst du einfach je startende Biene einmal um den Stock, teilst die gerannten Kilometer durch den Umfang deines Weges... dann passt das schon. Aber was machst du mit all den Lederkonfetti?