Liebig-Beute ohne Auflageschiene?

  • Hallo zusammen,


    ich stehe kurz vor dem Kauf meiner ersten 2 Beuten. Es soll Zander sein und möglichst einfach. Jetzt meine Frage: Wo bekommt man die Liebig-Beute ohne diese Metallauflageschiene her? Dehner führt sie, soweit ich weiss...Andere Bezugsmöglichkeiten?


    Zweite Frage: Hat jemand Erfahrungen mit den Liebig-Beuten von Geller gemacht?


    Was empfehlt ihr...?

  • Hallo Olfri,


    ich habe die Beuten vom Dehner. Und habe mir zum ausprobieren eine vom Weber geholt die ja Schienen hat. Mich würde interessieren welchen Nachteil Du in den Schienen siehst.
    Einen wirklichen Nachteil kann ich jedenfalls nicht finden.
    Die Rähmchen schieben sich über die Schienen sehr leicht und das versehentliche quetschen von Bienen beim einhängen von den Rähmchen minimiert sich auch.


    Gruß Ralf

  • Ich glaube, dass man den Nachteil erst beim Reinigen der Beuten merken wird... ;)


    Habe die Dehnerbeute auch empfohlen bekommen, finde aber den Preis im Vergleich zu anderen Liebig-Beuten ziemlich deftig, da bei nem Preis von 93 Euro noch der Blechdeckel zuzukaufen ist...Wobei ich jetzt gerade das Einsteigerangebot gesehen habe - 140 Ocken samt Blechdeckel und 30 gedrahteten Rähmchen...Mhm...Die Geller-Beute kostet im Vergleich 136 Euronen, allerdings noch zusätzlich mit einem Absperrgitter...Deftige Versandkosten sind bei beiden am Start...Holtermann bietet ja auch die Liebig-Beute, allerdings mit Metallauflageschiene - und er empfiehlt einen Innenanstrich...(???)...Mich würde vor allem interessieren, ob schon mal jemand bei Geller geordert hat und zufrieden war.

  • Hallo Olfi,


    du warst nicht zufällig vor kurzem auf einem Anfängerlehrgang? :p
    Genau diesen Nachteil, also die Reinigung solcher Beuten mit Schienen, hat man uns auf einem Anfängerlehrgang nämlich auch versucht zu erklären.
    Die Schienen müßten zur Reinigung abgeschraubt werden usw.


    Ja nee, is klar..


    Ich habe 23 Beuten von Dehner und wie gesagt eine von Weber und kann den besagten Nachteil der Reinigung nicht nachvollziehen, was nicht heißen soll, dass ich die Beuten vom Weber besser finde. Konstruktiv finde ich die vom Dehner besser. Von der Verarbeitung her bin ich mit beiden Herstellern nur zu 90% zufrieden.
    Das ärgert mich bei den Preisen, deshalb wird zukünftig selber gebaut.
    Leider kann ich Dir zu dem anderen Hersteller keine Auskunft geben.


    Gruß Ralf


    Gruß Ralf

  • Vielen Dank für deine Antwort, Ralf. Ich war wirklich auf einem Anfängerlehrgang, uns wurde da aber auch erklärt, dass man mit Metall die Verkittungen am Ende einfach schlechter wegbekommt - vom Abschrauben wurde da nix gesagt ;) Ein Freund von mir, mittlerweile 12 Völker, hat mir auch die Beute ohne Metallschiene empfohlen. Zum Selbstbauen fehlt mir einfach das Knowhow und die Zeit, mir das anzueignen...

  • Hallo Olfri,


    jaa... ich schon wieder.:lol:


    Ich habe mir gerade mal den Link zum Geller angesehen und mir ist da was aufgefallen.
    Ich vermute mal, dass Geller Beuten vom Dehner verkauft.
    Der Deckel ist der gleiche wie bei Dehner. Der Mäusekeil auch.
    Und soweit ich das beurteilen kann, ist auch der Bodenschieber der gleiche wie vom Dehner...


    Gruß Ralf


  • Die Rähmchen schieben sich über die Schienen sehr leicht


    Ja, das geht etwas leichter.



    und das versehentliche quetschen von Bienen beim einhängen von den Rähmchen minimiert sich auch.


    Das war bei mir nur anfangs so, jetzt krabbeln die Bienen zwischen Schiene und Außenwand, da liegt dann ein wenig Propolis rum und schon ist eine Biene eingeklemmt und festgeklebt.

  • Letzten Samstag habe ich bei Geller Liebig-beuten gesehen von mindestens drei verschiedene Hersteller. Von den Beuten mit Metallschienen waren aber nur noch drei Stück da, von den ohne gab es noch mehrere. Im Zandermass war aber fast alles ausverkauft und weil anscheinend in Köln (Müngersdorf) vieles schon alle ist kommen die Kunden auch nach Aachen wodurch bei Geller im Moment ein nie gesehener Hochbetrieb ist. Hoffentlich kommst du da nicht zu spät.

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

  • Vielen Dank für deine Antwort, Ralf. Ich war wirklich auf einem Anfängerlehrgang, uns wurde da aber auch erklärt, dass man mit Metall die Verkittungen am Ende einfach schlechter wegbekommt - vom Abschrauben wurde da nix gesagt ;)


    Klar bekommt man die Verkittungen vom Metall schlechter weg - weil einfach keine da sind! Da gibts nix zu reinigen! Ich habe 50:50 mit und ohne Schienen, und würde sofort bei denen ohne die Schienen nachrüsten wenns nicht so eine Heidenarbeit wäre.


    LGR

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • In ihren Kursen empfehlen Drs. Pia Aumeier & G. Liebig die Einfachbeute (Zander, modifiziert) von Dehner. Sie hatten am Schnuppertag eine dabei. Sah nicht schlecht aus, die Verarbeitung fand ich ok. Die Eifachbeuten vom Holtermann sind sehr schwer, da eben keine Weymouthbretter. Ich hatte mir "für den Übergang" die Ho.-DNM-Einfachbeuten beim lokalen Händler angeschaut - sehr schwer das Ganze. Ich werde wohl eine Dehner-Beute ausprobieren, bevor ich mehrere kaufe. Dehner bietet einen (kleinen) Mengenrabatt.


    MfG
    Hermann

  • also der Grund für meinen Eigenbau OHNE Schienen ist eigentlich ein ganz anderer und zwar die Entsorgung. Ne Zarge ohne Schienen, die ihre Nutzungsdauer überschritten hat, kann mit der Kreissäge einfachst in bestes Feuerholz umgewandelt werden ohne vorher die Schienen rauszuschrauben, was bei verkitteten/vergammelten Schraubenköpfen kein Spaß ist.
    Dann kosten Schienen auch noch Euros.
    Zur Verarbeitungsqualität ist hier im Forum schon so viel geschrieben worden. Ich kann keine super verarbeitete deutsche Handwerkskunst bzw. Möbelqualität verlangen und nur den Fernostpreis bezahlen wollen. Ein deutscher Tischler arbeitet eben nicht für eine Hand voll Reis oder ein paar Zloty.

  • Zum Selbstbauen fehlt mir einfach das Knowhow und die Zeit, mir das anzueignen...


    Moin Olfri,


    wenn Du eine Kreissäge benutzen kannst bzw. die Bretter zugesägt bekommst (bei meinem Vater für ca. 10 Zargen eine gute Stunde), dauert die erste Zarge zusammenzubauen vielleicht 30 Minuten, danach wird es schneller (selbst wenn der 4-jährige Sohn Löcher bohren und Schrauben anziehen will). Einziges benutzes Material war bei mir ein Akkuschrauber, Kreuzbit und ein 3mm Holzbohrer zum vorbohren plus passende Schrauben, dazu als gerade Ebene unser Wohnzimmertisch (mit Genehmigung von meiner Frau). Dreck gab es nichts was nicht in 30 Sekunden weggesaugt war.
    Die Zargen waren mein erstes gebasteltes Teil, viel Handwerker-Erfahrung hatte ich also nicht mitgebracht.


    Materialkosten sind so bei 6€ pro Zarge, allerdings habe ich Fichte-Leimholz genutzt und keine Weymouth-Kiefer.