AS, OS und MS

  • Wenn ich mir das mit der Varroa jetzt richtig erarbeitet habe, dann ist der Stand der Technik heute, im Sommer mit Ameisensäure zu bedampfen und im Winter mit Oxalsäure zu beträufeln.
    Wie kommt jetzt hier noch die Milchsäure ins Spiel. Wann brauch ich die? Oder kann die auch die anderen Behandlungen ersetzen?

  • Hallo ???,


    die Milchsäure ist eine Alternative zur Behandlung mit Ameisensäure und der Qxalsäure. Die Behandlung mit Milchsäure ist aber im Gegensatz zu den erstgenannten Methoden sehr arbeitsintensiv.


    Gruß Micha

  • Hi,


    die Milchsäure wird gesprüht, sie wirkt nur in brutfreiem Zustand, sprich, nicht in die Brut.
    Das heißt, man kann sie besonders gut bei Schwärmen anwenden: Wenn sie frisch eingeschlagen sind bzw kurz vor dem Einschlagen in die neue Beute: Dann den ganzen Schwarm damit so benetzten, dass alle Bienen befeuchtet aber nicht durchnässt sind. Nur die Traube besprühen hilft nicht, denn im Inneren kommt nichts an.


    Sicherer und üblich ist das Besprühen der einzeln gezogenen Waben, alle aufsitzenden Bienen werden gleichmäßig besprüht.


    Guckst Du auch hier z.B.: http://imkerverein-salzkotten.gmxhome.de/msaeure.html


    und ja: "angenehmer" ist die Milchsäure schon. Besonders die AS ist kein Pappenstiel für die Bienen, heißt es.


    Viele Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von beetic () aus folgendem Grund: rs

  • die Milchsäure ist eine Alternative zur Behandlung mit Ameisensäure und der Qxalsäure.


    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Für die Restentmilbung im Winter ist es definitiv keine Alternative.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Warum?


     
    Die Milchsäure muss doch angewärmt werden, zu kalt darf es draußen auch nicht sein, weil die Bienen sonst verklammen könnten und zu nass sollten sie dann auch nicht werden. Außerdem finde ich das zu aufwendig bei knapp +5 °C im Dezember.
    Meine Pate macht es so. Aber der kanns auch. Ein anderer Imker hat alle Völker totgesprüht.
    Ich würde mich nicht trauen im Winter Milchsäure zu verwenden.


    Gruß
    Katrin

  • Warum?


    Weil die Beute zu lange auf ist. Mittlerweile ist man ja davon weg gegangen, auf Plusgrade zu warten wenn man Restentmilbung macht um schon eher bei Brutfreiheit zu behandeln. Da die Beute mehr als eine Minute auf haben halte ich sehr schlecht zumal auch alle Bienen nass werden was Wärme entzieht.
    Olli

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  • Schwärme mit MS zu behandeln nimmt denen Energie. Waben zu besprühen braucht viel Zeit. MS ist für mich folglich keine Alternative. AS/OS/Coumaphos ist ein brauchbares Konzept und beherrschbar. Auch AS/OS ist sinnvoll, wemmor Bayer nicht so mag. (Sommer-/Kunst-)-Schwärme lassen sich ins ganz normale Varroakonzept integrieren und brauchen keine Entmilbung. Nutzt man die Celler-Rotation ist das Bayerprodukt für die Verstärkungsschwärme die beste Lösung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ... Für die Restentmilbung im Winter ist es definitiv keine Alternative.


     
    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Der Imker, von dem ich dieses Jahr ein paar Völker bekommen habe, behandelt nur Ende Juni und Mitte September mit Ameisensäure. Er hat bisher kaum Verluste gehabt. Im vorletzten Winter hat er mal zwei Völker von sechszehn verloren. Sonst nur eines oder gar keins.


    Henry: Auf unserer letzten Imkervereinsversammlung hat unser Vereinsvorsitzender einmal ein paar Statistiken vorgestellt. Unter anderem auch die Rückstandsbelastung von Bienenbrot. Und dieses war, wenn ich mich recht erinnere, in etwa 15% der Proben mit Coumaphos belastet. Für Schwärme ist dies aufgrund fehlenden Wabenwerks natürlich kein Problem. Ich würde trotzdem nie mit solcher Chemie an ein Volk gehen.


    Freundliche Grüße
    Friedrich

  • Coumaphos ist ein brauchbares Konzept und beherrschbar.


    :confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:


    Aufschrift auf dem Honigglas:


    Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt und Chemiker!


    Aber die Periziner werden, zum Glück, weniger. Seitdem diese chemische Keule aus der Förderung genommen wurde, denken die meisten um und erkennen, daß Oxalsäure mindestens genausogut wirkt.


    Organische Grüsse
    Günter

  • Coumaphos ist ein brauchbares Konzept und beherrschbar.

    :confused: ... :confused:

    Vielleicht zitierts Du mal richtig und behälst mal den Zusammenhang bei:

    AS/OS/Coumaphos ist ein brauchbares Konzept und beherrschbar. Auch AS/OS ist sinnvoll, wemmor Bayer nicht so mag.

    steht da und ist nicht anders gemeint.


    die meisten ... erkennen, daß Oxalsäure mindestens genausogut wirkt.

    und nehmen dann nach wie vor Perizin zum Wirknachweis. :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...Rückstandsbelastung von Bienenbrot. Und dieses war, wenn ich mich recht erinnere, in etwa 15% der Proben mit Coumaphos belastet. ...


    Hallo Friedrich,


    hast Du da einen Link zum Nachlesen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Das würde ich so pauschal nicht sagen. Der Imker, von dem ich dieses Jahr ein paar Völker bekommen habe, behandelt nur Ende Juni und Mitte September mit Ameisensäure. Er hat bisher kaum Verluste gehabt. Im vorletzten Winter hat er mal zwei Völker von sechszehn verloren. Sonst nur eines oder gar keins.


    Was hat das mit dem Besprühen von Waben mit MS im Winter zutun?

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"